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Elon Musk: "Wir öffnen unsere Stromtankstellen für andere"

Die Supercharger-Stromtankstellen von Tesla funktionieren derzeit nur mit den Fahrzeugen des Herstellers. Das könnte sich in Zukunft ändern, doch Elon Musk will eines nicht ändern: Der Strom soll für die Autobesitzer kostenlos sein.
/ Michael Linden
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Elon Musk im Tesla Model S (Bild: Jerry Lampen/AFP/Getty Images)
Elon Musk im Tesla Model S Bild: Jerry Lampen/AFP/Getty Images

Wer einen Tesla Model S kauft, kann lebenslang kostenlos die speziellen Schnellladestationen des Typs Supercharger benutzen, die Tesla in den USA und anderen Ländern aufbaut. Wer ein anderes Elektroauto oder gar ein Hybridfahrzeug fährt, hat jedoch ein Problem: Die Supercharger(öffnet im neuen Fenster) können damit nicht genutzt werden. Die Stecker und das Ladeprotokoll gehören zu keinem Standard, sondern sind von Tesla teilweise patentiert.

Elon Musk verriet nun am Rande der Präsentation des Tesla S in Großbritannien(öffnet im neuen Fenster) , dass in Zukunft die Schnittstelle veröffentlicht wird, berichtet(öffnet im neuen Fenster) Engadget.

Potenzielle Partner von Tesla müssen jedoch hinnehmen, dass jeder Nutzer der Supercharger die Dienstleistung kostenlos in Anspruch nehmen können soll. Eine Stromrechnung für die Autofahrer soll es nicht geben. Die Automobilhersteller müssten neben den Stromkosten auch einen Teil der Unterhaltskosten für die Supercharger tragen, teilte Musk mit.

Musk sagte, dass Ende 2014 die Nutzer des Model S fast überall in Europa fahren und nur mit Superchargern "tanken" könnten. Bislang gibt es 116 Supercharger-Tankstellen weltweit, davon 19 in Europa.

Ob es wirklich Partner geben wird, die diese Belastungen tragen und dafür ihre eigenen Standards aufgeben wollen, bleibt abzuwarten. Letztlich bieten die Supercharger aber noch eine ganz andere Einnahmequelle: Da die Verweildauer bei einer Vollladung mindestens eine halbe Stunde dauert, ist das wartende Publikum eine ideale Zielgruppe für allerlei Dienstleistungen. Supermärkte, Friseure, Spielotheken und vieles mehr könnten die Wartezeit angenehmer gestalten.


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