Elite x3 im Hands on: HPs Comeback - ein Windows-10-Smartphone mit Dummy-Notebook

Windows 10 Mobile, Continuum, x86-Unterstützung und das Smartphone als Notebook: HP steigt wieder in den Smartphonemarkt ein - und will dabei nicht mit einem einzigen Feature punkten, sondern mit einer speziellen Mischung. Die macht das Gerät besonders flexibel.

Artikel von veröffentlicht am
Der Extender für HPs Elite-x3-Smartphone ist noch nicht fertig.
Der Extender für HPs Elite-x3-Smartphone ist noch nicht fertig. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Nach der Einstellung der WebOS-Smartphones peilt HP erneut den Einstieg in das Smartphone-Geschäft an und will dabei gleich noch das Notebook überflüssig machen - zumindest für einen Teil der Anwendungsfälle. Dafür kommt der sogenannte Extender zum Einsatz, ein notebookartiges Gerät, das das Smartphone erweitern soll - wenn es fertig ist. Doch nicht nur der Extender soll HPs neues Elite-x3-Smartphone besonders flexibel machen, sondern auch die Technik.

Inhalt:
  1. Elite x3 im Hands on: HPs Comeback - ein Windows-10-Smartphone mit Dummy-Notebook
  2. HPs Elite x3 hat auch einen speziellen USB-2.0-Anschluss

Dafür kombiniert HP einige spezielle Merkmale. Softwareseitig setzt der Hersteller auf Microsofts Windows 10 Mobile und die Continuum-Infrastruktur. Bei der Hardware gibt es Dual-SIM-Technik und eine 16-Megapixel-Kamera. Zur Größe des Bildschirms lässt HP offiziell nichts verlauten. Das Smartphone ist recht groß, etwa im Bereich des Ascend Mate 8 oder iPhone 6S Plus. Der Sound kommt von der Marke Bang & Olufsen - eine etwas seltsame Entscheidung im Profibereich.

Das Smartphone als Notebook - oder so ähnlich

HP hat sich bereits getraut, das System zu zeigen, obwohl sehr offensichtlich vieles noch nicht fertig ist. Besonders deutlich wurde das an dem notebookartigen Gerät, das HP als Extender bezeichnet. Das Smartphone soll sich später drahtlos damit verbinden. Noch ist der Extender ein reines Modell ohne Funktion, das aussieht wie ein sehr kleines Notebook.

Allerdings wird er selbst in der fertigen Version nicht viel können. Er soll ein rund 1 Kilogramm schweres 12,5-Zoll-Display mit einer Tastatur, einem Akku und ein paar Anschlüssen sein. Fähige Hardware wird nicht in dem Extender stecken. Dafür ist eine Akkulaufzeit um die 20 Stunden dank eines 48-Wattstunden-Akkus angedacht. Das wäre überraschend viel für das kleine Gerät, durch das Auslagern der eigentlichen Hardware aber durchaus möglich.

  • HP Elite x3 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • HP Elite x3 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • HP Elite x3 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • HP Elite x3 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
HP Elite x3 (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) - Planung und Betrieb des Kommunikationsnetzes
    Universität Hamburg, Hamburg
  2. Fullstack-PHP-Entwickler (m/w/d)
    SHD System-Haus-Dresden GmbH, Dresden
Detailsuche

Da das Smartphone mit seinem 4.100-mAh-Akku vermutlich nicht so lange durchhält, kann der Akku bei Bedarf auch über den Extender aufgeladen werden. Das Smartphone kann auch per Qi/PAM drahtlos aufgeladen werden, allerdings nicht vom Dock. Das Extender-Konzept ähnelt damit Motorolas gescheitertem Webtop-Konzept, nur dass HP es nicht als Dock umsetzt.

