Die 10 E-Auto-Irrtümer-Revisionen

Ich träume von einer neuen Höflichkeit. Einem Respekt gegenüber der Zukunft. In der wir von den Lösungen und nicht immer nur von den Problemen her denken. In der das Neue nicht das Bessere erschlägt. Und in der das ewige Abwerten, Negativieren und populistische Schlechterwissen degoutant ist. Ebenso wie überdimensionierte Auspuff-Bürzel, die mir auf jeder Autobahn entgegenstarren.

PS: In der Corona-Krise hat sich der Absatz von E-Fahrzeugen in Europa verdreifacht: Auf immerhin 7,2 Prozent der Neuwagen. Und 9,6 Prozent Hybriden. In Deutschland fahren jetzt fast 300.000 E-Autos. Die eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen, die Angela Merkel vor zehn Jahren für dieses Jahr 2020 prognostizierte, werden im Jahr 2022 oder 2023 realisiert. Von da an geht es steil bergauf. In zehn Jahren werden 50 Prozent aller Neuanmeldungen vollelektrisch fahren, ähnlich wie heute in Norwegen. Tankstellen werden vielleicht Lade-Lounges, in denen es endlich auch etwas Gutes zu essen gibt, nicht diesen dickmachenden Schlangenfraß.

Danach kommt der Wasserstoff.

PPS: Ich habe nichts gegen Oldtimer.

Die 10 E-Auto-Irrtümer-Revisionen

  • Elektroautos haben einen unschlagbar besseren Wirkungsgrad im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, mindestens um den Faktor drei. Elektromotoren halten endlos. Ich fahre in Wien mit Tesla-Taxis, die mehr als eine halbe Million Kilometer auf dem Tacho haben.
  • Wenn wir ALLE Autos elektrifizieren, brauchen wir etwa 20 Prozent mehr Strom. Vielleicht 25 Prozent. Die Lichter werden nicht ausgehen, denn wir werden adaptive Lade- und Energienetze entwickeln, die Erneuerbaren erleben in den nächsten Jahren einen weiteren Boom. Digitalisierung hilft dabei.
  • Heutige Elektroautos nähern sich in der Ladezeit (beim Schnellladen) immer mehr einer Kaffeepause an.
  • Die Infrastruktur beim Laden ist heute schon fast ausreichend. 80 Prozent wird zu Hause langsam an der Steckdose geladen. Autos stehen ja neunzig Prozent der Zeit sowieso nur herum.
  • Batterien sind sehr viel langlebiger, als man früher dachte, die E-Auto-Batterien werden zunehmend in einem zweiten Zyklus eingesetzt, etwa beim Fußballspielen.
  • Kohlestrom gehört demnächst der Vergangenheit an. Die meisten Charger laufen heute schon auf Grünstrom, der Elektrizitätsmix ändert sich jedes Jahr in Richtung Erneuerbare.
  • Doch: Lithium-Batterien sind recycelbar. In wenigen Jahren wird das ein standardisiertes Verfahren sein.
  • Lithium ist ein recht häufiges Atom auf dem Planeten Erde. Man kann einen Rohstoffkreislauf von Lithium (und anderen Stoffen) auch schonend gestalten.
  • Kobalt wird bald keine Rolle mehr spielen - oder nur eine geringe. Derzeit werden in vielen chinesischen E-Autos die ersten kobaltlosen Batterien verbaut.
  • Die Produktion von E-Autos wird bald viel weniger CO2 erzeugen.
  • Und so weiter ...

Matthias Horx ist Trend- und Zukunftsforscher. Seine Webseiten sind www.horx.com und zukunftsinstitut.de.

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 Ich war früher nicht anders
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tovi 29. Okt 2020

Ich denke es werden weniger als 20% sein, da auf der anderen Seite viel an Energiebedarf...

tovi 29. Okt 2020

Warum halten alle Leute Wasserstoff für das Non-plus-ultra. Wasserstoff wird BEV nicht...

JackIsBlackV8 25. Sep 2020

Ja, da kann man von ausgehen. Trotzdem lässt sich dadurch nicht auf Fahrverhalten oder...

PanicMan 24. Sep 2020

Ein Bekannter von einem Freund... Ja, schon klar, solche Geschichten gibt es zur...



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