Elizabeth Warren: Zerschlagung von Amazon, Google und Facebook gefordert

Eine der einflussreichsten Politikerinnen der USA will Amazon, Google und Facebook zerschlagen. Mit dieser Forderung hofft die Senatorin Elizabeth Warren auch Unterstützer für ihre Kandidatur zur US-Präsidentschaft zu gewinnen. Auch Apple sei davon betroffen.

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US-Politikerin Elizabeth Warren Anfang März 2019 bei einer Rede in New York
US-Politikerin Elizabeth Warren Anfang März 2019 bei einer Rede in New York (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Traditionell gelten in den USA die meisten Onlinefirmen inklusive Amazon, Facebook und Google als Unterstützer der Demokratischen Partei. Trotzdem dürfte es eine Politikerin der Partei schwer haben, von den Konzernen Hilfe zu bekommen, obwohl sie die wohl durchaus gebrauchen könnte: Elizabeth Warren, die Senatorin von Massachusetts. Warren hat kürzlich ihre Absicht erklärt, im Jahr 2020 gegen den mutmaßlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump um die US-Präsidentschaft zu kämpfen.

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Nun fordert Warren in einem Gastbeitrag auf der US-Bloggingplattform Medium die Zerschlagung von Amazon, Facebook und Google. Weitere Firmen - etwa Apple - nennt die Politikerin nicht. Allerdings dürfte der Kreis der betroffenen Unternehmen größer sein als die drei genannten, weil Warren vorschlägt, dass Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 25 Milliarden US-Dollar für eine Zerschlagung infrage kommen. Konkret soll ab dieser Größenordnung untersucht werden, ob der Konzern einen Marktplatz oder eine Plattform anbietet, über die sich Dritte vernetzen können - womit etwa Facebook gemeint wäre.

Ist das der Fall, sollen die Firmen geteilt werden: In einen Teil, der primär für die technische Infrastruktur zuständig ist und in einen Teil, der sich um die Inhalte kümmert. Diese müssten allen Interessierten diskriminierungsfrei zur Verfügung stehen, Daten dürften nicht mehr mit anderen Unternehmen geteilt werden. Diese inhaltlichen Vorgaben sollten nach Meinung von Warren auch für Firmen mit einem Umsatz zwischen 90 Millionen US-Dollar und 25 Milliarden US-Dollar gelten.

Warren schlägt auch vor, dass Beteiligungen wie die von Amazon an der Supermarktkette Whole Foods oder die von Facebook an Instagram und Whatsapp wieder rückgängig gemacht werden. Sie begründet ihre Forderungen vor allem damit, dass die Plattformen zu mächtig geworden sind und zu starken Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung haben. Außerdem würden neue, aufstrebende Firmen gegen die geballte Marktmacht zu wenig Chancen zur Entfaltung haben.

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Die Politikerin schreibt selbst, dass es schwierig sein wird, die Forderungen umzusetzen. Wenn, dann werde das ihrer Auffassung nach nur mit einer Grassroots-Bewegung zu machen sein. Unterstützer bittet sie, eine von ihr initiierte und verlinkte Petition zu unterzeichnen.

Nachtrag vom 10. März 2019, 10:36 Uhr

Auf Nachfrage des US-Magazins The Verge bestätigte Warren, dass auch Apple von dem Vorschlag betroffen sei. "Apple muss von seinem App-Store getrennt werden." Man könne entweder eine Plattform betreiben oder selbst darauf etwas anbieten. "Beides ist nicht gleichzeitig möglich", sagte die Senatorin. Es habe keinen besonderen Grund gegeben, dass sie Apple in einem Beitrag auf Medium nicht erwähnt habe.

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janoP 16. Mär 2019

Du hast wohl die prinzipien freier Marktwirtschaft nicht verstanden? Die aktuelle...

Ach 13. Mär 2019

Warren erklärt etwas detaillierter ihre Vorstellungen und Ziele : => Full interview of...

phade 12. Mär 2019

Hatte man nicht mal Microsoft zu was gezwungen, als deren Browser einen zu grossen...

zuschauer 11. Mär 2019

Ich wäre lieber von den berechenbaren Chinesen abhängig, als mich in den Rachen der...



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