Elon Musk: iPhone-Hacker George Hotz will Twitter-Suche verbessern

Elon Musk will bei Twitter verschlüsselte Nachrichten und Videos einführen. Bei der Twitter-Suche hilft ein früherer Kritiker als Praktikant.

Artikel veröffentlicht am ,
George Hotz ist ein Fan von Twitter-Chef Elon Musk geworden.
George Hotz ist ein Fan von Twitter-Chef Elon Musk geworden. (Bild: Beck Diefenbach/Reuters)

Der iPhone-Hacker und Entwickler für autonome Autos, George Hotz, hat beim Kurznachrichtendienst Twitter als Praktikant angeheuert. Twitter-Chef Elon Musk habe ihm die Aufgabe gegeben, in den kommenden zwölf Wochen die Twitter-Suche zu verbessern, schrieb Hotz am 22. November 2022. Der 33-Jährige trat das Praktikum nach eigenen Angaben am vergangenen Wochenende in San Francisco an.

Stellenmarkt
  1. Testingenieur anforderungsbasierte Software-Absicherung (m/w/d)
    Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ingolstadt
  2. Junior / Senior IT Engineers (m/w/d)
    Bayerisches Landeskriminalamt, München
Detailsuche

Hotz war bislang nicht als Freund von Tesla und dessen Chef bekannt. Musk behauptete im Jahr 2015, dass das von Hotz entwickelte System zum autonomen Fahren nicht zuverlässig funktionieren könne. Zwei Jahre später wollte Tesla dem Gründer von Comma.ai untersagen, das System auf einem Model S einzusetzen.

Lob für Überstunden-Ultimatum

Hotz scheint seine Meinung geändert zu haben. Er kommentierte Musks Überstunden-Ultimatum an die verbliebenen Twitter-Mitarbeiter mit den Worten: "Das ist die Einstellung, mit der unglaubliche Dinge geschaffen werden. Lasst all die Leute gehen, die nicht nach Größe streben." Ebenfalls schrieb er: "Ich bin froh, dass wir das bei Comma.ai machen konnten, aber auf eine unauffälligere Art und Weise. Nämlich eine Kultur zu schaffen, die zu denen passt, die nach Spitzenleistungen streben."

Ob Hotz die Twitter-Suche in zwölf Wochen entscheidend verbessern kann, ist unklar. In einem Tweet fragte er an, ob ihm Entwickler bei der Lösung eines bestimmten Suchproblems helfen könnten. Immerhin bekommt Hotz 2.000 US-Dollar pro Woche für sein Praktikum.

Signal dementiert Kooperation mit Twitter

Golem Karrierewelt
  1. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    30.11.2022, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Weiter oben auf der Prioritätenliste bei Musk dürften hingegen andere Funktionen stehen. Der neue Twitter-Chef plant nach Angaben von The Verge eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Direktnachrichten (direkt messages, DM) zwischen den Nutzern. "Wir wollen es ihnen ermöglichen zu kommunizieren, ohne dass sie sich um ihre Privatsphäre sorgen müssen - ohne dass jemand bei Twitter ihre DM ausspionieren kann", sagte Musk laut dem Bericht.

In dem Kontext soll Musk den Messengerdienst Signal gelobt haben. Er habe nach eigenen Angaben mit Signal-Entwickler Moxie Marlinspike gesprochen, der "möglicherweise bereit ist, bei der Verschlüsselung von Twitter-DM zu helfen."

"Ironischerweise hat Moxie Marlinspike bei Twitter gearbeitet und wollte eigentlich vor einigen Jahren verschlüsselte DM erstellen. Das wurde ihm verweigert, dann hat er Signal gegründet", sagte Musk. Marlinspike hatte ursprünglich die Firma Whispersystems gegründet, die 2011 von Twitter übernommen wurde.

Signal dementierte auf Anfrage von Ars Technica, mit Twitter zu kooperieren. "Signal hat bei dem Projekt nicht mit Twitter zusammengearbeitet", sagte Signal-Präsidentin Meredith Whittaker dem Magazin und fügte hinzu: "Wir glauben, dass mehr private Kommunikation ein Gewinn ist. Und wir sind gespannt darauf, wie Twitter die Komplexität der Erstellung von brauchbaren, verschlüsselten DM im Web und auf mobilen Geräten angeht."

Darüber hinaus will Musk laut The Verge über die Direktnachrichten auch Sprach- und Videokommunikation ermöglichen. Anders als bei Signal soll es bei Twitter nicht erforderlich sein, die Telefonnummer der Nutzer zu teilen.

Mit den zusätzlichen Funktionen würde Twitter sich von einem Kurznachrichtendienst und sozialen Medium stärker zu einem Kommunikationsdienst wie Whatsapp entwickeln. Musk will ohnehin aus Twitter eine "Alleskönner-App" bauen. Ebenso wie die chinesische App Wechat könnte X dann neben Messaging noch Bezahlfunktionen oder weitere Dienste enthalten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cybermonday
CPU-Kaufberatung für Spieler

Wir erklären, wann sich ein neuer Prozessor wirklich lohnt und wann man doch lieber warten oder in eine Grafikkarte investieren sollte.
Von Martin Böckmann

Cybermonday: CPU-Kaufberatung für Spieler
Artikel
  1. 400.000 Ladepunkte: Audi startet Ladesäulen-Tarif mit bis zu 0,81 Euro pro kWh
    400.000 Ladepunkte
    Audi startet Ladesäulen-Tarif mit bis zu 0,81 Euro pro kWh

    Am 1. Januar 2023 will Audi seinen Ladedienst Audi Charging starten. Bis zu 0,81 Euro pro kWh werden verlangt.

  2. Netzwerkprotokoll: Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen
    Netzwerkprotokoll
    Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen

    Sogar für IT-Profis scheint das Netzwerkprotokoll IPv6 oft ein Buch mit sieben Siegeln - und stößt bei ihnen nicht auf bedingungslose Liebe. Wir überprüfen die Vorbehalte in der Praxis und geben Tipps.
    Von Jochen Demmer

  3. Wo Long Fallen Dynasty Vorschau: Souls-like mit Schwertkampf in China
    Wo Long Fallen Dynasty Vorschau
    Souls-like mit Schwertkampf in China

    Das nächste Souls-like heißt Wo Long: Fallen Dynasty und stammt von Team Ninja. Golem.de hat beim Anspielen mehr Gegner erledigt als erwartet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Monday bei Media Markt & Saturn • Nur noch heute: Black Friday Woche bei Amazon & NBB • MindStar: Intel Core i7 12700K 359€ • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Xbox Series S 222€ • Gamesplanet Winter Sale - neue Angebote • WD_BLACK SN850 1TB 129€ [Werbung]
    •  /