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Elon Musk bekräftigt: Starlink bleibt in der Ukraine aktiv

Elon Musk hat auf X versichert, dass er den Starlink-Dienst in der Ukraine unter keinen Umständen abschalten werde.
/ Michael Linden
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Starlink-Antenne im Februar 2023 in der Ukraine (Bild: Asuyoshi Chiba/AFP via Getty Images)
Starlink-Antenne im Februar 2023 in der Ukraine Bild: Asuyoshi Chiba/AFP via Getty Images

Nach der Einstellung der militärischen Unterstützung der USA für die Ukraine werden immer wieder Befürchtungen laut, dass Elon Musk auch Starlink für die Ukraine abschalten könnte. Dem widerspricht der Milliardär nun öffentlich: "Egal, wie sehr ich mit der Politik der Ukraine nicht einverstanden bin, Starlink wird niemals seine Terminals abschalten" , erklärte Musk in einem Beitrag. Er betonte weiter, dass sein Unternehmen dies "niemals tun oder als Druckmittel einsetzen" würde.

Die Sorge vor einer Abschaltung von Starlink entstand vor dem Hintergrund, dass die neue US-Regierung unter Donald Trump der Ukraine militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung verweigert.

Starlink spielt eine zentrale Rolle für das ukrainische Militär, insbesondere für dessen Drohneneinsätze. Es ermöglicht eine Echtzeitverbindung zwischen den Kampf- und Aufklärungseinheiten und den Kommandozentralen. Auch die ukrainischen Drohnenboote werden mithilfe von Starlink kontrolliert.

Musk selbst hatte zuvor Spekulationen über eine mögliche Abschaltung befeuert. In einem früheren Beitrag auf X unterstrich er die Bedeutung des Systems(öffnet im neuen Fenster) mit den Worten: "Wenn ich es abschalten würde, bräche ihre gesamte Front zusammen."

Diplomatische Spannungen zwischen Polen und den USA

Diese Aussage führte zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski. Dieser wies darauf hin(öffnet im neuen Fenster) , dass Polen für die Starlink-Dienste in der Ukraine bezahle und deutete an, dass bei Unzuverlässigkeit ein anderer Anbieter in Betracht gezogen werden müsste.

Musk reagierte mit einer scharfen Erwiderung: "Sei still, kleiner Mann. Ihr bezahlt nur einen kleinen Teil der Kosten. Es gibt keinen Ersatz für Starlink." Damit hat er nach Aussage einiger Experten recht(öffnet im neuen Fenster) .

US-Außenminister Marco Rubio schaltete sich ebenfalls ein(öffnet im neuen Fenster) und warf Sikorski vor, Behauptungen zu erfinden. Niemand habe damit gedroht, die Ukraine vom Satellitendienst abzuschneiden. Rubio betonte, dass ohne Starlink die Ukraine den Krieg vermutlich bereits verloren hätte.

In der Zwischenzeit erregte auch US-Präsident Trump mit einer weiteren Äußerung Aufsehen. In einem Interview mit dem Sender Fox News(öffnet im neuen Fenster) antwortete er auf die Frage, ob er sich damit wohlfühle, dass er die Hilfen für die Ukraine gestoppt habe: "Nun ja, sie wird vielleicht ohnehin nicht überleben."

Die Unterstützung für die Ukraine seitens der USA wurde vollständig eingestellt. Das Weiße Haus begründete diesen Schritt damit, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Friedensverhandlungen bewegen zu wollen – wohlgemerkt ist die Ukraine das Opfer des russischen Angriffskriegs.


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