Elektronische Kampfführung: Neues Flugzeug der US-Luftwaffe soll Gegner blenden
Krieg wird heute nicht mehr nur mit Feuerwaffen ausgetragen, sondern auch elektronisch. Die US-Luftwaffe hat das erste Flugzeug einer neuen Flotte für die elektronische Kampfführung (Electronic Warfare, EW) erhalten.
Insgesamt orderte die US-Luftwaffe zehn Flugzeuge vom Typ EC-37B Compass Call (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Sie ersetzt das alte Flugzeug für elektronische Kampfführung, die EC-130H Compass Call(öffnet im neuen Fenster) . Die ersten fünf Maschinen sollen bis Mitte des kommenden Jahres in Dienst gestellt werden.
Die EC-37B Compass Call basiert auf einer Gulfstream G550(öffnet im neuen Fenster) , einem Geschäftsreiseflugzeug mit einer Länge von gut 29 Metern und einer Spannweite von knapp 29 Metern. Die EC-37B Compass Call soll eingesetzt werden, um die gegnerische Kommunikations- und Navigationssystem sowie das gegnerische Radar zu stören. Sie soll auch die Luftabwehr außer Kraft setzen können.
BAE Systems und L3Harris Technologies haben die Gulfstream für ihren neuen Einsatzzweck umgerüstet. Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat das EW-System mit der Bezeichnung Compass Call Airborne Electromagnetic Attack entwickelt und in seinem Werk im US-Bundesstaat New Hampshire gebaut. Der US-Rüstungskonzern L3Harris Technologies hat das System nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) in das Flugzeug integriert.
Die US-Luftwaffe betreibt bereits seit den 1980er Jahren Flugzeuge für die elektronische Kampfführung. Das erste war die EC-130H Compass Call, die jetzt ersetzt wird. Sie basiert auf dem Transportflugzeug Lockheed C-130 Hercules und wurde 1982 in Dienst gestellt. 14 Maschinen dieses Typs nutzt die US-Luftwaffe. Der Nachfolger ist kleiner, schneller, hat eine größere Reichweite und kann in größerer Höhe operieren. Zudem wird erwartet, dass die Betriebskosten für die neuen Maschinen geringer sein werden.
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