Elon Musk: Der fast perfekte (Film-)Bösewicht

Nerdiger Startup-Entrepreneur war Elon Musk gestern. Heute ist er ein Hollywood-affiner Mega-Multi-Unternehmer mit Privatjet. Bis zum Schurken sind es nur noch wenige Schritte.

Eine Glosse von Dirk Kunde veröffentlicht am
Ein Mann, der Großes vorhat
Ein Mann, der Großes vorhat (Bild: Suzanne Cordeiro / AFP via Getty Images)

Mit weißer Katze auf dem Schoß in einem übergroßen Sessel kann man sich Elon Musk nicht vorstellen. Aber wie er da bei der Fabrikeröffnung in Austin auf der Bühne steht, die Arme in die Luft gestreckt, mit ernster Miene, dunkler Sonnenbrille und Cowboyhut, das hat schon etwas Schurkenhaftes.

Inhalt:
  1. Elon Musk: Der fast perfekte (Film-)Bösewicht
  2. Bei Mad-Max-Dreharbeiten übrig geblieben

Ernst Stavro Blofeld war sicher ein Guter, bevor er James Bond nach dem Leben trachtete, auch Simon Peter Gruber aus Stirb Langsam war nicht immer fies und hatte lange nichts gegen John McClane. Irgendwann ist aber ein Wendepunkt erreicht, an dem ein guter Mensch mit hehren Zielen zu einem Schurken mit übergroßem Ego und Allmachtsphantasien wird.

Vielleicht denke nicht nur ich hier an Elon Musk. Für mich sind Vorzeichen eindeutig, es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Dass Elon Musk eigentlich ein guter Mensch mit lobenswerten Zielen ist, steht außer Frage. Zumindest wenn man seine Fans fragt. Der gebürtige Südafrikaner schart immer mehr treue Anhänger um sich, die ihm wie einem Messias huldigen. Doch inzwischen hat der Unternehmer eine bunte Mischung an Firmen etabliert, die sich auch für böse Zwecke nutzen lassen.

Stellenmarkt
  1. SAP ABAP Backend Entwickler (m/w/d)
    Digital Building Solutions GmbH, Sendenhorst (Münster)
  2. Softwareentwickler Python (w/m/d) - Applikationen für Solar- und Windleistungsprognosen
    energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
Detailsuche

Die Parallelen zu bekannten Filmvorbildern sind so offensichtlich, dass auch Musk sie sehen müsste, schließlich hat er ein Faible für die Traumfabrik. Teile von Iron Man wurden in Space-X-Hallen gedreht, er absolvierte Kurzauftritte in Iron Man 2 und The Big Bang Theory, es gibt Pläne für ein Tesla-Autokino in Hollywood. Musk besitzt den Lotus Esprit, der in James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte im Meer abtauchte. Der Unternehmer war zweimal mit der britischen Schauspielerin Talulah Riley verheiratet und hatte kurzzeitig eine Beziehung mit Johnny Depps Ex, der Schauspielerin Amber Heard.

Erde zerstört. Auf zum Mars!

Aber genügt ein Faible für Filme und Schauspielerinnen für meine gewagte Vorhersage? Nein - seine Pläne für die Besiedlung des Mars aber schon eher. Wer will schon auf dem Roten Planeten mit gerade einmal 0,146 Prozent Sauerstoff in der Atmosphäre leben? Nur jemand, der die Erde in einem unbewohnbaren Zustand hinterlassen hat.

Das ist auch der rote Faden der James-Bond-Reihe: Immer geht es um Weltherrschaft und Zerstörung. In Der Spion, der mich liebte will Bösewicht Stromberg einen Atomkrieg provozieren und eine neue Zivilisation auf dem Meeresboden begründen. In Moonraker verschwindet ein Raumgleiter von Drax Industries. Die Parallelen zu Space X liegen auf der Hand.

In Goldeneye geht es um die Satelliten Petya und Mischa. Sie tragen Raketen, die mithilfe elektromagnetischer Impulse die Finanzmetropole London lahmlegen sollen. Was sind schon zwei große Satelliten, wenn man 12.000 kleine in einem erdnahen Orbit kreisen lassen kann? Soll Starlink wirklich nur für schnellere Internetverbindungen auf der Erde sorgen?

Aber es geht noch weiter: Um Bitcoin-Kurse zu manipulieren, könnte Musk wie Zorin Industries in Im Angesicht des Todes das Silicon Valley überfluten. Oder durch eine Nuklearexplosion den Ölpreis in die Höhe treiben - wie in Die Welt ist nicht genug.

Strange Days und Total Recall lassen grüßen

Natürlich hat noch niemand die einzelnen Punkte zu einem Gesamtbild verbunden. Wer es entdeckt, lernt Neuralink kennen. Mit diesem Musk-Unternehmen lässt sich das menschliche Gehirn manipulieren. Die Idee könnte direkt aus einem Actionfilm stammen. Strange Days und Total Recall lassen grüßen.

Neuralink schafft die Verbindung zwischen Gehirn und Computer. Werden Menschen so zu Robotern? Mit der künstlichen Intelligenz aus den E-Autos arbeitet Musk bereits am Tesla-Bot. Beim ersten Auftritt steckte noch ein Mensch im Bot-Kostüm. Doch wer I, Robot gesehen hat, weiß, wo das enden wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Bei Mad-Max-Dreharbeiten übrig geblieben 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Achranon 27. Jun 2022 / Themenstart

Wobei der Anzug in der Realität so eh nie funktionieren könnte. Niemand könnte jemals...

Achranon 27. Jun 2022 / Themenstart

Die Frage wäre was für ein Motiv Elon Musk haben könnte zum wirklichen Bond Bösewicht zu...

nomorenoless 22. Jun 2022 / Themenstart

Macht er ja schon: Starlink. Dafür sind sie ja auch nicht primär gedacht, sondern dass...

GwhE 21. Jun 2022 / Themenstart

Als Trump als Präsidentschaftskandidat angetreten ist habe ich das selbe gedacht ;)

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Return to Monkey Island
Gameplay-Trailer zeigt neuen Guybrush Threepwood

Das dürfte nicht nur für Begeisterung sorgen: Erstmals ist Gameplay aus dem nächsten Monkey Island zu sehen - und die Hauptfigur.

Return to Monkey Island: Gameplay-Trailer zeigt neuen Guybrush Threepwood
Artikel
  1. Raumfahrt: US-Raumfrachter Cygnus führt ISS-Bahnkorrektur durch
    Raumfahrt
    US-Raumfrachter Cygnus führt ISS-Bahnkorrektur durch

    Der Westen kann auch ohne russisches Raumfahrzeug Bahnkorrekturen der ISS durchführen.

  2. WIK: Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern
    WIK
    Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern

    Werden Contentanbieter wie Netflix in Europa gezwungen, sich am Netzausbau zu beteiligen, schadet das am Ende den Nutzern. Das ergibt eine Analyse des WIK.

  3. Subventionen: Lindner will lieber Kitas als Elektroautos fördern
    Subventionen
    Lindner will lieber Kitas als Elektroautos fördern

    In der Debatte um die künftige Förderung von Elektroautos legt Finanzminister Christian Lindner nach. Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Top-TVs bis 57% Rabatt • PS5 bestellbar • MindStar (Palit RTX 3080 Ti 1.099€, G.Skill DDR5-5600 32GB 189€) • Lenovo 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 339,94€ • Corsair Wakü 236,89€ • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Alternate (Team Group SSD 1TB 119,90€)[Werbung]
    •  /