Elektronikhändler: Verbleibende Saturn-Märkte werden Showrooms
Die wenigen verbliebenen Saturn-Märkte sollen sich auf innovative und trendige Tech-Produkte konzentrieren, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Gaming. Das sagte der neue Chief Executive Officer der Media Markt Saturn Holding Ceconomy, Remko Rijnders, der Zeitung Welt (Paywall)(öffnet im neuen Fenster). Die Marke sei dem Konzern "weiter sehr wichtig".
"Wir sehen allerdings, dass wir die Positionierung von Saturn im Vergleich zu Media Markt stärker differenzieren müssen als heute", erklärte Rijnders. "Wir werden etwa exklusive Produkt-Drops nutzen, was wir heute noch nicht tun, um Kunden frühzeitig Zugang zu Innovationen zu ermöglichen – noch bevor diese Produkte flächendeckend auf dem Markt verfügbar sind. Insbesondere durch Saturn-Showrooms auf dem deutschen Markt."
Zuletzt wurden zahlreiche Saturn-Standorte geschlossen oder in Media Markt-Filialen umgewandelt. Vor einigen Jahren gab es in Deutschland noch etwa 150 Geschäfte, aktuell sind laut Welt nur noch 27 geöffnet. Im Januar 2026 nannte Ceconomy noch eine Zahl von 53 Saturn-Märkten. Die Anzahl der Media-Markt-Filialen wuchs durch die Umfirmierungen auf über 350.
JD.com: Entscheidung steht noch aus
Der chinesische E-Commerce-Konzern JD.com steht vor der Übernahme von Ceconomy. Bis zum Ende der Annahmefrist Anfang Dezember sicherte sich der Konzern knapp 60 Prozent der Anteile. Das Aktienpaket, das JD.com kontrolliert, liegt höher.
Behörden in mehreren Ländern prüfen die Übernahme. Frankreich, Italien und Deutschland stimmten zu. Die Entscheidungen aus Spanien und Österreich stehen noch aus.
Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung "vorläufige Bedenken" und prüft den Fall nun genauer. JD.com und Ceconomy rechnen mit einer vollständigen Freigabe in der zweiten Jahreshälfte.
JD.com, der als Einzelhändler mit Ladengeschäften begann, beschleunigte seine globale Expansion in den vergangenen Jahren: 2022 führte das Unternehmen die Einzelhandelsmarke Ochama in den Niederlanden ein und startete im April einen Pilotbetrieb seines britischen Online-Marktplatzes Joybuy. JD.com prüfte im Jahr 2024 zudem eine Übernahme des britischen Elektronikhändlers Currys.
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