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Elliott: Gefürchteter Hedgefonds will Höttges' Fusion mit T-Mobile verhindern

Ein destruktiver Hedgefonds hat sich bei der Telekom eingenistet. Wird sich Tim Höttges in seinen letzten Jahren an der Konzernführung Elliott Investment unterordnen?
/ Achim Sawall
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Paul Singer von Elliott Management im Jahr 2025 (Bild: Reporting By Jordan Blum/Fortune via Reuters Connect)
Paul Singer von Elliott Management im Jahr 2025 Bild: Reporting By Jordan Blum/Fortune via Reuters Connect

Der aktivistische Hedgefonds Elliott Investment Management habe einen bedeutenden Anteil an Aktien der Deutschen Telekom aufgebaut. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung(öffnet im neuen Fenster) auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die genaue Höhe der Beteiligung sei bisher unter der Meldeschwelle von 3 Prozent geblieben.

Vulture Fund (Geier-Fonds), Corporate Raider (Unternehmensplünderer) oder Cash Extractor nennen Kritiker wie die US-Gewerkschaft CWA Elliott Investment. Elliott, einer der wichtigsten Spender an die Republikaner und die rechtsextreme Maga-Bewegung dringt darauf, dass die Telekom ihre Pläne für eine vollständige Verschmelzung mit der US-Tochter T-Mobile US aufgibt.

Elliott Investment saugt Unternehmen leer

Elliott Investment unter der Führung von Paul Singer ist für sein destruktives Vorgehen gefürchtet: Man kauft sich gezielt bei Unternehmen ein, die nach eigener Analyse unterbewertet sind oder Managementfehler aufweisen, um zusammen mit anderen Großanlegern massiven Druck auf den Vorstand auszuüben. Barmittel sollen statt in die Unternehmensentwicklung an Aktionäre ausgeschüttet werden, Konzernteile will man abspalten, um "versteckte Werte" freizusetzen.

Der J.P.-Morgan-Analyst Akhil Dattani erklärte in einer Mitteilung: "Aktivistische Investoren könnten die DT dazu zwingen, sich dieser Debatte zu stellen. Sei es, indem sie ihr Interesse an einer Fusion eingesteht und die Logik dahinter erläutert, oder indem sie eine solche Transaktion förmlich ausschließt". Das Management der Telekom lehnte bisher jeden offiziellen Kommentar zu den Fusionsplänen mit T-Mobile vehement ab.

Dattani wies darauf hin, dass sich die Telekom bereits verpflichtet habe, in diesem Jahr eigene Aktien im Wert von bis zu 5 Milliarden Euro, und damit rund 4 Prozent des Aktienkapitals, zurückzukaufen.

Telekom-Konzernchef Tim Höttges plant, die neu entstehende Holding laut unbestätigten Berichten sowohl an der Nasdaq als auch in Europa zu notieren, damit sowohl US-amerikanische institutionelle Anleger als auch europäische Aktionäre dabeibleiben. Durch die Komplettübernahme/Verschmelzung würden die US-Gewinne komplett in die zentrale Konzernkasse fließen. Damit könnten weltweite Investitionen, der Schuldenabbau oder Dividenden aus den USA querfinanziert werden.

Höttges verfolgt das Ziel, einen globalen Marktführer zu formen, der mit den weltgrößten Anbietern konkurrieren kann. Nach Informationen aus Branchenkreisen wird intern über ein Modell nachgedacht, dessen neuer Hauptsitz eine gemeinsame Holding in Irland oder der Schweiz sein könnte. Gleichzeitig betonen andere Quellen, dass das operative Zentrum des Unternehmens weiterhin in Bonn verbleiben solle. Höttges wird in wenigen Tagen 64, sein Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Telekom läuft noch bis Ende 2028; eine Verlängerung wurde bislang nicht thematisiert. Er ist nicht der Typ, der sich von einem US-Hedgefonds aufhalten lässt – zugleich verbeißt er sich auch nicht in für die Telekom unerreichbare Ziele.


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