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Elon Musk: 2.000 von 7.500 Angestellten bleiben bei Twitter 2.0

Sehr wenige Mitarbeiter haben Elon Musks Ultimatum für die Zukunft von Twitter angenommen - weniger als die Hälfte.
/ Oliver Nickel
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Twitter 2.0 wird wesentlich weniger Menschen beschäftigen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Twitter 2.0 wird wesentlich weniger Menschen beschäftigen. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de

Twitter 2.0 soll Elon Musks neue Version von Twitter werden, in der es zu harter Arbeit und Überstunden kommen wird. Deshalb stellte der CEO ein Ultimatum an alle verbliebenen Mitarbeiter : Man könne bleiben oder mit Abfindung entlassen werden. Nun gibt es eine erste Vorstellung davon, wie viele Menschen wirklich das Unternehmen verlassen haben.

Laut dem Magazin Businessinsider(öffnet im neuen Fenster) , das sich auf Insiderquellen beruft, hat weniger als die Hälfte der aktuell 4.000 Angestellten Musks Angebot angenommen. Die Aufteilung ist dabei sehr unregelmäßig: An einigen Stellen blieben 75 Prozent der Belegschaft erhalten, in anderen Abteilungen gibt es nur noch zwei, eine oder gar keine verantwortliche Person mehr, so die Zeitung Washington Post(öffnet im neuen Fenster) .

Von den ehemals 7.500 Menschen, die bei Twitter vor Musks Übernahme arbeiteten, sind nun 2.000 geblieben. Zuvor entließ Musk 3.500 Personen , die nach seinem Verständnis nicht essenziell für den Betrieb der Plattform gewesen seien.

Vision statt mehr Geld

Ein Trend zeichnete sich bereits vor dem Ende der Deadline am 18. November 2022 ab: Zu wenige Menschen meldeten sich für Musks Vision von Twitter 2.0, um die Plattform effektiv weiter zu betreiben. Manager versuchten deshalb, ihre Mitarbeiter mit Argumenten zu überzeugen. Dabei soll nicht mehr Gehalt angeboten worden sein. Stattdessen solle man sich erfreut zeigen, welche Vision Elon Musk für Twitter 2.0 aufbauen möchte und welches Potenzial diese Vision mit sich bringt.

Ein Teil dieser Vision setzt der CEO bereits um. Nicht nur soll durch massenhafte Entlassungen Geld eingespart werden. Parallel dazu spart das Unternehmen künftig bei kritischer Infrastruktur, dem Cloud-Budget und den für den Betrieb notwendigen Servern. Experten fürchten deshalb, dass das soziale Netzwerk eventuell bald mit mehr Ausfällen zu kämpfen hat, da für die Stabilität wichtige redundante Kapazitäten eingespart werden.

Es sollen zudem ehemals gebannte Twitter-Konten wieder reaktiviert werden. Darunter befinden sich Autor Jorden Peterson und Komikerin Kathy Griffin. Musk bestätigte zudem, dass die Reaktivierung des offiziellen Accounts von Donald Trump noch diskutiert werde.

Laut Musk sei das ein Schritt in Richtung freie Meinungsäußerung - zuvor entließ er noch viele Menschen aus dem Unternehmen , die ihn öffentlich kritisierten.


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