Ein Dock gibt es aber auch und das konnte HP sogar schon funktionsfähig zeigen. Beim Einstecken wurde per Continuum an einem Bildschirm der Windows-10-Desktop angezeigt. Tastatur- und Mausunterstützung wurden auch demonstriert. Allerdings funktionierte es aufgrund des Prototyp-Status noch nicht so recht. Das Docken dauerte noch gut zehn Sekunden, die Maus und auch die Menüs wollten per Continuum nicht so recht reagieren. Laut HP liegt das an noch anstehender Entwicklungsarbeit.

x86-Unterstützung soll Notebook überflüssig machen

Im Gerät arbeitet Qualcomms Prozessor des Typs Snapdragon 820. Die Entwicklungsressourcen seitens Qualcomm sollen derzeit insbesondere bei Android liegen. Für Windows 10 Mobile sollen die notwendigen Anpassungen erst noch vorgenommen werden.

Noch nicht gezeigt werden konnte die Unterstützung von x86-Programmen. HP nennt den virtualisierten x86er-Desktop Workplace. Erst damit soll ein dediziertes Notebook unterwegs überflüssig werden. HP verspricht hier den potenziellen Kunden sehr viel. Ob die Virtualisierung auch für anspruchsvolle Programme ausreicht, muss sich erst noch herausstellen.

Die Hardware ist nach derzeitigem Stand aktuell: Per USB-Typ-C-Buchse wird sowohl beim Extender als auch beim Smartphone mindestens USB-3.0-Niveau erreicht. Man will bis zum Marktstart aber auch USB 3.1 über die Buchse erreichen, exakt benannt: USB 3.1 Gen 2. Zudem soll die Wigig-Unterstützung (802.11ad) des Snapdragon 820 ebenfalls ausgeführt werden. Das dürfte insbesondere dem Extender-Betrieb zugutekommen, sollte HP es schaffen, dies umzusetzen. Versprechen wollte das ein Sprecher nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
HPs Elite x3 hat auch einen speziellen USB-2.0-Anschluss 
  1. 1
  2. 2
  3.  


gadthrawn 23. Feb 2016

Nein. Poste mal was sicherheitsrelevantes auf LKML - du wirst angepflaumt das nicht zu...

TheUnichi 23. Feb 2016

Es ist zumindest angekündigt, dass das Surface Phone ein vollwertiges Windows 10 wird.

chithanh 23. Feb 2016

Ich würde Paul Thurrott durchaus zutrauen, die Kompetenz seines Gesprächspartners...

Anonymer Nutzer 23. Feb 2016

Naja, der Trend im Unternehmensumfeld geht ja eher in Richtung Zero Client und die...

gadthrawn 23. Feb 2016

Leistung ist egal. Was hier im Artikel fehlt ist hps Anwendungsszenario- x86 Programme...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Radeon RX 6500 XT
Diese Karte hätte es früher(TM) nie gegeben

In Zeiten irrer Grafikkarten-Preise wird ein winziger Laptop- als überteuerter Gaming-Desktop-Chip verkauft. Eine ebenso perfide wie geniale Idee.
Eine Analyse von Marc Sauter

Radeon RX 6500 XT: Diese Karte hätte es früher(TM) nie gegeben
Artikel
  1. Serielle Schnittstellen: Wie funktioniert PCI Express?
    Serielle Schnittstellen
    Wie funktioniert PCI Express?

    Serielle High-Speed-Links erscheinen irgendwie magisch. Wir erklären am Beispiel von PCI Express, welche Techniken sie ermöglichen - und warum.
    Von Johannes Hiltscher

  2. Matrix: Grundschule forkt Messenger
    Matrix
    Grundschule forkt Messenger

    Statt auf Teams oder Google setzt eine Grundschule in NRW beim Homeschooling auf einen selbst angepassten Matrix-Client. Die Mühe lohnt sich.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  3. Wikileaks: Assange darf Auslieferung an USA juristisch anfechten
    Wikileaks
    Assange darf Auslieferung an USA juristisch anfechten

    Teilerfolg des Wikileaks-Gründers Julian Assange vor Gericht: Der Supreme Court soll über den Fortgang des Auslieferungsverfahrens entscheiden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /