Will die SEC an Musk ein Exempel statuieren?

In einem Treffen mit dem Verwaltungsrat am Donnerstag habe Musk dann seinen Rückzug vom Börsenrückzug bekanntgegeben. Doch damit ist die turbulente Episode für Tesla und Musk noch nicht beendet. Zwar soll der entsprechende Sonderausschuss bei Tesla umgehend aufgelöst worden sein, doch die Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC sind damit noch nicht beendet. Diese prüft weiterhin, inwiefern Musk mit seinem Tweet vom 7. August 2018 gegen die Börsenregeln verstoßen hat.

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Seine Behauptung, die Finanzierung des Börsenrückzugs zum Preis von 420 US-Dollar pro Aktie sei gesichert, hatte an dem Tag einen starken Kursanstieg der Aktie ausgelöst und Börsenspekulanten hohe Verluste eingebracht. Sogenannte Shortseller hatten anschließend eine Klage eingereicht.

Der schnelle Abschied von den Plänen macht nach Ansicht von Experten nun erst recht deutlich, wie unüberlegt Musk die Ankündigung getwittert hatte. Das sei ein Anzeichen für die "Unaufrichtigkeit des ersten Statements", zitiert die Nachrichtenagentur AP den Börsenrechtsexperten James Cox von der Duke-Universität.

Rückzug vermindert nicht den Börseneffekt

Andere Experten gehen davon aus, dass Musk die schnelle Meinungsänderung auch zu seiner Verteidigung nutzen könne. "Er könnte sagen: Ich habe lediglich das Terrain sondieren wollen. Ich habe nur laut gedacht und wollte damit niemanden in die Irre führen", sagte Peter Henning, Jura-Professor und früherer SEC-Anwalt laut AP.

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Allerdings habe das keinen Einfluss auf die Auswirkungen des ursprünglichen Tweets, die von der SEC geprüft würden. "Der spätere Rückzug vermindert nicht den Effekt", sagte Henning der New York Times und fügte hinzu: "Man kann keine börsenrelevanten Informationen raushauen und dann sagen 'Vergiss es'. Das ist der Chef des Unternehmens. Seine Statements sind die des Unternehmens. Wollen sie an ihm ein Exempel statuieren? Vielleicht."

Cox geht davon aus, dass Tesla sich mit der Börsenaufsicht einigen, eine Geldbuße zahlen und versichern wird, in Zukunft keine Börsenregeln mehr zu verletzen. Ob Letzteres mit Musk funktionieren wird, kann aber wohl kein Experte derzeit voraussagen.

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 Elon Musk: Warum Tesla nun doch an der Börse bleibt
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Anonymer Nutzer 28. Aug 2018

Na dann gibt es wenigstens ein schönes Feuerwerk, wenn die Dinger in die Luft fliegen.

SanderK 28. Aug 2018

Gut erkannt! Sehe ich fast gleich so.

norbertgriese 28. Aug 2018

1. Musks Aktien sind bei Banken beliehen - auch Musk hätte die Banken fragen müssen...

Clown 28. Aug 2018

Exakt! Und das führt zu gezielten Kursmanipulationen zu Gewinnsteigerung.



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