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Elon Musk: Tesla entfernt Disney-App aus vielen seiner Elektroautos

Nach einem Software -Update fehlt das Icon in vielen Autos. Grund soll Musks Ärger auf Disney und andere Unternehmen sein.
/ Werner Pluta
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Bildschirm in einem Tesla Model 3: Disney+ kann im Browser genutzt werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Bildschirm in einem Tesla Model 3: Disney+ kann im Browser genutzt werden. Bild: Martin Wolf / Golem.de

Wer sich freie Zeit im Tesla mit den Muppets oder einer anderen Disney-Weihnachtsgeschichte vertreiben wollte, wird sich möglicherweise gewundert haben. Denn aus diversen Elektroautos des US-Herstellers ist die App des US-Medienkonzerns verschwunden.

Im Zuge des Streits von Tesla-Chef Elon Musk ist die App des Streamingdienstes Disney+ in einer Reihe von Teslas nicht mehr verfügbar. Das berichtet das auf Elektromobilität spezialisierte US-Onlinenachrichtenangebot Electrek(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Betroffene.

Die App von Disney+ war seit Sommer 2021 in den Elektroautos verfügbar . Sie war über eine Aktualisierung der Software eingespielt worden. Nach einem Software-Update diese Tage war sie aus vielen Teslas verschwunden.

Tesla nannte keinen Grund

Eine Quelle hatte Electrek berichtet, dass Tesla Disney in der vergangenen Woche darüber informiert habe, dass die App entfernt werde. Einen Grund dafür habe Tesla nicht angegeben. Einige Tage danach hieß es dann, die App werde nur noch in Fahrzeugen verfügbar sein, in denen sie bereits genutzt worden sei. Das würde erklären, weshalb sie in einem Teil der Teslas vorhanden ist und in einem anderen nicht.

Ganz gesperrt ist der Dienst jedoch nicht: Er lasse sich noch über den Browser aufrufen, berichtet das Tesla-Blog Teslamag(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Nutzer, die das getestet haben.

Hintergrund der Aktion könnte Musks Ärger auf Disney und weitere ehemalige Werbekunden sein. Nach Nazi-Vorwürfen gegen Musks soziales Netz X (vormals Twitter) sowie antisemitischen Äußerungen von Musk selbst hatten mehrere große US-Unternehmen ihre Werbung auf X zurückgezogen , was deutliche finanzielle Einbußen für X bedeutet . Die großen US-Filmstudios posten nicht mehr auf X .

Musk wütet

Musk reagierte sehr ungehalten auf die Kritik. Er hat gegen die gemeinnützige Organisation Media Matters geklagt, weil diese öffentlich machte, dass Werbung bekannter Unternehmen neben Nazi-Beiträgen und antisemitischen Äußerungen auftauchte, was zu dem Werbeboykott führt. Musk warf Media Matters vor, dieses Phänomen durch Manipulation selbst dafür herbeigeführt zu haben.

Die ehemaligen Werbekunden griff Musk bei einem öffentlichen Auftritt an . "Wenn jemand versucht, mich mit Anzeigen zu erpressen? Mich mit Geld zu erpressen? Go fuck yourself!" , wetterte Musk. In seiner Tirade erwähnte er Disney-Chef Bob Iger, der auf der gleichen Konferenz aufgetreten war.


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