Elektronikmärkte: Mediamarkt und Saturn wollen Filialien schnell wieder öffnen

"Für uns geht es um jeden weiteren Tag", sagt Ceconomy-Chef Düttmann. Dabei boomt das Onlinegeschäft von Mediamarkt und Saturn.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Trotz des guten Onlinegeschäftes sollen Elektronikmärkte wieder aufmachen.
Trotz des guten Onlinegeschäftes sollen Elektronikmärkte wieder aufmachen. (Bild: Mediamarktsaturn/Montage: Golem.de)

Der florierende Online-Shop und erfolgreiche Marketingaktionen rund um den Black Friday haben dem Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn) trotz Lockdowns gute Geschäfte im Weihnachtsquartal beschert. Insgesamt stiegen die Umsätze des größten deutschen Elektronikhändlers zwischen Oktober und Dezember - dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 - um 9,4 Prozent auf fast 7,5 Milliarden Euro, wie Konzernchef Bernhard Düttmann am Dienstag berichtete.

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In die Zukunft blickt der Konzern allerdings angesichts der fortdauernden Covid-19-Pandemie nicht ohne Sorge, auch wegen eines gesunkenen Nettogewinns. Für ihn ist es essenziell, Filialen wieder zu öffnen, sei es auch mit Einschränkungen.

Wachstumsträger Nummer eins war für den Mutterkonzern von Media Markt und Saturn im wichtigen Weihnachtsgeschäft der Onlinehandel. Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz verdoppelte sich auf rund 30 Prozent - oder 2,3 Milliarden Euro. Drei Millionen neue Kunden im Internet sorgten dafür, dass die Zuwächse im Onlinehandel die Umsatzeinbußen durch die coronabedingten Ladenschließungen mehr als wettmachten.

Außerdem profitierte das Unternehmen davon, dass es mit zahlreichen Marketingaktionen wie dem Black November viele Kunden dazu bewegen konnte, die Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr schon frühzeitig - und damit vor dem Lockdown - zu tätigen. Gefragt war alles, was das Homeoffice und das Homeschooling angenehmer machte. Aber auch Fernseher, Unterhaltungselektronik und weiße Ware wie Waschmaschinen und Kochherde liefen gut.

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Auch zum Superbowl 2021 hatten Mediamarkt und Saturn einmal mehr eine 19-Prozent-Rabattaktion gestartet. Diese dürfte das Geschäft auch für die ersten Monate 2021 weiter erfolgreich ankurbeln.

Märkte sollten nicht mehr lange geschlossen bleiben

Durchwachsener als der Umsatz war die Gewinnentwicklung. Zwar stieg das um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 19,4 Prozent auf 340 Millionen Euro. Doch unter dem Strich sank das Nettoergebnis um 9,8 Prozent auf 153 Millionen Euro - nicht zuletzt, weil der Online-Boom zu höheren Lieferkosten und damit einer sinkenden Bruttomarge führte.

Auch wenn sich der Konzern im wichtigen Weihnachtsquartal gut behauptete, zeigte sich Ceconomy-Chef Düttmann beim Blick in die Zukunft eher vorsichtig. Die anhaltenden Marktschließungen seien "aktuell eine große Herausforderung". Im Januar, in dem europaweit sogar durchschnittlich 63 Prozent der Media Markt- und Saturn-Filialen coronabedingt geschlossen waren, lagen die Konzernumsätze um 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Wahnsinns Schnell Verkauf bei Media Markt

Düttmann dringt deshalb auf einen klaren Fahrplan der Politik, wann und unter welchen Bedingungen die Märkte wieder öffnen können: "Für uns geht es dabei, wie für viele andere, um jeden weiteren Tag."

Staffelöffnungszeiten als Notlösung

Einen Tag vor der Beratung von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise brachte Düttmann einen eigenen Vorschlag ins Spiel, um den Weg für eine rasche Ladenöffnung zu ebnen. Um überfüllte Innenstädte nach dem Ende des Lockdowns zu vermeiden, empfahl er gestaffelte Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen.

Um die Besucherströme zu begrenzen, könne man etwa die Berufstätigen am Morgen und am Abend in die Läden lassen und eine spezielle Zeit für die Risikogruppen über 60 oder 65 festlegen. "Man könnte es auch staffeln nach Tagen, wo man bestimmte Tage hat, wo die Jugendlichen in die Läden dürfen und an anderen Tagen nicht", sagte Düttmann.

Allerdings würde das nicht unbedingt das Problem lösen, da in Eingangsbereichen der Märkte und auf dem Weg dahin - etwa mit öffentlichen Verkehrsmitteln - weiterhin größere Ansteckungsgefahr besteht.

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Weitsicht0711 10. Feb 2021

Ja dies ist leider so, wirkliche Infektionsherde wurden plötzlich bei der zweiten Welle...

McWiesel 09. Feb 2021

Da ist aber der Kunde dran schuld. Ich kann mich gut erinnern, dass ich in den 90ern...



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