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Elon Musk: Tesla streicht "nachhaltig" aus Unternehmensmission

Elon Musk hat an Heiligabend angekündigt, dass Tesla das Wort "nachhaltig" aus seiner Unternehmensmission entfernt.
/ Andreas Donath
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Tesla-Modellpalette (Bild: Tesla)
Tesla-Modellpalette Bild: Tesla

Tesla bekommt ein neues Motto(öffnet im neuen Fenster) : Statt "Sustainable Abundance" (nachhaltigen Überfluss) strebt der Elektroautohersteller nun "Amazing Abundance" (erstaunlichen Überfluss) an – eine Abkehr von der bisherigen Umweltpositionierung.

Diese Änderung ist ein Bruch mit der grünen Ausrichtung, die Tesla seit der Gründung ausgemacht hat. Musk schrieb dazu auf X(öffnet im neuen Fenster) , dass die neue Formulierung "freudvoller" klinge.

Teslas Mission hat sich im Laufe der Jahre mehrfach gewandelt. Am Anfang konzentrierte sich das Unternehmen auf umweltfreundliche Mobilität – passend zu den ersten Elektroautos wie dem Roadster und Model S. Als Tesla dann Solarcity kaufte und Stromspeicher produzierte, hieß das Motto: "die Verbreitung nachhaltiger Energie beschleunigen" . Es ging um ein ganzes Ökosystem aus Solarzellen, Batterien und E-Autos.

Vom Klimaschutz zur Automatisierungsvision

Der Wechsel zu "Sustainable Abundance" begann etwa zur Zeit des Master Plan Part 3 und der Entwicklung des humanoiden Roboters Optimus, wie Electrek anmerkt(öffnet im neuen Fenster) . Musk schien den Unternehmenszweck von Umweltzielen hin zu wirtschaftlicher Transformation durch Automatisierung und künstliche Intelligenz neu zu definieren.

Die neueste Änderung lässt Umweltthemen komplett außen vor. "Erstaunlicher Überfluss" bezieht sich auf Musks Vision einer Zukunft ohne Knappheit – ermöglicht durch Allzweck-Roboter und starke künstliche Intelligenz.

Was das bedeutet

Beobachter sehen darin Teslas gewandelte Prioritäten. Das Unternehmen baut zwar weiter E-Autos und Solarprodukte, aber diese scheinen jetzt nur noch Teile einer größeren Tech-Vision zu sein – nicht mehr in erster Linie Lösungen fürs Klima. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Tesla steht zunehmend in der Kritik wegen seiner Umweltversprechen. Und Musk mischt sich immer mehr in die Politik ein und stellt manche Klimaschutzmaßnahmen infrage – obwohl Teslas Geschäft auf der Energiewende aufbaut.

Bei Investoren und an der Börse stehen inzwischen der Roboter Optimus und selbstfahrende Autos im Mittelpunkt. Tesla sieht diese für das künftige Wachstum als wichtiger an als das klassische Autogeschäft.


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