Elon Musk: Saudis wollen Teslas Börsenrückzug finanzieren
Tesla-Chef Elon Musk hat in einem langen Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) die mögliche Finanzierung des Börsenrückzugs seines Unternehmens erklärt. "Seit fast zwei Jahren ist der saudi-arabische Staatsfonds mehrfach auf mich zugekommen, um Tesla zu delisten" , schreibt Musk. Am 31. Juli 2018 habe der Geschäftsführer des Fonds wieder mit Musk gesprochen und betont, dass die Mittel für das Vorhaben bereitstünden. "Deshalb habe ich in der Ankündigung vom 7. August von 'Finanzierung gesichert' gesprochen" , erklärte Musk seinen Tweet, mit dem er die Pläne für den Rückzug öffentlich gemacht hatte. Er führe weiter Gespräche mit dem saudischen Fonds und weiteren Investoren.
Musk hatte am 7. August 2018 geschrieben, er werde Tesla zu einem Kurs von 420 US-Dollar pro Aktie von der Börse nehmen . Das brachte mehrere Börsenhändler dazu, eine Klage gegen Musk und Tesla einzureichen . Dem Firmengründer wird vorgeworfen, mit unbelegten Behauptungen zur Finanzierung eines Aktienrückkaufs den Börsenkurs zu Lasten von Leerverkäufern manipuliert zu haben.
Musk schätzte, dass rund zwei Drittel der Aktionäre bei einem Börsenrückzug investiert blieben. Das würde bedeuten, dass mitnichten 70 Milliarden US-Dollar für ein Delisting nötig wären. Musk begründete seinen Plan mit den Problemen eines börsennotierten Unternehmens: Tesla sei starken Kursschwankungen ausgesetzt, die für alle Mitarbeiter, die zugleich Aktionäre seien, eine große Ablenkung darstellen könnten. Die Pflicht, vierteljährlich Bericht zu erstatten, setze Tesla unter Druck, Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise gut für ein Quartal, aber langfristig schädlich seien.

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