Elektroschrott: Mein Windows-Phone-Netzteil reicht für alle Zeiten

Nach Apple verzichtet auch Xiaomi auf mitgelieferte Smartphone-Netzteile. Das reduziert Elektroschrott, erfordert aber Disziplin.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Nein, das ist ein anderes USB-C-Kabel.
Nein, das ist ein anderes USB-C-Kabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei mir daheim gibt es eine Kommode im Wohnzimmer, darin befindet sich die sogenannte Kabelkiste: Darin liegen alle Netzteile samt Strippen, die bei irgendwelchen Geräten mitgeliefert wurden, aber nicht benutzt werden. Wenn ich diese Kabelkiste sehe, bin ich froh, dass nach Apple auch Xiaomi künftig darauf verzichtet, bei jedem Smartphone ein Netzteil beizulegen.

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Denn während in den vergangenen Jahren noch USB Micro B der vorherrschende Standard war, hat sich längst USB Type C durchgesetzt, selbst bei Apple. Praktisch jedes aktuelle Smartphones und die meisten halbwegs modernen Notebooks setzen auf diesen Anschluss, weshalb in den meisten Haushalten ein oder zwei USB-C-Netzteile (oft mit USB-A-Buchse samt A-auf-C-Kabel) für alle mobilen Geräte ausreichen sollten, sofern diese nicht fest installiert sind.

Natürlich erfordert das ein bisschen Disziplin oder Ordnung, damit immer klar ist, wo sich das Netzteil befindet. Wird es von der Küche ins Bad, ins Wohnzimmer oder ins Schlafzimmer getragen, besteht die Gefahr, doch in die Kabelkiste zu greifen - und bald ragen gefühlt überall Netzteil aus den Steckdosen. Das ist optisch unschön, aber vor allem unnötig, denn alle diese Energieversorger bräuchte es gar nicht.

Am Ende landen die Netzteile im Elektroschrott, im besten Fall werden sie oder ihre Bestandteile recycelt. Hersteller, die auf mitgelieferte Netzteile verzichten, sprechen in diesem Kontext daher auch gerne von Umweltschutzgründen und argumentieren, entsprechendes Zubehör sei zumeist vorhanden.

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Wer will, kann ein Netzteil nachkaufen - dessen einzelne Verpackung und der dedizierte Versand sind allerdings nicht ökologisch, dafür ist die Marge für den Hersteller sehr wahrscheinlich höher als wenn das Netzteil dem Smartphone beiliegen würde. Gegen vorhandene Modelle spricht zumindest prinzipiell, dass nicht zwingend alle Schnelllademodi unterstützt werden, das Smartphone also eventuell länger benötigt, bis es voll geladen ist.

Zumindest beim typischen Ladevorgang über Nacht stört das aber nicht, moderne Geräte haben ohnehin Funktionen integriert, die den Akku gerade so zügig befüllen, dass das Smartphone pünktlich geladen ist, wenn der Wecker klingelt. Auch das ist umweltfreundlich, weil so der Verschleiß verringert wird und der Akku länger hält - was meist auch für das Gerät an sich gilt. Das native USB-C-Netzteil meines Lumia 950 darf also noch ein paar Jahre stecken bleiben, auch wenn sich das Windows-Phone-Smartphone selbst nicht mehr sinnvoll nutzen lässt.

Bei anderen Produkten ist es übrigens schon lange üblich, kein Netzteil mitzuliefern - etwa bei Bluetooth-Kopfhörern, Bluetooth-Headsets sowie Bluetooth-Inears.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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Lachser 24. Jan 2021

Habe Ende 2017 mein Notebook gekauft, ASUS UX550VD. Ein Oberklasse-Gerät mit 2x...

Haulin 09. Jan 2021

Schade ist halt, dass alle mitmachen und schön weiter konsumieren. Das muss endlich mal...

Haulin 09. Jan 2021

Es wäre schön, wenn alle Hersteller über einen langen Zeitraum die Gleichen Anschlüsse...

Max Level 07. Jan 2021

Ich kann ja nur für mich sprechen: Maus, Tastatur, Gamepad, Webcam, WLAN-Stick, Headset...

tom.stein 05. Jan 2021

Unter "usw". fällt insbesondere, dass die Haut keinen Temperatursensor, sondern nur...



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