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Elon Musk vor seinem SpaceX-Raumfahrzeug Dragon V2
Elon Musk vor seinem SpaceX-Raumfahrzeug Dragon V2 (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

Elon Musk: "Ich will auf dem Mars sterben, bloß nicht bei der Landung"

Elon Musk vor seinem SpaceX-Raumfahrzeug Dragon V2
Elon Musk vor seinem SpaceX-Raumfahrzeug Dragon V2 (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

Besessen von unbändiger Arbeitswut, ständiger Eile und dem eisernen Willen, die Menschheit zu retten: Das Buch Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future von Ashlee Vance gibt einen Einblick in das Leben des Erfinders und Unternehmers.
Von Alexandra Riegler

Ein Techno-Utop des Silicon Valley, der die Welt mit Science-Fiction überziehen wolle, würde man ihn nur lassen: So beschreibt Technologie-Journalist Ashlee Vance in seinem Buch Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future den US-Unternehmer, der für ehrgeizige Projekte wie den Zahlungsdienstleister Paypal, die Raumfahrtfirma Space X, das Transportsystem Hyperloop, die Firma für Solarstromanlagen Solarcity und sein Engagement für den Elektroautohersteller Tesla Motors bekannt ist. Ein "Träumer mit guten Absichten", der ehrgeizig, launenhaft und unerbittlich ist. Musk ist besessen von seinen Ideen und bereit, jede erdenkliche Menge an Arbeit in ein Projekt zu stecken.

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Elon Musk ist ein Visionär und Erfinder. Vor dem Hintergrund der im Jahr 2000 platzenden Dotcom-Blase beschreibt Vance den Aufstieg dieses Mannes. In einer neuen Realität, in der Risikobereitschaft oft nicht über eine App-Entwicklung hinausreicht, gehe Musk aufs Ganze: "Musk baut allen Ernstes eine Raketenfabrik, mitten in Los Angeles. Und er stellt nicht eine Rakete her. Nein. Er baut eine Reihe verschiedener Raketen, entwickelt sie von Grund auf neu."

Seinen Mitarbeitern verlangt er alles ab, Fehler werden nicht toleriert. Manche Arbeitskollegen liebten ihn für seine Überzeugungen. "Andere hassen ihn, bleiben aus Respekt vor seiner Unermüdlichkeit und Vision aber seltsam loyal", schreibt Vance.

Gewächshaus auf dem Mars

Bei seinen Unternehmen setzt Musk auf die Arbeitsweise des Silicon Valley - unkonventionell und schnell - und wendet sie in der Produktion an. Er macht alles anders als die Konkurrenz, designt Komponenten von Grund auf neu und fertigt sie in den USA. Seine Bereitschaft, das Unmögliche zu probieren, habe ihn zu einer Art Gottheit im Silicon Valley gemacht: "Musk ist eine Science-Fiction-Version von P. T. Barnum, der unglaublich reich wurde, indem er die Angst und Selbstverachtung der Leute ausnutzte: Kauf einen Tesla. Vergiss für eine Weile, welche Sauerei du auf dem Planeten angerichtet hast", schreibt Vance.

Nach dem Verkauf von Paypal und mit 180 Millionen Dollar in der Tasche zieht Musk nach Los Angeles. Er glaubt an eine größere Bestimmung, als Internet-Services zu erfinden. Er hängt seinen Kindheitsfantasien über die Raumfahrt nach und fasst einen Plan, den er "Mars Oasis" nennt: ein robotergesteuertes Gewächshaus soll zum Roten Planeten geschickt werden. Das Treibhaus würde sich vor Ort öffnen, Marserde ins Innere schaufeln, in der schließlich eine Pflanze wachsen und Sauerstoff produzieren sollte. Erdlinge könnten über einen Videofeed dabei zusehen. Dass Marserde toxisch ist, scheint das kleinste der Probleme.

Tatsächlich versuchen Musk und sein Team mehrmals, in Russland eine Rakete zu erwerben - ohne Erfolg. "Einer der Chefdesigner spuckte Elon und mich an, weil er dachte, wir würden ihn verarschen", erzählt Jim Cantrell, der mit Musk anreiste und Erfahrung mit Regierungsprojekten hatte. Auf dem Rückflug rückt Musk schließlich mit einer Excel-Datei heraus, an der er monatelang gearbeitet hatte. Mit der Ankündigung "Hey, Leute, wir können diese Rakete selbst bauen" präsentiert er eine detaillierte Aufstellung aller zu erwartenden Material-, Produktions- und Testkosten. Mit dem Bau einer nur mittelgroßen Rakete will er die Konkurrenz, die kleinere Satelliten und Forschungsnutzlasten in die Erdumlaufbahn transportiert, preislich unterbieten. Seinen ersten Mitarbeitern gegenüber zieht Musk einen Vergleich zu einer beliebten US-Billigfluglinie: Space Exploration Technologies - kurz SpaceX - solle die "Southwest Airlines des Weltraums" werden.

Raketenbau nach Silicon-Valley-Rezept 

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RobertFr 05. Jun 2015

Ach echt? Es kommt auch immer ganz darauf an, für wie ernst und wichtig man sich selbst...

AndyMt 01. Jun 2015

Das Geld hatte Musk anfangs auch nicht - eigentlich hatte er gar keines. Das Geld hat er...

azeu 01. Jun 2015

Dich eingeschlossen?

Ach 30. Mai 2015

Ich kann nicht ganz nachvollziehen auf wen genau du dich mit der Aussage beziehst, auf...

nelret 29. Mai 2015

Die Triebwerkstechnik kommt ohne flüssigen Wasserstoff aus sondern verwendet Kerosin...



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