Wettlauf mit den Nutzern

Für das Austauschen in der Stadt hat das Unternehmen im Sommer zwischen 25 und 30 Fahrer im Einsatz. Diese stecken die leeren Akkus in graue Kästen, die per Hubwagen und Aufzug in den Keller geschafft werden. In der Regel sind die Fahrer nachts unterwegs. Denn tagsüber macht der dichte Verkehr die Fahrten ineffizient. In Paris, wo der Verkehr noch viel zäher als in Berlin fließt, werden alle Akkus nur nachts ausgetauscht. Dort hat Coup die Flotte sogar auf 1.700 Elektroroller aufgestockt.

Mit Hilfe eines selbst entwickelten Programms überwacht Coup die Position und den Ladezustand der Fahrzeuge. Fällt die Kapazität unter 20 Prozent, nimmt Coup die Roller aus der App, so dass sie nicht mehr gemietet werden können. Nach dem Akkutausch wird das Fahrzeug dann wieder freigegeben. Schwieriger ist der Austausch bei Rollern, deren Akku zwar schon recht leer ist, aber noch über der 20-Prozent-Marke liegt. "Dann kann es passieren, dass die Fahrer schon mal einem Roller hinterherfahren, um den Akku zu wechseln", sagt Schneider. Derzeit arbeitet Coup an einem eigenen Routenplaner, um die Austauschfahrten möglichst effizient zu steuern.

Ökostrom, aber keine Elektrotransporter

Gelegentlich kommt es vor, dass ein Coup-Nutzer mit leerem Akku auf der Strecke stehen bleibt. Dann holen Mitarbeiter den Roller komplett per Transporter ab. Gegen ein zusätzliches Entgelt ist es jedoch möglich, einen vollen Akku zu bekommen und mit dem Roller die Fahrt fortzusetzen.

Auch wenn die Akkus selbst mit Ökostrom aufgeladen werden: Die Servicefahrer sind noch nicht mit Elektro-Lkw unterwegs. Das liegt dem Unternehmen zufolge jedoch vor allem daran, dass es derzeit keine Fahrzeuge auf dem Markt gibt, die über die erforderliche Reichweite verfügen. Tests mit Streetscootern der Deutschen Post fielen nicht zufriedenstellend aus. In Madrid, wo ein Drittanbieter den Akkutausch übernimmt, seien hingegen kleine Elektrotransporter im Einsatz.

Sogar in Tübingen verfügbar

Über eine Werkstatt zur Reparatur der Roller verfügt Coup in dem Keller jedoch nicht. Kleine Reparaturen, wie der Austausch eines Spiegels, erledigen die Serviceteams gleich an Ort und Stelle. Für größere Reparaturen bieten sich in Berlin die Wintermonate an, wenn der Dienst zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar eingestellt wird. In Paris und Madrid wird die Flotte hingegen ganzjährig betrieben. Überrascht zeigte sich das Unternehmen über das geringe Ausmaß an beschädigten Fahrzeugen. Anders als erwartet sei Vandalismus kein Problem in Berlin. Zudem seien die Unfallzahlen bislang sehr niedrig.

Ob das 2016 gegründete firmeninterne Startup bereits schwarze Zahlen schreibt, will das Unternehmen nicht verraten. Für den Erfolg spricht die Tatsache, dass nach dem Start in Berlin das Konzept auf drei weitere Städte ausgedehnt wurde. Neben Paris und Madrid ist Coup nun auch in Tübingen vertreten. Rund 120 Mitarbeiter arbeiten europaweit für die Bosch-Tochter.

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 Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehenViele Probleme mit der App 
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RvdtG 28. Sep 2018

mit dem man kleine Transportaufgaben erledigen kann, zum Beispiel Akkus zu den Rollern ;)

RvdtG 28. Sep 2018

Offensichtlich scheinen die drei Stunden auch nicht so problematisch zu sein, sonst...

Frankenwein 27. Sep 2018

Mich hätten die Preise auch interessiert, um einen Vergleich zu "Eddy" zu haben, den es...

gersi 20. Sep 2018

...in einer anderen deutschen Grossstadt jeden Tag (außer bei unter Null und...



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