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Entscheidende Rolle von Starlink in der Ukraine

So hofft er auf der einen Seite auf eine schnelle Beendigung des Krieges, auf der anderen Seite trägt er mit Starlink zu den Erfolgen der Ukraine bei, was wiederum den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer weiteren Eskalation treiben könnte.

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Musks Angaben zufolge befinden sich inzwischen 25.000 Terminals in der Ukraine, was das Unternehmen mehr als 80 Millionen US-Dollar gekostet habe. Darüber hinaus habe er SpaceX und sich selbst der "ernsthaften Gefahr eines russischen Cyberangriffs ausgesetzt". Berichte, wonach Starlink beim Vorrücken der ukrainischen Armee teilweise nicht funktioniert habe, wollte Musk nicht kommentieren.

Hat Musk mit Putin gesprochen?

Auf die Frage, ob er jemals persönlich mit Putin gesprochen habe, antwortete Musk am 6. Oktober 2022: "Wir sprachen im vergangenen Jahr per Videokonferenz miteinander." Doch nun behauptet der Gründer der Politrisiko-Beratung Eurasia Group, Ian Bremmer, dass Musk ihm in einem Gespräch gesagt habe, kürzlich mit Putin direkt über den Ukrainekrieg gesprochen zu haben.

Dabei habe Putin die "roten Linien" des Kreml erläutert, schrieb Bremmer in einem Newsletter, aus dem Vice.com zitierte. Demnach sei Putin zu Verhandlungen bereit, wenn die seit 2014 von Russland besetzte Krim russisch bleibe und die Ukraine die Annektion ihrer Gebiete durch Russland akzeptiere. Zudem habe Putin mit Atomschlägen gedroht, falls die Ukraine die Halbinsel Krim besetze. Musk dementierte auf Twitter umgehend den Bericht und behauptete, zuletzt mit Putin vor anderthalb Jahren über Raumfahrtthemen gesprochen zu haben.

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Darüber hinaus schreibt Bremmer, dass Musk nach eigenen Angaben den Vorschlag der Ukraine abgelehnt habe, Starlink für die Krim freizuschalten. Sollte diese Behauptung zutreffen, könnte dahinter Musks Befürchtung stecken, zunehmende ukrainische Angriffe auf die Krim könnten einen Atomschlag Russlands zur Folge haben.

China missbilligt Starlink-Einsatz

Außerdem räumte Musk in einem Interview mit der Financial Times (Paywall) ein, dass China den Einsatz von Starlink in der Ukraine "missbilligt" habe. Es wäre sehr bedenklich, wenn Pekings Einfluss schon so weit ginge, dass Musk deswegen das System in der Ukraine abschalten würde.

Wenig überraschend ist hingegen, dass Peking die Zusicherung verlangt haben soll, dass Musk Starlink nicht in China auf den Markt bringen wolle. Die chinesische Regierung möchte natürlich alle Möglichkeiten unterbinden, mit denen die Bürger die Große Firewall umgehen und einen unzensierten Internetzugang erlangen könnten.

Die Beispiele zeigen: Eine Firma wie Starlink spielt inzwischen eine wichtige militärische Rolle. SpaceX trägt wiederum dazu bei, die Abhängigkeit der westlichen Raumfahrt von russischen Trägerraketen zu verringern. Auf der anderen Seite ist Tesla derzeit jedoch stark von seinem Produktionsstandort Schanghai abhängig. Dort könnten jährlich mehr als eine Million Elektroautos vom Band laufen. Zudem ist China ein wichtiger Absatzmarkt.

Musk bewundert nicht nur die chinesische Führung, sondern auch die dortige Arbeitsmoral.

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