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Elektronische Bildverarbeitung: Algorithmus erkennt unsichtbare Strukturen

Ein neuer Bilderkennungsalgorithmus ist als Open Source der Öffentlichkeit übergeben worden. Er macht für das menschliche Auge unsichtbare Strukturen sichtbar.
/ Ferdinand Thommes
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University of California (Bild: Flickr)
University of California Bild: Flickr / CC-BY-SA 2.0

Die University of California in Los Angeles (UCLA) hat einen Bilderkennungsalgorithmus vorgestellt. Er soll Strukturen und Texturen sichtbar machen, die für das menschliche Auge oder für Standard-Bilderkennungsverfahren nicht sichtbar sind. Damit kann beispielsweise die innere Struktur einer leuchtenden LED-Lampe sichtbar gemacht werden. Bisherige Verfahren waren hierzu wegen der Leuchtkraft der Lampe nicht in der Lage. Auch weit entfernte Sterne, die bisher mit der astronomischen Bilderfassung nicht sichtbar gemacht werden konnten, könnten erkannt werden, sagen die Forscher.

Vereinfacht dargestellt wendet der Algorithmus ein mathematisches Verfahren an, das erst die Form eines Objekts erfasst und dann dessen Merkmale erkennt und extrahiert. Zudem kann das Verfahren Bilder verbessern und deren Texturen erfassen. Anwendungsbereiche der neuen Methode sind etwa Fingerabdruck-, Gesichts- und Iriserkennung in Hochsicherheitsbereichen, Navigationssysteme in selbstlenkenden Fahrzeugen oder die Überprüfung von Industrieprodukten im Fertigungsprozess.

Die Entwicklung des neuen Verfahrens unter Leitung von Bahram Jalali, Professor für Elektrotechnik an der UCLA, entstand aus dem Forschungszweig zu Photonic Time Stretch (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , einem bildgebenden Verfahren zur Erkennung von Krebszellen im Blutbild. Durch die Veröffentlichung als Open Source erhoffen sich die Forscher, dass der Algorithmus in Gebieten wie Mustererkennung und anderen bildverarbeitenden Verfahren eingesetzt werden kann. Der Quellcode steht auf Github(öffnet im neuen Fenster) zur freien Verfügung.


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