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Elektromotoren-Probleme: Lieferengpass trifft weitere E-Modelle von Volkswagen

Der anhaltende Lieferengpass bei Elektromotoren von Volkswagen beeinträchtigt jetzt auch die Fertigung weiterer E-Modelle des Konzerns.
/ Andreas Donath
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Elektromotor APP550 (Bild: Volkswagen)
Elektromotor APP550 Bild: Volkswagen

Wie eine Skoda-Sprecherin gegenüber dem Handelsblatt bestätigte(öffnet im neuen Fenster), rechnet der tschechische Autohersteller am Stammsitz in Mlada Boleslav ab November und Dezember 2023 mit Einschränkungen bei der Produktion des Elektro-SUV Enyaq iV. Um die Auswirkungen auf die Fertigung zu minimieren, will Skoda vorübergehend mehr Verbrennermodelle vom Octavia bauen.

Produktionsdrosselungen in China

Nach Informationen aus Konzernkreisen soll auch das elektrische SUV-Coupé Cupra Tavascan, das in China für den europäischen Markt gebaut wird, derzeit nur eingeschränkt mit Elektromotoren beliefert werden, heißt es beim Handelsblatt. Die Fertigung der ID-Modelle in China sei von dem Engpass jedoch nicht betroffen. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Volkswagen-Werke in Zwickau und Emden angekündigt, ihre Produktion von Elektrofahrzeugen wegen fehlender Motoren vorübergehend drosseln zu müssen.

Probleme bei der Statoren-Fertigung

Auslöser der Lieferschwierigkeiten ist ein Mangel an Elektromotoren des Typs APP550, die im VW-Komponentenwerk Kassel produziert werden. An dem nordhessischen Standort soll eine Anlage für die Fertigung der Statoren(öffnet im neuen Fenster) derzeit nur rund 30 Prozent der maximalen Kapazität erreichen. Der APP550 kommt in diversen Elektro- und Hybridmodellen von Volkswagen, Audi, Skoda und Cupra zum Einsatz.

Das neue Aggregat hat eine Leistung von 210 kW und ein maximales Drehmoment von etwa 550 Nm, je nach Getriebeübersetzung des Fahrzeugs. Insbesondere das gestiegene Drehmoment soll für eine größere Kraftentfaltung beim Losfahren sowie bei höheren Endgeschwindigkeiten sorgen.

Volkswagen bemüht sich nach eigenen Angaben, die Lieferprobleme schnellstmöglich zu beheben. Wann die Produktion wieder vollständig hochgefahren werden kann, ist derzeit jedoch noch unklar. Die fehlenden Elektromotoren werden die Fertigung verschiedener E-Modelle des Konzerns voraussichtlich noch über mehrere Wochen beeinträchtigen.


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