Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elon Musk vs. Mark Zuckerberg: Twitter will Meta wegen Twitter-Klon verklagen

Statt mit einer Schlägerei droht Twitter seinem Konkurrenten Meta mit rechtlichen Konsequenzen. Meta habe Geschäftsgeheimnisse missbraucht.
/ Daniel Ziegener
23 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Justitia wird zur Ringrichterin. (Bild: Tingey Injury)
Justitia wird zur Ringrichterin. Bild: Tingey Injury / Unsplash

Twitter hat Meta über eine mögliche Klage informiert. Dabei geht es um den am Donnerstag gestarteten Twitter-Konkurrenten Threads, wie Semafor berichtete(öffnet im neuen Fenster) . Twitter habe "ernste Bedenken" , dass Meta "systematisch, mutwillig und gesetzeswidrig" Twitters Geschäftsgeheimnisse und geistiges Eigentum missbraucht habe.

Bereits am 5. Juli 2023 adressierte Twitters Anwalt Alex Spiro, der auch Elon Musks persönlicher Anwalt ist , einen Brief(öffnet im neuen Fenster) an Meta-CEO Mark Zuckerberg persönlich. Das Schreiben wurde in CC an Musk versendet, jedoch nicht an seine Nachfolgerin als Twitter-CEO, Linda Yaccarino.

Über das vergangene Jahr habe Meta "Dutzende ehemaliger Twitter-Angestellte" eingestellt. Diese Angestellten hätten "Zugang zu Twitters Geschäftsgeheimnissen und anderen streng vertraulichen Informationen" . Viele verfügten außerdem weiterhin über "Dokumente und elektronische Geräte" von Twitter.

Dass Meta zahlreiche ehemalige Twitter-Angestellte einstellte, hängt vermutlich mit den Massenentlassungen zusammen, die Musk nach seiner Übernahme von Twitter veranlasste. Mehrere tausend Beschäftigte verloren 2022 ihren Job .

Meta dementierte die Vorwürfe. "Niemand aus dem Threads-Engineering-Team ist ein ehemaliger Twitter-Mitarbeiter - das gibt es einfach nicht" , schrieb Kommunikationsdirektor Andy Stone auf Threads(öffnet im neuen Fenster) .

Darüber hinaus wiederholt das Schreiben Twitters den Vorwurf des unerlaubten Scrapings öffentlicher Twitter-Daten, mit dem Musk zuletzt die temporäre Einführung eines Leselimits von wenigen hundert Tweets rechtfertigte .

Mit der Androhung einer Klage eskalieren die Konflikte zwischen den Techmilliardären Musk und Mark Zuckerberg, die zuletzt auch öffentlich über einen möglichen körperlichen Schlagabtausch diskutierten .

Musk kommentierte den Bericht auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) : "Wettbewerb ist gut, Schummeln nicht." Ähnliche Vorwürfe richtete er im April 2023 an Substack , als dieses einen Kurznachrichtendienst startete. Ende 2022 wurden außerdem das Veröffentlichen von Links zu alternativen sozialen Netzwerken auf Twitter unterbunden .

Die Twitter-Pressestelle antwortete auf Anfrage von Golem.de: " 💩 ". Eine Stellungnahme Metas steht noch aus.


Relevante Themen