• IT-Karriere:
  • Services:

Elon Musk: Satelliten-Internet soll Geld für Marskolonie einbringen

Elon Musk hat große Pläne für den Weltraum - und das in zweierlei Hinsicht. Ein weltumspannendes Internet-Satellitennetzwerk soll das Geld einspielen, das für eine Marskolonie erforderlich ist. Doch es gibt einen Konkurrenten.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Raumfrachter Dragon von SpaceX auf dem Weg zur ISS
Der Raumfrachter Dragon von SpaceX auf dem Weg zur ISS (Bild: Nasa)

Elon Musk, Gründer SpaceX und CEO von Tesla Motors, hat laut der Nachrichtenagentur Bloomberg weitere Details zu seinem geplanten Satellitennetzwerk bekanntgegeben, das die Internetversorgung verbessern soll. 700 auf nur 1.200 Kilometern Höhe fliegende Erdtrabanten sollen dafür nötig sein. Das noch namenlose Projekt soll seinen Sitz in Seattle haben. Zunächst werden nur 60 Personen dafür tätig sein, doch in drei oder vier Jahren sollen es 1.000 Mitarbeiter sein, die auch an den Falcon-Raketen von SpaceX und den Dragon-Kapseln arbeiten sollen.

Stellenmarkt
  1. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin
  2. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut

Der niedrige Orbit wird zwar die Lebensdauer der Satelliten verkürzen, aber die Signallaufzeiten sind so natürlich deutlich kürzer - und die Internetverbindung schneller. Musk teilte mit, dass ein intelligentes Routing dafür sorgen solle, dass die Satelliten, falls erforderlich, auch untereinander die Daten austauschten - und so die kürzeste Wegstrecke zum Empfänger gewählt werde. Erst zum Schluss werde das Signal zu Bodenstationen gefunkt. Zu den Datenraten äußerte sich Musk nicht, deutete jedoch an, dass sie Glasfaserverbindungen ebenbürtig sein würden.

Aufbau soll zehn Milliarden US-Dollar kosten

Für den Aufbau dieses weltumspannenden Satellitennetzwerks sollen zehn Milliarden US-Dollar ausreichen. Der Internetzugang soll keineswegs kostenlos sein. Die Einnahmen will Musk allerdings für ein noch ambitionierteres Projekt verwenden: die Besiedelung des Planeten Mars. "Wir betrachten es als langfristige Einnahmequelle für SpaceX, um eine Kolonie auf dem Mars zu finanzieren", sagte Musk.

Mit den Plänen zum Aufbau eines Satelliten-Internets ist Musk nicht allein. Greg Wyler kündigte an, dass sein Startup Oneweb ebenfalls Hunderte von Satelliten ins All transportieren wolle. Nach seinen Angaben wollen Qualcomm und Richard Bransons Virgin Group 648 kleine Satelliten ins All bringen, von denen jeder nur etwa 110 Kilogramm wiegt. Das Projekt soll nur zwei Milliarden US-Dollar kosten. Das soll nicht nur an den Satelliten, sondern auch an der Transporttechnik liegen.

Die Satelliten sollen von der zweistufigen Rakete Launcher One von Virgin Galactic transportiert werden, die von einem Trägerflugzeug zunächst auf eine Höhe von etwa 15 Kilometern gebracht wird und erst dann zündet. Dieses Verfahren wurde auch beim Spaceshiptwo durchgeführt. Das Raketenflugzeug war Ende Oktober 2014 abgestürzt. Dabei kam der Kopilot ums Leben.

Auch wenn die Projekte von Musk und Wyler sich ähnlich anhören und sich die beiden kennen, will Musk sein eigenes Netzwerk aufbauen und sagte Bloomberg: "Greg und ich haben fundamental andere Ansichten zur Architektur. Wir wollen einen Satelliten, der technisch denen von Greg meilenweit überlegen ist. Ich denke, es sollte zwei konkurrierende Systeme geben." Im Gegensatz zu Musk besitzt Oneweb allerdings angeblich schon die notwendigen Frequenzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

tribal-sunrise 19. Jan 2015

Wer redet von Flugzeugen? Das Problem Weltraumschrott und "Lücken-finden" darin für...

Jakelandiar 19. Jan 2015

Wenn golem mal ne anleitung für das Forum hier dafür anbietet sicher.

AndyMt 19. Jan 2015

Was seine Position angeht geb ich dir recht. Neue Satelliten müssen allerdings genügend...

ad (Golem.de) 18. Jan 2015

So sei es. :) Mit freundlichen Grüßen ad (Golem.de)

Mopsmelder500 18. Jan 2015

das geht genaus so schnell


Folgen Sie uns
       


Xbox Series X - Hands on

Golem.de konnte die Xbox Series X bereits ausprobieren und stellt die Konsole vor. Außerdem zeigen wir, wie Quick Resume funktioniert - und die Ladezeiten.

Xbox Series X - Hands on Video aufrufen
Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
Corsair K60 RGB Pro im Test
Teuer trotz Viola

Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
  2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
  3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


      •  /