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Elektrotransporter: Mercedes verdoppelt Reichweite von E-Sprinter

Bislang verfügt die elektrische Version des Sprinter nur über einen recht kleinen Akku . Bis sich das ändert, dauert es aber noch.
/ Friedhelm Greis
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Der E-Sprinter soll künftig je nach Akku doppelt so weit kommen. (Bild: Mercedes-Benz)
Der E-Sprinter soll künftig je nach Akku doppelt so weit kommen. Bild: Mercedes-Benz

Der Autohersteller Mercedes-Benz will die Reichweite des vollelektrischen Sprinter deutlich vergrößern. Diese werde sich bei der neuen Version im Vergleich zum aktuellen E-Sprinter "je nach Konfiguration mehr als verdoppeln" , teilte das Unternehmen am 14. Februar 2022 mit(öffnet im neuen Fenster) . Die Produktion der kommenden Generation startet demnach "sukzessive, beginnend im zweiten Halbjahr 2023 in Charleston (South Carolina, USA), anschließend in Düsseldorf und in Ludwigsfelde" .

Die verdoppelte Reichweite beziehe sich auf die Ausführung mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 47 kWh, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage von Golem.de. Zu der Kapazität der künftig verfügbaren Akkus wollte sich der Sprecher hingegen nicht äußern.

Mit dem 47-kWh-Akku kommt der Sprinter laut Mercedes-Benz(öffnet im neuen Fenster) auf eine Reichweite von 128 bis 158 km nach dem Prüfzyklus WLTP. Die neue Version müsste daher mindestens bis zu rund 320 km kommen.

"Mit drei Batterie- und zahlreichen Aufbauvarianten vom Kastenwagen bis hin zum Fahrgestell für Kofferaufbauten soll die nächste Generation E-Sprinter nicht nur neue Kundensegmente erschließen, sondern auch neue Märkte, unter anderem die USA und Kanada" , hieß es weiter. Dazu habe Mercedes-Benz rund 350 Millionen Euro investiert. Für die Anpassung der Produktion in den drei Werken würden jeweils rund 50 Millionen Euro benötigt.

Der Mitteilung zufolge testet das Unternehmen derzeit die Kältetauglichkeit des E-Sprinter am Polarkreis in Schweden. Unter anderem würden "die Auswirkungen extremer Kälte auf Handling, Ergonomie, Thermomanagement und Innenraumkomfort untersucht" . In Kältekammern würden die Fahrzeuge zusätzlich vor Fahrtbeginn heruntergekühlt, um so die Kälteabsicherung von Antriebskomponenten, Heizungssystemen, Software und Schnittstellen zu überprüfen.

Mercedes-Benz hat die Serienproduktion des E-Sprinter im Dezember 2019 gestartet . Kleinere Transporter wie der E-Vito Tourer verfügen schon jetzt über einen deutlich größeren Akku mit 90 kWh netto.

Die Sprinter-Konkurrenz zeichnet sich allerdings bislang ebenfalls nicht durch große Reichweiten aus. So erhält der Renault Master Z.E. erst von diesem Frühjahr an einen Akku mit 52 kWh. Der Opel Movano hingegen ist bereits mit einem 70-kWh-Akku lieferbar .


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