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Elon Musk: Warum Tesla nun doch an der Börse bleibt

Gut zwei Wochen lang hielt Tesla-Chef Elon Musk mit seinen Rückzugsplänen die Börsianer in Atem. Offenbar wollte er am Ende nicht, dass Konkurrenten wie Volkswagen oder saudische Ölproduzenten über den Bau von Elektroautos bestimmen.

Artikel von veröffentlicht am
Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk (Bild: Joshua Lott/Getty Images)

In den vergangenen zwei Wochen hat der Ruf von Elon Musk ziemlich gelitten. Neben dem überraschenden Tweet vom Börsenrückzug am 7. August 2018 hinterließ auch sein emotionales Interview mit der New York Times gut eine Woche später den Eindruck von einem erratischen, überarbeiteten und überforderten Firmenchef. Seine Entscheidung, den Elektroautohersteller Tesla nun doch nicht von der Börse zu nehmen, verstärkt diesen Eindruck. Dabei sind die Gründe dafür durchaus nachvollziehbar. Die Frage ist nur, warum Musk das nicht vor seiner Ankündigung im Stillen prüfen ließ.

Inhalt:
  1. Elon Musk: Warum Tesla nun doch an der Börse bleibt
  2. Will die SEC an Musk ein Exempel statuieren?

US-Medien zufolge enthält Musks Blogeintrag vom vergangenen Freitag, in dem er seine Entscheidung begründete, nur die halbe Wahrheit. Zutreffend ist demnach in der Tat, dass wichtige institutionelle Tesla-Investoren wie T. Rowe Price, Black Rock oder Fidelity Investments ihre Anteile nicht in vollem Umfang in ein privates Unternehmen hätten einbringen können. Auch Privatanleger, von denen viele enthusiastische Tesla-Fans sind, hätten ihre Aktien abstoßen müssen.

Saudi-Einstieg nicht sicher

Was Musk als Grund nicht erwähnt: In den vergangenen Wochen hätten Banken und Investmentfirmen wie Goldman Sachs und Silver Lake versucht, neue Kapitalgeber aufzutreiben, berichtete das Wall Street Journal (Artikel hinter Paywall). Musk selbst hatte zu seiner Verteidigung bereits den saudischen Staatsfonds ins Spiel gebracht, der angeblich bereit gewesen sein sollte, stärker bei Tesla einzusteigen und den Börsenrückzug zu finanzieren.

Doch die saudische Regierung sei in der Frage gespalten gewesen, schreibt das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf informierte Kreise. Musks Äußerungen und sein Verhalten hätten bei einigen Regierungsbeamten Sorgen über dessen Gesundheitszustand und dessen Rolle bei Tesla ausgelöst. Zudem hätte die Finanzierung des Börsenrückzugs, der zig Milliarden US-Dollar kosten sollte, selbst für die Saudis ein Problem bedeuten können. Zum einen erwäge der Fonds derzeit eine Beteiligung an einem Tesla-Konkurrenten, zum anderen habe das Königreich große Pläne für den Bau einer neuen Megastadt in der Wüste. Aber auch einigen Telsa-Mitarbeitern habe es nicht gefallen, dass ausgerechnet ein Ölproduzent einen großen Anteil an dem Elektroautohersteller bekommen sollte. Von der Menschenrechtsproblematik in Saudi-Arabien ganz zu schwiegen.

Volkswagen angeblich interessiert

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Die Berater hätten daher auch Ausschau nach anderen Investoren gehalten, beispielsweise Autohersteller oder andere Staatsfonds. Dem Bericht zufolge hätten die Berater am Mittwoch vergangener Woche eine Liste mit Investoren zusammengestellt, die bis zu 30 Milliarden US-Dollar aufbringen wollten. Darunter seien auch der deutsche Autohersteller Volkswagen und Silver Lake selbst gewesen. Doch Musk hege ein großes Misstrauen gegen traditionelle Autohersteller, die seiner Ansicht nach lediglich von Teslas Halo-Effekt profitieren wollten.

Darüber hinaus deuteten die Berater an, dass die neuen Investoren für ihr Geld auch ein größeres Mitspracherecht haben wollten. Jeder Geldgeber wolle seine eigenen Bedingungen diktieren. Der New York Times zufolge sollen Staatsfonds beispielsweise gefordert haben, dass Tesla dann eine Autofabrik in dem Land errichtet. Nach der Präsentation des Konzepts habe Musk daher schon Zweifel angemeldet.

Will die SEC an Musk ein Exempel statuieren? 
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blackpeeta 28. Aug 2018 / Themenstart

Na dann gibt es wenigstens ein schönes Feuerwerk, wenn die Dinger in die Luft fliegen.

SanderK 28. Aug 2018 / Themenstart

Gut erkannt! Sehe ich fast gleich so.

norbertgriese 28. Aug 2018 / Themenstart

1. Musks Aktien sind bei Banken beliehen - auch Musk hätte die Banken fragen müssen...

Clown 28. Aug 2018 / Themenstart

Exakt! Und das führt zu gezielten Kursmanipulationen zu Gewinnsteigerung.

norbertgriese 28. Aug 2018 / Themenstart

Natürlich kannst du recht haben. Die weiteren Gigafactorys sind der Versuch, lokal zu...

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