Homekit ist nur etwas für Apple-Nutzer
Elgatos Eve ist nicht so breit einsetzbar wie Devolos Home Control. Das liegt zum einen an der Festlegung auf Kundschaft aus dem Apple-Lager, bedingt durch die Verwendung von Homekit, das es derzeit nur für iOS-Geräte gibt. Zum anderen ist die Hardwareauswahl noch sehr gering. Es gibt eine Steckdose mit Energiemesser, einen Raumsensor für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität, eine Wetterstation für Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit und einen Tür- und Fenstersensor.
Die Einrichtung der Komponenten ist so einfach wie die des Devolo-Systems: Jedem Eve-Gerät liegen zwei Zettel mit Zahlencodes bei. Einer klebt leicht abziehbar auf dem Gerät. Sie sind für die Kopplung unbedingt notwendig. Wer sie verliert und neu koppeln muss, etwa nach einer Betriebssystemneuinstallation, der hat anschließend nutzlose Geräte. Homekit sieht nämlich vor, dass man nicht einfach ein Gerät resetten und damit hijacken kann. Das erschwert einen Angriff aufs Smart Home deutlich.
Es fehlen die Aktionen
Aktuell ist die Nutzung der Eve-Komponenten noch sehr eingeschränkt. Die angezeigten Informationen sind zwar interessant, aber vor allem der Raumsensor und die Wetterstation sind allenfalls indirekt Smart-Home-Produkte: Es fehlt die Möglichkeit, sie mit anderen Bauteilen des Systems zu verknüpfen, beispielsweise mit einer schaltbaren Steckdose oder einem Thermostat - eine der Grundfunktionen eines Smart-Home-Systems. Dadurch sind die beiden Bauteile eigentlich nur Sensoren, deren Messwerte sich über eine App auslesen lassen. Devolos System ist hier merklich weiter und bietet zahlreiche Aktionsszenarien an.
Interessant ist hingegen die Sprachsteuerung von Eve, die dem Devolo-System komplett fehlt. So lässt sich die Steckdose beispielsweise per Siri schalten. Interessanterweise funktioniert die Sprachsteuerung mit der Apple Watch nicht so gut - das könnte aber auch ein Problem des Mikrofons der Smartwatch sein. Allerdings gibt es derzeit noch keine Apple-Watch-App und nicht einmal ein Widget für die schnelle Eve-Steuerung im iOS-Kontrollzentrum.
Mit der Uhr ist nur die Sprachsteuerung möglich, die Umsetzung der Befehle benötigt aber stets eine gewisse Zeit. Die Smartwatch muss erst das Smartphone erreichen und darüber wird dann die Steckdose geschaltet. Wir haben häufiger erlebt, dass die Steuerung mehrere Sekunden benötigt. Für eine einfache Leuchte oder einen Ventilator ist das zu lang im Vergleich zum physischen Schalter, bei komplexen Lichtsituationen hingegen finden wir eine kleine Wartezeit akzeptabel.
Smarte Sensoren, mehr nicht
Das Auslesen der Werte der Raumsensoren kann durchaus einige Zeit brauchen, wenn man einige Tage nicht zu Hause war. Die Informationen selbst sind mal sehr interessant, mal ziemlich nutzlos. Eve Door beispielsweise zeigt an, ob das Fenster oder die Tür offen oder geschlossen ist. Zudem gibt es eine Übersicht, zu welchen Zeiten der Sensor aktiviert wurde. Was der Anwender damit anfangen kann? Eigentlich nichts. Allenfalls lässt sich kontrollieren, wann jemand nach Hause kam oder ob gelüftet wurde. Verknüpfungen mit anderen Smart-Home-Elementen wie Steckdosen lassen sich noch nicht einrichten, sie sind bisher nur angekündigt. Zudem gab es mit der Eve-App-Version 1.1.3 plötzlich Probleme mit der Aktualisierung des Statutes dieses Sensors.
Etwas spannender ist die schaltbare Steckdose Eve Energy: Hier sieht der Anwender wie bei der Steckdose des Devolo-Systems die elektrische Leistungsaufnahme. Dabei wird sowohl der aktuelle Verbrauch angezeigt als auch der bisherige Gesamtverbrauch. Diese Darstellung gibt es auch als Graphen. Zudem hat die Steckdose ein Identifizierungslicht, das praktisch ist, wenn man ein bestimmtes Eve Energy sucht.
Die beiden Elemente Eve Room und Eve Weather haben sehr ähnliche Sensoren. Eve Room ist für den Innenbereich gedacht und führt eine Luftmessung durch, Eve Weather ist eine Wetterstation für draußen, die den Luftdruck misst. Etwas ärgerlich ist, dass die Werte im Prinzip nichtssagend in der App stehen. Wir würden uns eine Interpretationshilfe für den Luftdruck in Millibar oder die Luftqualität in Particles per Million (ppm) wünschen, da die Zahlen so doch sehr abstrakt sind. Mit Eve Room konnten wir sogar herausfinden, wie lange die drei AA-Batterien halten. Nach ziemlich genau drei Monaten war der Sensor nicht mehr betriebsfähig. Leider gibt es von dem Gerät keine Vorwarnung, dass sich die Batterien dem Ende neigen.
Die Messung der Luftqualität an sich ist aber spannend, da man sie gut nachvollziehen kann. Ist etwa Besuch da und der Raum voller als sonst, sinkt die Qualität schnell und der Anwender merkt, wenn der Raum etwas Frischluft vertragen könnte. Temperatur und Luftfeuchtigkeit können beide Sensoren messen. Auch hier würden wir uns zumindest für Eve Room eine Interpretationshilfe wünschen.
Eve Room fehlt es ärgerlicherweise an einer Aufhängemöglichkeit, die Eve Weather hat. Allerdings sollte man den Aufstellort von Eve Room ohnehin gut überdenken. Eine kalte Altbau-Außenwand liefert andere Daten als eine Innenwand oder eine Neubau-Außenwand. Bei größeren Räumen sollte zudem die Luftzirkulation nicht unterschätzt werden. Letztendlich lässt sich Eve Room auch irgendwohin stellen, ohne groß aufzufallen.
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| Heizkörper werden über Sensoren gesteuert | Homekit mit Elgato Eve ist noch unfertig |










Hallo Hakkie -Harry, hab genau das gleiche verhalten, mit Devolo Home Control gekoppelt...
Meine Rede... genau wie diese blöden Autos... meine Pferden finden am Wegesrand immer was...
"Bridging": wo haben solch "Brücken" jemals reibungslos funktioniert? Das beziehe ich...
Hallo Klausens, dann bleibt es bei dem, was Du hast. PUNKT. Was aber noch schlimmer ist...