Elektronische Bildverarbeitung: Algorithmus erkennt unsichtbare Strukturen

Ein neuer Bilderkennungsalgorithmus ist unter freier Lizenz der Öffentlichkeit übergeben worden. Er macht für das menschliche Auge unsichtbare Strukturen sichtbar.

Die University of California in Los Angeles (UCLA) hat einen Bilderkennungsalgorithmus vorgestellt. Er soll Strukturen und Texturen sichtbar machen, die für das menschliche Auge oder für Standard-Bilderkennungsverfahren nicht sichtbar sind. Damit kann beispielsweise die innere Struktur einer leuchtenden LED-Lampe sichtbar gemacht werden. Bisherige Verfahren waren hierzu wegen der Leuchtkraft der Lampe nicht in der Lage. Auch weit entfernte Sterne, die bisher mit der astronomischen Bilderfassung nicht sichtbar gemacht werden konnten, könnten erkannt werden, sagen die Forscher.

Vereinfacht dargestellt wendet der Algorithmus ein mathematisches Verfahren an, das erst die Form eines Objekts erfasst und dann dessen Merkmale erkennt und extrahiert. Zudem kann das Verfahren Bilder verbessern und deren Texturen erfassen. Anwendungsbereiche der neuen Methode sind etwa Fingerabdruck-, Gesichts- und Iriserkennung in Hochsicherheitsbereichen, Navigationssysteme in selbstlenkenden Fahrzeugen oder die Überprüfung von Industrieprodukten im Fertigungsprozess.

Die Entwicklung des neuen Verfahrens unter Leitung von Bahram Jalali, Professor für Elektrotechnik an der UCLA, entstand aus dem Forschungszweig zu Photonic Time Stretch (PDF), einem bildgebenden Verfahren zur Erkennung von Krebszellen im Blutbild. Durch die Veröffentlichung als Open Source erhoffen sich die Forscher, dass der Algorithmus in Gebieten wie Mustererkennung und anderen bildverarbeitenden Verfahren eingesetzt werden kann. Der Quellcode steht auf Github zur freien Verfügung.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raspberry Pi
Mit einem DVB-T-Stick die Wetterstation retten

Was kann man machen, wenn ein Regenmesser abraucht und man nicht die komplette Wetterstation neu kaufen will? Das Zauberwort heißt SDR.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Raspberry Pi: Mit einem DVB-T-Stick die Wetterstation retten
Artikel
  1. Coronapandemie: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen
    Coronapandemie
    42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen

    Einem Medienbericht zufolge gibt es eine Lücke zwischen ausgestellten Impfnachweisen und verabreichten Dosen. Diese wird sogar noch größer.

  2. Ransomware: Qnap-NAS werden mit Zero Day angegriffen
    Ransomware
    Qnap-NAS werden mit Zero Day angegriffen

    Die Ransomware-Gruppe Deadbolt verschlüsselt NAS-Geräte von Qnap nach eigenen Angaben über eine bis dato unbekannte Sicherheitslücke.

  3. Rauchgranate: Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y
    Rauchgranate
    Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y

    Mit einer Rauchgranate hat Tesla den Effekt des Biowaffen-Abwehrmodus im Model Y auf die Insassen veranschaulicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /