Der Neo's ist hübsch, leicht, hat aber keinen starken Akku

In diesem Fall regelt die Steuerung nicht die Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung, sie schaltet erst wieder ein, wenn am Stromzug gedreht wird. Dieser plötzliche Geschwindigkeitsanstieg überrascht zunächst. Wenn man gelernt hat, dass sich die elektrisch geregelte Höchstgeschwindigkeit mit einer leichten Drehung am Stromzug zurückholen lässt, kehrt die Sicherheit zurück.

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Der Neo's sieht aus, wie man sich einen Roller vorstellt. Kleine Räder für maximale Wendigkeit, tiefer Durchstieg für die Beine, rahmenhohe Verkleidung als Schutz vor schlechtem Wetter. Die beiden LED-Doppelscheinwerfer an der Front sehen aus wie Augen und verleihen der Maschine ein freundliches Gesicht. Rundherum sind alle Konturen mit Gummileisten versehen als wirkungsvoller Schutz vor Beschädigungen beim Umkippen. Der Neo's sieht hübsch aus und ist praktisch. Er hat ein Handschuhfach in der Verkleidung und einen Seiten- sowie Hauptständer.

Bremsen könnten schärfer sein

Das Fahrwerk ist sehr stabil, die Bremsen dürften ruhig etwas mehr zubeißen. Mitunter muss schon sehr stark an den beiden Bremshebeln gezogen werden, um schnell zum Stehen zu kommen. Die Verarbeitung ist hochwertig und damit so, wie man es von einem etablierten Hersteller wie Yamaha erwarten kann. Immerhin bauen die Japaner seit Jahrzehnten millionenfach Zweiräder für die ganze Welt.

Die Bedienung ist höchst einfach, weil es nicht viel zu bedienen gibt (Bedienungsanleitung (PDF)). Die Schalter für Blinker, Hupe, Fernlicht befinden sich am linken Lenker. Der bereits beschriebene und überflüssige Mode-Schalter sitzt rechts, außerdem einer mit der Funktion Run. Rechts in der Verkleidung befindet sich ein Drehschalter für das Lenkradschloss, für das Öffnen der Sitzbank und zum Ein- und Ausschalten des Fahrzeugs.

Schlüssellose Bedienung möglich

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Zur Bedienung dieser Funktionen kann der Schlüssel in der Tasche bleiben, das System funktioniert schlüssellos. Ist der Roller eingeschaltet, muss der Run-Schalter gedrückt werden - dann geht es lautlos los. Yamaha hat den Roller für die Stadt entwickelt und das gekonnt. Er macht von der ersten Minute an Spaß, man fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Der Neo's ist kompakt und handlich und wiegt mit Akku schlanke 98 Kilogramm.

Die lassen sich auf den niedrigen Rädern leicht rangieren. Die Batterie ist herausnehmbar, um sie auch in der Wohnung laden zu können. Sie hat eine Kapazität von 1 kWh. Optional gibt es einen zweiten Akku, der dann allerdings Stauraum unter der Sitzbank nimmt. Zum Ladekabel, das man immer dabeihaben sollte, passt ein Jethelm dann nicht mehr in das Fach. Für Regenklamotten und einen kleinen Einkauf ist aber immer noch ausreichend Platz.

Mit der ersten Batterie 27 Kilometer weit

Über die kostenlose MyRide-App von Yamaha lässt sich das Bordsystem mit dem Smartphone koppeln. Eingehende Anrufe und Nachrichten werden im Cockpit angezeigt und der Ladezustand des Akkus lässt sich am Smartphone ablesen. Der Testroller verbrauchte knapp 4 kWh Strom auf 100 Kilometer.

Bei einem aktuellen durchschnittlichen Strompreis in Deutschland von 0,37 Euro pro kWh sind die Energiekosten mit rund 1,50 Euro für 100 Kilometer günstig. Das Testfahrzeug war mit zwei Akkus ausgestattet. Mit der ersten Batterie kam der Neo's 27 Kilometer weit, dann schaltete das System auf den Kriechmodus, um Strom zu sparen, bevor er kurz darauf ganz stehen blieb.

Damit auf die zweite Antriebsbatterie umgeschaltet wird, muss das Fahrzeug stehen. Das ist umständlich. Nach 54 Kilometern war auch die zweite Batterie leer. Acht Stunden dauert das Laden eines Akkus. Leider lassen sich beide Batterien nicht parallel laden. Dafür wird ein zweites Ladegerät gebraucht. Das kostet etwa 200 Euro, ein zweiter Akku sogar 1.000 Euro. Mit diesen beiden Optionen stehen dann 4.500 Euro auf der Rechnung.

Akku-Handling ist umständlich

Das geht deutlich günstiger. Der chinesische Rollerbauer Niu bietet sein Modell NQI Sport Standard Range für 2.700 Euro an. Die Reichweite des Niu liegt mit getesteten 55 Kilometern auf dem Niveau vom Neo's mit zwei Akkus und dies für 1.800 Euro weniger.

Die Kapazität der beiden Batterien unter dem Sattel einer Vespa Elettrica ist viermal so groß wie die des Neo's. Der Kultroller aus Italien kommt damit 20 Kilometer weiter als der Roller aus Japan mit zwei Batterien. Trotz der höheren Kapazität laden die beiden Akkus in der elektrischen Vespa zudem in der Hälfte der Zeit.

Die Vespa kostet aber auch 2.300 Euro mehr als der japanische E-Scooter. Akkukapazitäten und Ladegeschwindigkeiten sind die teuersten Komponenten an einem Elektrofahrzeug. Für den Neo's wird es schwer werden, bei dieser starken wirtschaftlichen und technischen Konkurrenz in Europa Fuß zu fassen.

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 Elektroroller von Yamaha im Test: Kleiner Neo's für recht großen Preis
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