Satellitensignale können womöglich Standorte preisgeben
Das System funktioniert nicht allein über Satelliten. Es ist zwar das Ziel, dass die Satelliten alle untereinander kommunizieren können, bislang ist das aber nur bei einigen der rund 2.000 Satelliten, die SpaceX dafür bisher in die Umlaufbahn geschossen hat, der Fall. Deshalb sind noch Bodenstationen nötig. Das Signal der Satelliten wird zu den ground stations am Boden und von dort wieder zurück in die Umlaufbahn gesendet, bis es über diesen Zick-Zack-Kurs zu seinem eigentlichen Ziel gelangt.
Dass es diese Bodenstationen nicht überall auf der Welt gibt, ist wohl ein Grund dafür, dass Starlink nicht überall auf der Welt verfügbar ist. In Deutschland etwa startete das System im vergangenen Jahr. Und es war wohl auch der Grund dafür, dass Musk eine Bitte aus Tonga, wo nach einem Vulkanausbruch das Internetkabel zerstört war, zunächst zurückhaltend beantwortete.
Laut einer inoffiziellen Übersicht befindet sich keine Bodenstation in der Ukraine, aber eine in Polen und eine in der Türkei. Das reicht offenbar: Oleg Kutkow, ein ukrainischer Astronom, schrieb auf Twitter, dass er eine Verbindung zum Starlink-System habe herstellen können. Die dazu nötige Satellitenschüssel stammt allerdings nicht aus dem Lastwagen, den Digitalminister Fedorow fotografiert hat. Kutkow hatte sich das Gerät schon vor Monaten bestellt, schreibt er bei Twitter, "für Forschung und Experimente".
Wie die nun gelieferten Schüsseln verteilt werden, an wen und wie viele es sind - das ist im Moment unklar. Sollte damit eine flächendeckende Versorgung mit Internet angestrebt werden, müssten sehr viele Geräte geliefert werden. Grundsätzlich funktioniert Starlink so, dass zu jedem Anschluss eine Satellitenschüssel, vom Unternehmen Dishy genannt, gehört. Es würde sich dann auch die Frage stellen, ob die Schüsseln und der Service eigentlich ein Geschenk sind: Immerhin rund 500 Euro kostet die Hardware regulär, 99 Euro pro Monat der Anschluss.
Möglicherweise sollen die Schüsseln eher dafür eingesetzt werden, Regierungsinstitutionen, das Militär und andere wichtige Einrichtungen am Netz zu halten. Wie gut sie dafür geeignet sind, wird sich erst zeigen müssen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Elon Musk: Eine Ladung Internet | Wie gut eignet sich Starlink für militärischen Einsatz? |










Fangen wir mal hier bei deiner technischen Unkenntnis und Möglichkeiten an. Russland hat...
Elon Musk hat auf Twitter gerade davor gewarnt das Starlink ein Ziel sein könnte... so...
Eutelsat KA-SAT 9A ist auch 2010 von den Russen transportiert worden. Also quasi die...
Wenn Musk twittert, dann hört gefühlt die halbe Welt hin. Wenn Amazon was verkündet...