Elektronisches Anwaltspostfach: Anwälte genervt von Dauerproblemen mit BeA

Die Coronavirus-Pandemie schränkt auch die Arbeit der Justiz stark ein. Hinzu kommen Probleme mit dem BeA.

Artikel veröffentlicht am ,
Das BeA ist derzeit nur stark eingeschränkt nutzbar.
Das BeA ist derzeit nur stark eingeschränkt nutzbar. (Bild: Brak)

Störungen beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (BeA) erschweren seit Tagen die Arbeit in der Justiz. "Die BeA-Störung, die seit dem 16.03.2020, 11:00 Uhr, besteht, ist leider noch nicht behoben. Aktuelle Fehlerbilder sind Probleme bei der Anmeldung am BeA sowie der Adressierung von Empfängern außerhalb des BeA-Systems. In einzelnen Fällen wird auch festgestellt, dass eine Adressierung innerhalb des BeA-Systems, also von anderen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, nicht möglich ist", teilte die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) am 18. März 2020 mit. Nach Informationen von Golem.de ist es gelegentlich wieder möglich, sich beim BeA anzumelden. Auf Twitter beklagen sich Anwälte jedoch weiterhin über "extreme Offlinezeiten".

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So schrieb die Anwältin Verena Braeckeler auf Twitter: "Eigentlich könnte jetzt eine Sternstunde des BeA sein. Könnte. Aber es funktioniert ja jetzt den 3. Tag in Folge nicht. Warum auch? Ist ja nicht so, als ob das jetzt irgendwer brauchen könnte..." Ebenso wie andere Berufsgruppen sind Anwälte derzeit verstärkt auf das Homeoffice angewiesen. BeA ist ein spezielles Kommunikationssystem für Rechtsanwälte und Gerichte.

Ursache noch nicht geklärt

Der Brak zufolge liegt noch keine "endgültige Ursachenanalyse" vor. "Auslöser der Störung war nach derzeitiger Erkenntnis zunächst eine Unterbrechung der Schnittstelle zwischen dem BeA-System und der Bundesnotarkammer, die für die erfolgreiche Adressierung von Nachrichtenempfängern erforderlich ist. In der Folge dieser Störung traten weitere zusätzliche Fehler auf, die zu den beschriebenen unterschiedlichen Einschränkungen führen", hieß es weiter. Auf Anfrage von Golem.de sagte eine Brak-Sprecherin, dass die aktuellen Probleme nichts mit einer verstärkten Nutzung infolge der Coronavirus-Pandemie zu tun hätten.

Das BeA hat eine lange Geschichte von Sicherheitsproblemen hinter sich. Im Dezember 2017 musste es kurzfristig abgeschaltet werden und blieb bis September 2018 offline. Umstritten blieb das BeA weiterhin.

Nachtrag vom 18. März 2020, 17:00 Uhr

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Anders als in einer früheren Fassung des Artikels dargestellt, wird das BeA noch nicht von den Unternehmen Westernacher und Rockenstein betrieben. Zwar hat die Bietergemeinschaft im vergangenen Jahr eine Neuausschreibung des Projektes gewonnen, jedoch findet sich das BeA nach Angaben der Brak weiterhin in einer Übergangsphase und wird daher noch von Atos betrieben. "Die Brak hat mit der Beauftragung der neuen Dienstleisterin eine Übergangsphase vereinbart, in der die alte Betreiberin den Betrieb noch so lange fortführt, bis die neue Betreiberin ihre Systeme soweit aufgebaut hat, dass eine risikofreie Übernahme des Echtbetriebs erfolgen kann. Der genaue Zeitpunkt, wann das geschehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Voraussichtlich wird der Übergang im zweiten Quartal des Jahres 2020 stattfinden", sagte die Brak.

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bombinho 18. Mär 2020

Wann kommt denn eigentlich das Besondere elektronische Regierungsbeamtenpostfach mit...

Palerider 18. Mär 2020

Joah... sowas kann man in einen Vertrag mit einem Dienstleister reinschreiben... man...



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