Elektrosportwagen: Audi E-Tron GT kommt für knapp 100.000 Euro

Der Audi E-Tron GT und der RS E-Tron GT basieren auf dem Porsche Taycan, setzen sich aber nicht nur optisch davon ab.

Artikel veröffentlicht am ,
Audi RS E-Tron GT
Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)

Der Ingolstädter Autokonzern Audi hat sein neues elektrisches Topmodell präsentiert. Der am Dienstag vorgestellte Audi E-Tron GT und der RS basieren auf der J1-Plattform des Porsche Taycan. Die RS-Version ist die deutlich sportlichere der beiden Varianten.

Stellenmarkt
  1. Teamleiter MS Dynamics - Facility Management m/w/d
    Schwarz IT KG, Raum Neckarsulm
  2. Data Scientist / Statistikerin / Statistiker / Epidemiologin / Epidemiologe - Hämatologie ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
Detailsuche

Der E-Tron GT mit Allrad kommt auf eine Systemleistung von 350 Kilowatt (kW), im Launch-Control-Modus stehen kurzzeitig 390 kW zur Verfügung. Hier ist der Taycan 4RS etwas stärker motorisiert. Der RS E-Tron GT erreicht 440 kW und für die Startfunktion können 475 kW abgerufen werden. Der Taycan Turbo S kommt auf 460 kW, im Overboost sogar auf 560 kW.

Reisen, nicht rasen

Während Porsche sein Elektroauto als Rennmaschine positioniert, hat Audi eher ein schnelles Reisemobil im Sinn: GT steht für Gran Turismo. Passend dazu ist auch die Reichweite gegenüber dem Taycan etwas höher. Audi gibt für den E-Tron GT vorläufig 488 km nach dem Prüfzyklus WLTP an, der Taycan macht etwa 24 km früher Schluss. In der Praxis dürfte das kaum auffallen. Beim RS sollen es 472 km sein.

Audi gibt für die Karosserie einen cw-Wert von 0,24 an. Die Aerodynamik soll durch einen geschlossenen Unterboden und allerlei Spoiler verbessert worden sein. Auch der mit 405 Litern größere Kofferraum des Audi dürfte auf Reisen praktischer sein als der 365 Liter große im Porsche. Beide Fahrzeuge verfügen auch über einen vorderen Kofferraum.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In beiden Fahrzeugen ist ein Akku mit brutto 93,4 kWh Kapazität verbaut, von denen 85 kWh nutzbar sind. Die Ladeleistung am Gleichstrom-Schnelllader soll bis zu 270 kW betragen und entspricht damit dem Niveau des Taycan. An Wechselstrom-Ladesäulen wird mit 11 kW geladen, eine 22-kW-Ladefunktion soll optional angeboten werden.

Der deutlichste Unterschied zwischen beiden Fahrzeugen liegt in der Art der Rekuperation. Der E-Tron GT erlaubt es, mit den Lenkradwippen die Rekuperationsstufe zu wählen und so bis zu 265 kW in den Akku zu schicken. Das gibt es beim Taycan so nicht.

Innen ist der Audi kein Porsche

Audi verbaut im Innenraum einen 12,3 Zoll (circa 31 cm) großen Bildschirm als Instrumententräger, ein Navigationsdisplay mit 10,1 Zoll (circa 26 cm) ist mittig verbaut. Zudem kann beim Audi die Klimaanlage mit physischen Reglern gesteuert werden. Audis können zudem zwischen drei Sitztypen und drei Scheinwerfertypen wählen: LED, LED-Matrix und LED-Matrix mit Laserlicht. Wer will, kann auch bei den Bremsen gegen Aufpreis von den Stahlbremsen abweichen und mit Wolframcarbid beschichtete oder Kohlefaser-Keramikbremsscheiben erwerben. Das Glasdach kann wahlweise ebenfalls aus Kohlefaser bestehen.

  • Woher kennen wir denn dieses Bild? (Bild: Audi)
  • Woher kennen wir denn dieses Bild? (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
  • Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)
Audi RS E-Tron GT (Bild: Audi)

Beim RS GT ist ein Luftfahrwerk serienmäßig verbaut, beim normalen GT kann es gegen Aufpreis geordert werden.

Ab Frühling 2021 sollen Bestellungen für die Elektroautos entgegengenommen werden. Für den E-Tron GT sind mindestens 99.800 Euro fällig, beim RS E-Tron GT startet die Preisliste bei 138.200 Euro.

USA als wichtigster Markt

Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann bezeichnete den E-Tron GT als "Symbol des Aufbruchs in eine neue Ära". Mit geplanten Verkaufszahlen von weniger als 10.000 Stück im Jahr sei das Auto zwar "eher ein Nischenprodukt", aber "ein Leuchtturm, eine Ikone", die für den Neuaufbruch der Marke stehe. Der Sportwagen sei prädestiniert für die USA und im direkten Vergleich zum Tesla Model S gut positioniert, sagte Wortmann. Audi erwartet, dass die Hälfte der Fahrzeuge in den USA verkauft werden wird. Große Märkte für den GT seien auch Großbritannien und die EU.

Audi produziert den E-Tron GT in den Böllinger Höfen in Neckarsulm. Die dortige Kleinserienfertigung wurde dafür erweitert sowie auf- und umgerüstet. Dabei teilt sich der GT die Montagelinie mit dem R8. Eine solche Integration zweier technisch völlig unterschiedlicher Autos soll einzigartig im Volkswagen-Konzern sein.

Langfristig setzt Audi jedoch auf die gemeinsam mit Porsche entwickelte Premium Plattform Electric (PPE) und den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) von Konzernmutter Volkswagen: Während die PPE-Modelle die Ober- und Luxusklasse bedienen, ist der MEB die Grundlage für die Kompakt- und Mittelklasse. Der 2019 auf dem Autosalon in Genf gezeigte Q4 auf MEB-Basis soll noch in diesem Jahr im Volkswagen-Werk in Zwickau vom Band laufen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


asd 10. Feb 2021

Wenn ich deinen Kommentar richtig verstehe macht es das ja noch schlimmer. Das würde ja...

Bremsklotz 10. Feb 2021

Da sind wir ja gleicher Meinung ;-)

theFiend 10. Feb 2021

Die Ausgangsbehauptung war erstmal das man sich hier irgendwas spart. Und das ist...

ulink 10. Feb 2021

Du irrst. Ca. 2200 LadePUNKTE (nicht Stationen) haben aktuell in USA. Davon aktuell...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Minority Report wird 20 Jahre alt
Die Zukunft wird immer gegenwärtiger

Minority Report zog aus, die Zukunft des Jahres 2054 vorherzusagen. 20 Jahre später scheint so manches noch prophetischer.
Von Peter Osteried

Minority Report wird 20 Jahre alt: Die Zukunft wird immer gegenwärtiger
Artikel
  1. Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
    Neue Grafikkarten
    Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

    Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

  2. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

  3. Gegen Agile Unlust: Macht es wie Bruce Lee
    Gegen Agile Unlust
    Macht es wie Bruce Lee

    Unser Autor macht seit vielen Jahren agile Projekte und kennt "agile Unlust". Er weiß, warum sie entsteht, und auch, wie man gegen sie ankommen kann.
    Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindFactory (u. a. PowerColor RX 6700 XT Hellhound 489€, ASRock RX 6600 XT Challenger D OC 388€) • Kingston NV2 1TB (PS5) 72,99€ • be quiet! Silent Loop 2 240 99,90€ • Star Wars: Squadrons PS4a 5€ • Acer 24"-FHD/165 Hz 149€ + Cashback • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /