Elektrotransporter: Umweltministerin schlägt Kaufprämie von 7.000 Euro vor

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze will Handwerker und Logistiker zur Umstellung ihrer Flotten bewegen. Helfen soll dabei eine höhere Kaufprämie für Elektrotransporter.

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Die Anschaffung eines Streetscooter könnte bald stärker gefördert werden.
Die Anschaffung eines Streetscooter könnte bald stärker gefördert werden. (Bild: Streetscooter)

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will die Anschaffung elektrisch angetriebener Kleintransporter stärker fördern. Beim Lieferverkehr "könnte sich die Elektromobilität als erstes durchsetzen, weil die Strecken meist kurz und gut planbar sind und die Autos nachts aufladen können. Darum setze ich mich dafür ein, dass der bisherige Zuschuss von 4.000 Euro für kleine E-Lieferwagen deutlich erhöht wird", sagte Schulze in einem Interview mit der Rheinischen Post und fügte hinzu: "7.000 Euro wäre eine Größenordnung, ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohnt."

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Die Liste der förderfähigen Elektroautos beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle enthält zwar 144 Modelle (PDF), doch darunter befinden sich nur wenige Transporter. Derzeit sind acht Modelle des Streetscooter der Deutschen Post förderfähig sowie acht Modelle des Nissan E-NV 200 Kastenwagen. Von Citroen stehen ebenfalls acht Varianten des Berlingo Electric Kastenwagens auf der Liste.

Elektrische Sprinter erst ab 2019

Größere Transporter wie der Mercedes-Benz Sprinter sollen erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Der eVito, der seit November 2017 bestellbar ist, soll allerdings schon in der zweiten Jahreshälfte 2018 ausgeliefert werden und mit einer WLTP-Reichweite von 150 Kilometern 40.000 Euro kosten. Auch Volkswagen hatte Ende 2017 die ersten Elektro-Crafter, die etwa so groß wie Mercedes-Sprinter sind, zur Erprobung an Kunden übergeben. Der E-Crafter mit einer Leistung von 100 kW fährt 160 km weit und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

Als Alternative gibt es für Logistikunternehmen auch die Möglichkeit, konventionelle Dieselfahrzeuge auf Elektroantrieb umrüsten zu lassen. Allerdings lässt sich ein solcher Umbau nicht finanziell durch die Kaufprämie unterstützen.

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SPD und CDU hatten eine Erhöhung der Kaufprämie im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Bundesregierung hatte 2016 die Einführung einer Kaufprämie für Elektroautos beschlossen. Wer ein Elektroauto kauft, erhält 4.000 Euro. Für ein Hybridfahrzeug gibt es 3.000 Euro. Die Prämie kommt je zur Hälfte vom Bund und von den Automobilherstellern. Insgesamt werden über einen Zeitraum von drei Jahren 1,2 Milliarden Euro bereitgestellt. Die Regelung endet am 30. Juni 2019.

Die Prämie wird nicht genutzt

Der Effekt ist allerdings nicht sehr groß: Die Prämie wurde nur knapp 50.000 Mal beantragt. Es wurden 168 Millionen Euro ausgezahlt. Der Anteil an Elektro- und Hybridfahrzeugen in Deutschland ist immer noch gering: Er lag Ende 2017 bei 1,6 Prozent, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

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Sharra 10. Apr 2018

Ach weisste... teenriot macht nur seinem Namen alle Ehre. Ein kleiner, aufmüpfiger...

plutoniumsulfat 10. Apr 2018

Das sind immerhin knapp 8% Mehrkosten, find ich jetzt nicht wenig. Und wenn ich mir...

ArcherV 09. Apr 2018

Nö das übersehe ich nicht, da man sich die Akkus bei Renault mietet. In Falle von Toyota...

gadthrawn 09. Apr 2018

Öhm.. aber normalerweise müssen die Elektromotoren stärker sein.

gadthrawn 09. Apr 2018

1 . Die Förderung trägt zur Hälfte der Hersteller (wenn er mitmacht) zur Hälfte der...



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