Elizabeth Warren: Musk bekommt Ärger wegen Vernachlässigung von Tesla

Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren hat nach einem Bericht der New York Times (öffnet im neuen Fenster) in einem Brief ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) an den Tesla-Vorstand gefragt, ob die Tesla-Investoren durch die Zeit, in der Elon Musk Twitter leitet, geschädigt wurden. Der Aktienkurs von Tesla halbierte sich im Jahresvergleich. Außerdem fragte Warren, ob Musk Personalressourcen von Tesla durch deren Einsatz bei Twitter veruntreut habe(öffnet im neuen Fenster) .
Warren wollte wissen, ob das Abziehen von Ressourcen von Tesla – einschließlich Software-Ingenieuren und leitenden Angestellten – dem Automobilhersteller schadet. In ihrem Brief stellte die Senatorin auch in Frage, ob Musks Behauptung, dass deren Wechsel zu Twitter völlig freiwillig gewesen sei, zutreffend ist. Sie zitierte einen anonymen Mitarbeiter, der dem Sender CNBC sagte(öffnet im neuen Fenster) , dass die meisten es für unmöglich hielten, eine direkte Anfrage von Musk abzulehnen, ohne später mit schlechten Leistungsbewertungen oder anderen Konsequenzen rechnen zu müssen.
Warren deutete auch die Möglichkeit an, dass Musk entweder Twitter oder Tesla absichtlich benachteiligt, um dem jeweils anderen Unternehmen Vorteile zu verschaffen. So könnte Twitter von Tesla zu viel Geld für Werbung verlangen oder die Algorithmen des sozialen Netzwerks zu Gunsten des Autobauers verändert.
In dem Brief an Robyn Denholm, die Vorsitzende von Tesla, schrieb Warren am Sonntagabend: "Wie Sie wissen, ist der Vorstand von Tesla rechtlich verpflichtet, sicherzustellen, dass der Vorstandsvorsitzende all seinen rechtlichen Verpflichtungen nachkommt und als effektive Führungskraft fungiert." Ansonsten kann Musk schadenersatzpflichtig werden.
Vor Gericht sagte Musk im November 2022(öffnet im neuen Fenster) : "Ich erwarte, dass ich meine Zeit bei Twitter reduziere und mit der Zeit jemand anderen finde, der Twitter leitet." In einer Online-Abstimmung bei Twitter, die Musk selbst initiiert hatte, fragte er, ob er als Chef von Twitter zurücktreten solle. Die Mehrheit bejahte dies, doch Musk hat sich seitdem dazu nicht mehr geäußert, obwohl er versprochen hatte, sich dem Votum zu stellen.
Eine Umfrage des Spiegels(öffnet im neuen Fenster) in der vergangenen Woche ergab, dass 63 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Musks öffentliches Auftreten als CEO von Twitter einen überwiegend negativen oder deutlich negativen Einfluss auf ihre Meinung über Tesla hat.



