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Elon Musk: Nasa überprüft Unternehmenskultur von SpaceX und Boeing

Wie geht es zu bei SpaceX und Boeing? Ein Auftritt von Elon Musk in einem Podcast beunruhigt die Chefs der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie wollen die Unternehmenskultur der beiden Raumfahrtunternehmen genau untersuchen.
/ Werner Pluta
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SpaceX-Chef Elon Musk: Marihuana-Rauchen in der Öffentlichkeit mag die Nasa nicht. (Bild: Scott Olson/Getty Images)
SpaceX-Chef Elon Musk: Marihuana-Rauchen in der Öffentlichkeit mag die Nasa nicht. Bild: Scott Olson/Getty Images

Das war wohl keine so gute Idee: Im September hat SpaceX-Chef Elon Musk in einem Podcast-Auftritt gekifft und hochprozentigen Alkohol getrunken. Das kam in den oberen Rängen der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) nicht so gut an. Die Nasa hat daraufhin eine Sicherheitsüberprüfung bei SpaceX angeordnet, bei Boeing ebenso.

Musk war Anfang September in der Show des Moderators und Komikers Joe Rogan zu Gast. Gegen Ende der rund zweieinhalbstündigen Sendung(öffnet im neuen Fenster) ermunterte Rogan Musk, an einem Joint zu ziehen und mit ihm Whisky zu trinken. Das habe einige wichtige Personen der Nasa beunruhigt, berichtet die Tageszeitung The Washington Post(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Insider. Die Nasa habe daraufhin eine Untersuchung bei SpaceX und gleich auch bei Boeing angeordnet. Beide Unternehmen sollen in Zukunft Astronauten zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) und wieder zurück zur Erde befördern.

Die Nasa will die Unternehmenskulturen von SpaceX und Boeing überprüfen. Es werde alles untersucht, was die Sicherheit beeinträchtigen könne, sagte William Gerstenmaier, Leiter der bemannten Raumfahrt bei der Nasa, der Zeitung. Dazu sollen im kommenden Jahr über mehrere Monate Hunderte Befragungen durchgeführt werden.

Das Raumfahrt-Programm 2018 – Nasa
Das Raumfahrt-Programm 2018 – Nasa (02:44)

Die Nasa wolle sicherstellen, dass die Öffentlichkeit Vertrauen in ihr Weltraumprogramm habe, sagte Nasa-Direktor Jim Bridenstine. "Wenn ich etwas Unangemessenes sehe, ist meine Hauptsorge, welche Kultur Unangemessenheit hervorgebracht hat und ob die Nasa darin verwickelt ist." Die Nasa sei nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Auftragnehmer verantwortlich. "Wir müssen der amerikanischen Öffentlichkeit zeigen, dass Astronauten, die wir in eine Rakete setzen, sicher sind."

Bridenstine sagte, er habe Vertrauen in SpaceX. Die Kultur, die in einem Unternehmen herrsche, gehe aber von dessen Leitung aus. Falls etwas darin die Sicherheit gefährde, müsse das umgehend verändert werden.

Die Nasa hatte SpaceX und Boeing 2014 mit der Entwicklung von Raumfähren beauftragt, die Astronauten zur ISS und wieder zurück zur Erde bringen. Beide Unternehmen hängen jedoch dem Zeitplan hinterher. Experten warnten zudem Ende vergangenen Jahres vor möglichen Sicherheitsmängeln an den beiden Raumfähren.


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