Elektroschrott: Kauft keine kleinen Konsolen!

Ich bin ein Fan von Retro. Und ein Fan von Games. Und ich habe den kleinen Plastikschachteln mit ihrer schlechten Umweltbilanz wirklich eine Chance gegeben. Aber es hilft alles nichts.

Ein IMHO von Martin Wolf veröffentlicht am
Die Minikonsolen sind Elektroschrott.
Die Minikonsolen sind Elektroschrott. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Um eines ganz klar vorwegzunehmen: Ich habe mit Retrogaming angefangen, bevor es cool war. Damit meine ich: Zophars Domain auf dem CRT eines Pentium in meinem WG-Zimmer, in dem sich außer einem Futonbett, einem Regal und einem PC nichts weiter befand. Mehr hätte auch nicht reingepasst. Das Internet war langsam und kam per Festnetzmodem und Freiminuten aus Zeitschriftenbeilagen über Compuserve oder wie auch immer das damals hieß. Egal: Ich konnte NES-Spiele aus meiner Kindheit auf den PC herunterladen und mit Nesticle spielen. Vermutlich mit meiner Tastatur und unter großen Qualen, aber das weiß ich nicht mehr.

Inhalt:
  1. Elektroschrott: Kauft keine kleinen Konsolen!
  2. Die beste Retrokonsole haben Spieler bereits

Ganz genau kann ich mich allerdings an eine Demoparty im Jahr 2000 erinnern, auf der mein hoffnungslos veralteter PC zu nicht viel mehr gut war, als eben diese Spiele zu zocken und im lokalen Netz weiterzuverteilen. Die vorgestellten Demos konnte ich mir ausnahmslos lediglich auf der Leinwand ansehen, als sie am Ende der Party präsentiert wurden. Die Zeit, bis es so weit war, vertrieb ich mir mit Biertrinken und dem Durchspielen der Gameboy-Version von Gargoyles Quest. Retrogaming war derart Nischenprogramm, dass ich sogar von einem Freund, der beim Fernsehen als Redakteur arbeitete, vor laufender Kamera interviewt wurde, um das Publikum als exotischer Nerd zu erfreuen.

Warum ich das erwähne? Um klarzustellen, dass ich nicht das Geringste gegen Emulatoren und Emulation im Generellen habe und keine Standesdünkel hege gegen mittelmäßige Versuche, die goldene Zeit der Videospiele der 80er und 90er Jahre per Emulation wieder aufleben zu lassen.

Wogegen ich etwas habe, möchte ich im Folgenden darlegen.

Die gute alte Zeit

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Wer sich vor 30 oder 40 Jahren eine Spielkonsole kaufte, war meist unter 20 und auf Transferleistungen seiner Eltern angewiesen. Die Entscheidung wollte wohlüberlegt sein und bestimmte die spielerische Zukunft auf unbestimmte Zeit ganz wesentlich. Meist kamen die Einflüsse aus dem unmittelbaren Freundeskreis - wer Bekannte hatte, die auf ein System setzten, würde vermutlich eher zu diesem tendieren, weil man dann unkompliziert Spiele tauschen konnte. Andererseits waren da die Exklusivtitel, die diesen Namen auch noch verdienten: Sonic auf dem NES, Mario auf dem Mega Drive - undenkbar.

Wer sich entschieden hatte, war Fan. Für Lebenszeit. So lange, wie die Lebenszeit für ein Kind oder einen Teenager eben dauerte. Meist bis zum Eingehen erster fester Beziehungen.

Aber Monate und Jahre zogen sich in Kindheit und Jugend länger, die Zeiträume, in denen große Titel erschienen, gekauft und gespielt wurden, erschienen einem ewig. Wer erwachsen wurde, verkaufte seine Konsolen und Spiele oder verschenkte sie.

Bis die Nostalgie einsetzte.

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Die beste Retrokonsole haben Spieler bereits 
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clel 05. Jan 2020

Doch, ich habe das Thema abonniert. Danke für die Antwort, hatte mir schon fast gedacht...

derKlaus 14. Dez 2019

Die Ergänzungen beim Mini Mega Drive sind nur Kunststoff. Da fällt kein Elektroschrott...

gadthrawn 10. Dez 2019

Nen esp32

nachgefragt 09. Dez 2019

Ich habe den Artikel gar nicht ergoogelt ;-D



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