Elon Musk: Deutsche Nutzer ziehen sich von X/Twitter zurück
Nutzer in Deutschland verbringen weniger Zeit auf X (ehemals Twitter). Das ergab eine Umfrage von Bitkom Research, die am 10. November 2023(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt wurde.
Unter den aktiven Nutzern haben 19 Prozent das Posten oder Teilen von Beiträgen ganz eingestellt, weitere 22 Prozent gaben an, weniger Beiträge zu posten als vor der Übernahme durch Elon Musk.
Fast die Hälfte (46 Prozent) der X-Nutzer sind der Ansicht, seit der Übernahme hätten Hate Speech und Desinformation zugenommen. 55 Prozent betonen jedoch, die Plattform erleichtere ihnen den Zugang zu Nachrichten und Informationen abseits des Mainstreams.
Einschränkungen seitens Twitter wirkten sich auch auf das beliebte Tool Tweetdeck aus. Weltweit beklagten Nutzer im Juli 2023, dass nur noch Übersichtsseiten mit leeren Spalten angezeigt würden.
Hintergrund der Probleme waren wohl die Leselimits, die Musk eingeführt hatte. Für angemeldete Nutzer soll das Limit bei 1.000 Tweets pro Tag liegen. Das Tool wurde danach kostenpflichtig.
Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten verbringt seit der Übernahme vor rund einem Jahr weniger Zeit auf X. Befragt wurden 1.037 Nutzer, die Studie ist nach den Angaben repräsentativ. Nach einer früheren Umfrage wendet sich auch ein Teil der Unternehmen in Deutschland von der Social-Media-Plattform ab.
Elon Musk: Widerspruch wird nicht geduldet
Nach einer Diskussion im November 2022 über mögliche Probleme mit der Android-App von Twitter entließ Musk den Entwickler Eric Frohnhoefer, weil dieser ihm öffentlich darin widersprochen hatte, wie viele Remote Procedure Calls (RPC) die App aufrufe.
Im Dezember des Vorjahres wurde Musk fast fünf Minuten lang(öffnet im neuen Fenster) in der Dave-Chappelle-Show in San Francisco ausgebuht.
Seit sich Musk immer offener zu rechtslibertären Positionen bekennt(öffnet im neuen Fenster), sinkt sein Ansehen weiter. Ende September teilte Musk einen Tweet, in dem sich ein X-Nutzer für die AfD einsetzte.
Ob die "deutsche Öffentlichkeit" wisse, fragte Musk, dass gerade acht deutsche Schiffe Flüchtende aus dem Mittelmeer retten würden? In einer nachfolgenden Auseinandersetzung mit dem Auswärtigen Amt beschrieb Musk Seenotrettung als Invasion.
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