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Das neue BFR Raumschiff ist deutlich kleiner und einfacher als das Alte.
Das neue BFR Raumschiff ist deutlich kleiner und einfacher als das Alte. (Bild: SpaceX)

Elon Musk: Eine Rakete, ein Raumschiff, ein Ziel und viele Lücken

Das neue BFR Raumschiff ist deutlich kleiner und einfacher als das Alte.
Das neue BFR Raumschiff ist deutlich kleiner und einfacher als das Alte. (Bild: SpaceX)

Mit einem kleineren Raumschiff will SpaceX nun nicht nur zum Mars, sondern auch zum Mond. Die Pläne werden kleiner, die Technik macht Fortschritte, aber die Finanzierung ist immer noch offen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Etwas ganz Besonderes hat Elon Musk für seinen Vortrag auf dem internationalen astronautischen Kongress (IAC) versprochen. Einen Plan, der tatsächlich finanzierbar sei. Als der SpaceX-Chef im vergangenen Jahr seine Pläne für ein Mars-Raumschiff vorstellte, sollte es mit einer Rakete fliegen, die mehr als dreimal so schwer wie die größten Raketen aller Zeiten sein sollte. Die Finanzierung dafür stand noch aus und erwies sich als wohl unmöglich. Musk hat nachjustiert: Nach den neuen Plänen ist die Rakete nur noch halb so groß.

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Das galt auch für die Präsentation: Musk wirkte zunächst geistesabwesend. Stunden zuvor hatte er eine angesetzte Pressekonferenz wegen einer kurzfristigen Angelegenheit abgesagt. Die möglicherweise privaten Hintergründe sind unbekannt, sie könnten aber eine gewisse Halbherzigkeit der Präsentation erklären. Das gilt nicht für die längst vorbereiteten Inhalte der Präsentation, die weit weniger konkret waren, als die Ankündigung vermuten ließ.

Das Raptor-Triebwerk kommt voran

Noch am klarsten wurden dem Publikum die Fortschritte in der Entwicklung einzelner Komponenten. Der im vergangenen Jahr vorgestellte Kohlefasertank für 1.200 Tonnen flüssigen Sauerstoff wurde erfolgreich getestet und am Ende absichtlich zum Platzen gebracht. Er soll dabei 100 Meter hoch in die Luft geflogen sein. Die Entwicklung des Raptor-Triebwerks, auf dem die nächste Generation der Raketen und Raumschiffe von SpaceX basieren soll, kommt voran.

SpaceX hat 42 Triebwerkstests mit einer Gesamtdauer von 1.200 Sekunden durchgeführt. Anders als im vergangenen Jahr kam dabei der volle Brennkammerdruck von 250 Bar zum Einsatz. Erst in der Weiterentwicklung soll der ursprünglich geplante Druck von 300 Bar erreicht werden, von dem Schub und Effizienz des Triebwerks abhängen.

Weniger Schub, weniger Triebwerke

Das Grundkonzept des jetzt wieder BFR (Big F*** Rocket) genannten Raumschiffs entspricht dem vom vergangenen Jahr, ist aber verkleinert und vereinfacht worden. Da der Schub der Raptor-Triebwerke niedriger als 2016 geplant ausfällt, konnte die Zahl der Triebwerke nicht halbiert werden. Die erste Stufe hat immer noch 31 Triebwerke anstatt vormals 42, obwohl das Startgewicht von 10.500 Tonnen auf 4.400 Tonnen sank. Die erste Stufe fliegt wie gehabt zur Erde zurück und landet senkrecht, ohne Landebeine, auf der Startrampe. Die demonstrierte Präzision der Landungen mit der Falcon 9 gibt SpaceX die Zuversicht, dieses Verfahren umsetzen zu können.

Weitere Details waren zur ersten Stufe nicht zu erfahren. Weder sprach Musk darüber, wie oft sie wiederverwendet werden kann, und was dafür nötig ist, noch darüber, wie viel der Prozess kostet. Dabei bestimmen diese Fragen, wie teuer ein Flug mit dem Raumschiff werden wird. Musk präsentierte lediglich eine Grafik von Raketen, geordnet nach Grenzkosten pro Flug, also den Kosten, die ein Flug zusätzlich zu allen anderen ohnehin anfallenden Kosten verursacht. Dabei lag die BFR noch unterhalb der Falcon-1, was Zusatzkosten von unter 7 Millionen US Dollar pro Flug entspräche.

Die zweite Stufe bleibt am Raumschiff

Die zweite Raketenstufe und das Raumschiff werden nicht getrennt, sie fliegen in einem Stück in den Orbit und auch wieder zurück. Das Raumschiff soll 48 Meter lang und vollgetankt 1.100 Tonnen schwer sein. Es wird sechs Triebwerke haben, von denen zwei für den Flug in der Atmosphäre optimiert sind. Eines der beiden soll für eine sichere Landung ausreichend sein. Musk hofft auf ein Leergewicht von 85 Tonnen, gab aber zu bedenken, dass dieser Wert wahrscheinlich steigen werde.

Je mehr die Leermasse steigt, desto weniger Nutzlast kann das Raumschiff transportieren. Derzeit soll es 150 Tonnen in einen niedrigen Erdorbit bringen können. Höhere Orbits soll es nur mit Auftanken erreichen können. Die dafür nötige Technik zum automatischen Andocken wird bereits jetzt mit den Dragon-Raumschiffen entwickelt und erprobt. Einmal vollgetankt wird es aber in der Lage sein, die 150 Tonnen Nutzlast bis zum Mars zu bringen.

Die Form des Raumschiffs wurde deutlich vereinfacht. Anstatt der komplizierten dreieckigen Form aus dem vergangenen Jahr ist es jetzt zylinderförmig und benutzt einen einfachen Deltaflügel, um sich in der Atmosphäre stabilisieren und manövrieren zu können. Zusammen mit dem Hitzeschutzschild soll es dadurch auf Erde, Mond und Mars landen können. Spätestens seit dem Vertrag zum Flug von Touristen um den Mond gehört auch dieser zu den Zielen von SpaceX. Für den kurzen Flug zum Mond scheint das Raumschiff auch viel eher ausgelegt zu sein als für monatelange Flüge zum Mars.

Ohne nachzutanken auf den Mond und zurück - und Mars one way 

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Thorsten785 07. Okt 2017

Jepp, danke für den Tipp !

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ArcherV 03. Okt 2017

Und wenn man statt Wasserstoff die Methantriebwerke verwendet? Klappt in KSP doch auch :D

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SzSch 03. Okt 2017

Ein -F+E Furz in D-Moll der so stark humpelt das ich ihn hiermit Offiziell erschossen habe.

Themenstart

Wurzelgnom 02. Okt 2017

Billiger als ein Flug mit der Concorde, finde die Quelle aber nicht mehr...

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Frank... 01. Okt 2017

Es ging nicht um Methalox, sondern nur um den Methananteil. Bei einem Verhältnis von 1:4...

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