Elektrotransporter: Rückruf für Streetscooter der Post wegen Brandgefahr

Die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter hat einen Rückruf für 12.000 Elektrotransporter gestartet. Der Grund: Es gab in den letzten Jahren mehrere Brandfälle, deren Ursache nun geklärt ist: Es handelt sich um einen Konstruktionsfehler im Bereich des Niedrigvoltspannungsladegeräts und an der Isolation eines Kabelstrangs aufgrund von Korrosion. Dadurch konnte es zu Rauch- und Brandbildung kommen. Darüber hat zuerst das Nachrichtenmagazin Focus(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Betroffen sind mehr als 12.000 Elektrotransporter der Typen Streetscooter Work und Work L. Das Kraftfahrtbundesamt wurde eingeschaltet, dieses veranlasste den offiziellen Rückruf in die Werkstätten. Betroffen sind Fahrzeuge der oben genannten Typen aus den Baujahren 2014 bis 2019, wie auf KFZ-Rueckrufe.de(öffnet im neuen Fenster) zu erfahren ist.
Zuletzt fing einer der Transporter im Januar 2020 in Bochum Feuer. Der Fahrzeugbrand beschädigte ein Gebäude, Personen wurden nicht verletzt. Auch in Singen und Teuchern in Sachsen-Anhalt brannten Fahrzeuge des Herstellers. Nicht in allen Fällen konnte die Brandursache eindeutig geklärt werden.
Ende Februar 2020 kündigte die Deutsche Post an , die Produktion des elektrischen Lieferwagens Streetscooter einzustellen. Die Suche nach einem Partner oder Käufer ist erfolglos verlaufen.
Günther Schuh kritisierte daraufhin die Entscheidung der Deutschen Post. Schuh ist einer der Erfinder des Streetscooters sowie Gründer und Chef des Elektroautoherstellers e.Go Mobile. Der Hersteller musste infolge der Coronakrise Insolvenz beantragen.



