Elektroschrott: Britische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen Apple

Unter anderem werden hohe Reparaturkosten für Apples Produkte bemängelt.

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Die britische Regierung wirft Apple Versäumnisse bei der Vermeidung von Elektroschrott vor.
Die britische Regierung wirft Apple Versäumnisse bei der Vermeidung von Elektroschrott vor. (Bild: Charly Triballeau/AFP via Getty Images)

Der Umweltprüfungsausschuss der britischen Regierung kommt in einer aktuellen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass vor allem Apple zu wenig unternehme, um das Anfallen von Elektroschrott zu unterbinden. Die britischen Abgeordneten kritisieren Apple dafür, dass es das Unternehmen "fast unmöglich" mache, Geräte wie das iPhone zu reparieren. Damit würde Apple nicht helfen, die Menge an Elektroschrott in Großbritannien zu verringern.

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In Großbritannien fällt besonders viel Elektroschrott an: Pro Person der Bevölkerung erzeugt Großbritannien so viel Elektroschrott, dass das Land nur von Norwegen in diesem Bereich übertroffen wird. Die britische Regierung will das ändern und hat neun Monate lang Untersuchungen angestellt. Der Umweltprüfungsausschuss von Großbritannien hat einen mehrseitigen Bericht dazu als PDF-Dokument veröffentlicht.

Darin kommt der Ausschuss zu dem Ergebnis, dass Unternehmen wie Apple zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Elektroschrott verpflichtet werden sollten. Die Abgeordneten kritisieren Apple dafür, dass sich das Unternehmen geweigert habe, sich an der Untersuchung zu beteiligen. In dem Bericht wird vor allem Apple immer wieder namentlich genannt. Es wird der Vorwurf erhoben, dass Apple seine Produkte bewusst so teuer in der Reparatur mache, dass Kunden stattdessen lieber neue Geräte kaufen würden.

Reparatur des Homepod Mini ist fast so teuer wie der Neukauf

Dazu gibt es mit dem Homepod Mini (Test) ein aktuelles Beispiel: Nach Ablauf der Garantie berechnet Apple für jede Reparatur des Homepod Mini pauschal 90,60 Euro. Zum Vergleich: Der Neupreis liegt bei 100 Euro, so dass eine Reparatur nur minimal preisgünstiger wäre.

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"Es wurde festgestellt, dass Technikunternehmen wie Apple interne Komponenten zusammenkleben und verlöten, was eine Reparatur nahezu unmöglich macht", heißt es in dem Bericht. "Der Umweltprüfungsausschuss stellte fest, dass Verbraucher keine Kontrolle über die Produkte haben, die sie besitzen; sie können keine Komponenten herausnehmen, um sie selbst zu reparieren, und sie haben keinen Zugang zu Handbüchern, wie Probleme behoben werden können."

Weiter heißt es: "Stattdessen können die insbesondere von Apple für die Reparatur vorgeschlagenen Gebühren so teuer sein, dass es wirtschaftlicher ist, den Artikel vollständig zu ersetzen". In dem Bericht wird beanstandet, dass Hersteller wie Apple "einzigartige 'Pentablobe-Schrauben' verwenden, um einen breiten Zugang für die Reparatur zu verhindern".

Forderungen der britischen Regierung

Der hohe Anteil an Elektroschrott mache den britischen Abgeordneten Sorgen. "Nach den geltenden Gesetzen sind die Hersteller und Einzelhändler von Elektronikgeräten für diesen Abfall verantwortlich, aber sie kommen dieser Verantwortung eindeutig nicht nach." Der Umweltprüfungsausschuss will ein "echtes Recht auf Reparatur" auf den Weg bringen.

Es soll möglich sein, dass Produkte so konstruiert sein sollten, dass sie reparierbar sind. Außerdem sollten Ersatzteile sowie offizielle Reparaturanleitungen von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Die Politiker kritisieren Apple, weil das Unternehmen sich an der Untersuchung nicht beteiligt habe.

Apple verteidigt sich

Der britischen Tageszeitung The Guardian stellte Apple eine Stellungnahme bereit, in der das Unternehmen allerdings nicht erklärt, warum es sich an der Untersuchung der britischen Regierung nicht beteiligt hat.

In Apples Stellungnahme heißt es: "Wir waren überrascht und enttäuscht über den Bericht des Umweltprüfungsausschuss, der nichts von Apples Bemühungen zur Ressourcenschonung und zum Schutz des Planeten, den wir alle teilen, widerspiegelt. Es gibt für Kunden mehr Möglichkeiten als je zuvor, ihre Smartwatches einzutauschen, zu recyceln und sichere Qualitätsreparaturen zu erhalten, und unsere aktuelle Produktreihe für Apple Watch, iPads und iPhones verwendet für alle wichtigen Komponenten recyceltes Material."

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Eheran 03. Dez 2020

Was soll denn ein Gesetz alles machen? Dir noch den Hintern abwischen? Man kann nicht...

Lemo 01. Dez 2020

Was mit der wichtigste Aspekt von Recycling ist, da die Rohstoffe viel schwieriger zu...

My1 30. Nov 2020

Theoretisch ja Darum gehts nicht mal zwangsläufig Du kannst keine Teile vorhalten um...

Eheran 30. Nov 2020

Oder hört von den Vorgeschichten der Leute, bevor sie zu ihm gegangen sind. Wo etwa die...



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