Elektrotransporter: Japans Autoindustrie entwickelt Wechselakkusystem
Zusammen mit einem Kurierdienst wollen japanische Autohersteller ein System für den Akkutausch entwickeln.
Mehrere japanische Autohersteller wollen zusammen mit dem Kurierdienst Yamato Transport eine Wechselakkusystem für kommerziell nutzbare Elektrofahrzeuge entwickeln. Das Joint Venture Commercial Japan Partnership Technologies Corporation (CJPT) wolle durch die Standardisierung der Batteriekassetten und Ladesysteme Kosten senken und die breite Nutzung der Technik fördern, teilte der Autokonzern Toyota am 28. Juli 2022 mit.
Die Commercial Japan Partnership (CJP) wurde 2021 von Toyota gegründet und soll die Einführung und Verbreitung von vernetzter, autonomer, sicherer und elektrifizierter Autotechnik (CASE) ermöglichen. Der CJPT sind inzwischen die Nutzfahrzeughersteller Isuzu und Hino sowie die Pkw-Hersteller Suzuki und Daihatsu beigetreten.
Das Unternehmen verweist beim Wechselakkusystem auf vier Vorteile der Technik, die bislang vor allem chinesische Firmen wie Nio und Aulton Dianba nutzen. So könnten sich die Anschaffungskosten batteriebetriebener Fahrzeuge reduzieren, da ein- und dieselbe Batterie je nach Bedarf in unterschiedlichen Fahrzeugen eingesetzt werden könne.
Zudem werde der Aufwand für die Installation der Ladeinfrastruktur sowie die Stillstandzeiten in der Logistik minimiert. Ebenfalls könnten die Ersatzbatterien während der Fahrtzeiten aufgeladen werden, was die Strombedarfsspitzen verringere.
Das Logistikunternehmen Yamato Transport wolle darüber hinaus Möglichkeiten untersuchen, wie die neuen Batteriekassetten beispielsweise die Stromversorgung in Katastrophengebieten sicherstellen könnten.
Bereits am 20. Juli 2022 hatten Suzuki, Daihatsu, Toyota und die CJPT angekündigt, gemeinsam einen vollelektrischen Kleintransporter zu entwickeln. Das vollelektrische Nutzfahrzeug solle noch im Geschäftsjahr 2023, das am 31. März 2023 endet, auf den Markt kommen.
"Während CJPT für die Planung verantwortlich zeichnet, entwickeln Daihatsu, Suzuki und Toyota gemeinschaftlich ein geeignetes vollelektrisches Antriebssystem. Die Expertise von Daihatsu und Suzuki in der Konzeption und Produktion von kleineren Fahrzeugen verbindet sich dabei mit den Elektrifizierungstechnologien von Toyota", heißt es in der Ankündigung.
Toyota hat lange mit der Entwicklung vollelektrischer Fahrzeuge gezögert und propagierte stattdessen den seriellen Hybridantrieb und die Brennstoffzelle. Mit dem bZ4X hat das Unternehmen jedoch inzwischen einen ersten vollelektrischen Pkw vorgestellt.
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Vorsicht bei der solchen Angaben, die 98% scheinen bezogen auf den Brennwert zu sein und...