Elektromyografie: Garmin und Meta testen Gestensteuerung im Auto

Garmin und Meta zeigen auf der CES 2027 eine Machbarkeitsstudie, in der sich Funktionen im Auto per Armband steuern lassen. Wichtig: Das Wearable stammt in diesem Fall nicht von Garmin.
Das Unternehmen ist aber auch einer der weltweit bedeutendsten Anbieter(öffnet im neuen Fenster) für digitale Cockpits in Serienfahrzeugen – in Deutschland arbeitet etwa BMW mit Garmin zusammen. Meta liefert die neuartige Steuerungstechnik, Garmin die Fahrzeugplattform.
In der Demo wird Garmins Cockpitlösung Unified Cabin mit dem Meta Neural Band verbunden. Das Armband misst mithilfe von Elektromyografie (EMG) winzige elektrische Signale der Muskeln am Handgelenk.
Aus diesen Impulsen werden Befehle wie Klicks, Scrollen oder Drehen abgeleitet. So lassen sich Entertainment- und Komfortfunktionen im Auto mit kleinen Fingerbewegungen auslösen, ohne ständig Displays berühren oder Menüs durchtippen zu müssen.
Unified Cabin soll als zentrale Steuereinheit verschiedene Dienste bündeln und personalisieren – von Unterhaltung über Assistenzsysteme bis hin zu Komforteinstellungen.
Mit dem Meta-Band lässt sich sehr vieles steuern
In der gezeigten Version gehören dazu unter anderem eine KI-gestützte Sprachsteuerung, individuell getrennte Audio-/Videozonen sowie Licht- und Klang-Szenarien. Das Neural Band fügt sich hier als zusätzliche Eingabemöglichkeit ein, die Touch und Sprache nicht ersetzt, aber bequemer machen soll.
Meta hatte das Armband bisher vor allem im Umfeld seiner Ray-Ban-Brillen gezeigt. Langfristig sieht der Konzern die Technik jedoch als universelle Eingabeform – potenziell auch fürs Smart Home oder andere Alltagsgeräte.
Für Garmin ist die Zusammenarbeit ein Signal an Autohersteller, dass sich solche Steuerkonzepte vergleichsweise unkompliziert in moderne Cockpits integrieren lassen.
Noch bleibt das Ganze eine Studie. Sie verdeutlicht aber, wie tragbare Technik über Fitness und Gesundheit hinauswachsen und im Auto zu einer alternativen, unaufdringlichen Bedienung werden könnte. Wann daraus serienreife Lösungen entstehen, ist offen.