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Elite Dangerous: "Wir haben quasi den Big Bang nachgebildet"

400 Milliarden Sonnensysteme könnten Spieler in Elite Dangerous erkunden - falls ein Durchbruch in Sachen Lebenserwartung gelingt. Im Gespräch mit Golem.de hat Entwickler Frontier erzählt, was sich kurz vor Fertigstellung bei dem Weltraumspiel tut. Das sorgt derzeit für Verärgerung bei Spielern, weil der Offlinemodus gestrichen wurde.

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Elite Dangerous
Elite Dangerous (Bild: Frontier Development)

"Die Sterne, die wir am Himmel sehen können, sind mehr oder weniger alle in Elite Dangerous", sagt Michal Gapper von Frontier Development über Elite Dangerous. Insgesamt soll man in dem Weltraumspiel nach seinen Angaben sogar rund 400 Milliarden Sonnensysteme mit dem Raumschiff anfliegen und unter die Lupe nehmen können. "Diese Systeme sind natürlich prozedural generiert", so Gapper. Er erzählt, dass sein Studio dafür Algorithmen programmiert hat, die ein kleines Stück weit "den Urknall nachbilden".

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Dabei habe man sogar ein paar Parallelen zum echten Universum gefunden, die eigentlich nicht erwartet worden waren, so Gapper. Etwa eine durchaus realistische Häufung von Planeten, und von Sonnensystemen mit zwei statt einer Sonne - was natürlich selbst dann spannend klingt, wenn man es als hübsche Hintergrundstory ohne irgendwie spürbare Auswirkungen auf Elite Dangerous nimmt.

  • Elite Dangerous (Bild: Frontier Development)
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Elite Dangerous (Bild: Frontier Development)

Immerhin rund 120.000 Sonnen hat das britische Entwicklerstudio von David Braben per Hand an weitgehend realistischer Position im virtuellen All platziert. "Mehr oder weniger alle Sterne, denen die Weltraumforschung einen Namen gegeben hat, und von denen wir wenigstens ein paar Eigenschaften kennen", so Gapper.

Derzeit befindet sich das Projekt am Ende der Entwicklungsphase. Das All ist weitgehend fertig gestaltet, aber mit dem Feintuning der Missionen sind die Designer und Programmierer bei Frontier Development noch beschäftigt. Vor allem die sich verzweigenden und dynamisch generierten Einsätze machen noch viel Arbeit, so Gapper. In diesem Bereich soll Elite Dangerous mehr bieten als andere Weltraumspiele.

Wer etwa den Auftrag bekomme, einen mutmaßlichen Kriminellen zu töten, soll beispielsweise auch Unterlagen von ihm anfordern können, die seine Unschuld beweisen. Wer dann beschließt, auf das Kopfgeld zu verzichten, muss dafür wiederum mit dem Zorn seiner Auftraggeber rechnen dürfen.

Bei dem Termin mit Frontier Development konnten wir die aktuelle Version Elite Dangerous mit Oculus Rift auf der Nase anspielen. Diese Möglichkeit hatten wir auch davor schon, aber diesmal hatten die Entwickler auch einen sehr guten Joystick und ein Throttle aufgebaut, so dass wir mehr Kontrolle über unseren Raumjäger hatten als jemals zuvor in einem Spiel. Mit dem VR-Headset konnten wir die Blickrichtung so gut wie vollständig frei einfach durch Kopfbewegungen bestimmen, mit dem Throttle die Geschwindigkeit erhöhen und "bremsen", und mit dem Joystick die Flugrichtung und die Seitwärtsbewegungen des Schiffs kontrollieren - genial!

Wütende Spieler wegen Offline-Aus

Weniger toll finden viele Mitglieder der Community eine Ankündigung von Frontier Development. Und zwar soll es keine Möglichkeit geben, etwa in der Kampagne offline anzutreten - anders als ursprünglich versprochen. Besonders verärgert ist laut Bluesnews.com der größte Unterstützer des Spiels, der bei der Kickstarter-Kampagne rund 5.000 Pfund (rund 6.260 Euro) für die Entwickler bereitgestellt hatte: Er fordert öffentlich sein Geld zurück.

Frontier begründet die Streichung des Offlinemodus damit, dass die Spieler unter anderem deswegen online sein müssten, um den galaktischen Ingame-Nachrichtendienst verfolgen können. Der wird von den Entwicklern betreut und soll auf aktuelle Vorgänge reagieren, etwa wenn es zu einer Blockade von einem wichtigen Raumsektor kommt. Bei der Präsentation hat Gapper viel über das System gesprochen, das ihm und dem Team wohl tatsächlich am Herzen liegt - sehen oder gar ausprobieren konnten wir es nicht, und auch um das Thema Offlinemodus ging es gar nicht.

Elite Dangerous soll am 16. Dezember 2014 für Windows-PC erscheinen, Anfang 2015 soll dann eine Umsetzung für Mac OS erscheinen - Spielstände werden in der Cloud gesichert, so dass jederzeit ein nahtloser Umstieg zwischen den Plattformen möglich sein soll. Frontier denkt auch über eine Konsolenfassung nach, aber konkrete Pläne für eine Portierung gibt es noch gar nicht. Laut Gapper ist es Frontier Development viel wichtiger, möglichst schnell weitere Inhalte für die PC-Version zu liefern. So gebe es schon Überlegungen, wie Planetenlandungen und Kämpfe auf den Oberflächen dort machbar seien - vermutlich übrigens nicht auf allen Gestirnen in den Weiten des Universums von Elite.



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Rababer 11. Dez 2014

SpaceEngine ?! Vielleicht ist das eine Alternative...

Rababer 11. Dez 2014

dann zockt einfach 'SpaceEngine' (kostenlos). http://en.spaceengine.org/ Von der...

Rababer 11. Dez 2014

Wenn das Spiel nicht das bietet, was es zu release versprochen hat, hat man eben schon...

vulkman 08. Dez 2014

In der Version, die am 16.12.2014 released wird, gibt es keine Landungen auf Planeten...

vulkman 08. Dez 2014

Nein. Da E:D von vornherein auf Multiplayer getrimmt wurde, war ein Zeitraffer keine...


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