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Elektromobilität zu Fuß: Fahrrad lädt Tesla auf

Mit Muskelkraft wird auch der Akku eines Elektroautos wieder flott. Das dauert aber sehr lange, selbst wenn viele treten.
/ Andreas Donath
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Fahrräder als Notlademöglichkeit für Elektroautos - praxistauglich ist das nicht. (Bild: janne Käpylehto)
Fahrräder als Notlademöglichkeit für Elektroautos - praxistauglich ist das nicht. Bild: janne Käpylehto

Eine Gruppe von Radfahrerinnen und Radfahrer hat mit dem Dynamo-Prinzip versucht, ein Tesla Model X aufzuladen. Dazu traten neun Menschen in Rennradpedalen, um über Rollentrainer Strom zu erzeugen. Dieser wurde in den Akku des Model X geleitet. Die Idee stammt von dem Finnen Janne Käpylehto, der diese in einer Fernsehshow zeigte.

Die Radfahrer erreichten zusammen eine Leistung von mehr als einem Kilowatt. Damit kann das Fahrzeug jedoch keine signifikanten Strecken zurücklegen. Innerhalb von 20 Minuten wurde die Reichweite so nur um etwa zwei Kilometer erhöht.

Solarzellen im Elektroauto als Reichweitensteigerer

Einige Hersteller setzen ebenfalls auf alternative Lademöglichkeiten, allerdings nicht auf ein Fahrrad als Notstromaggregat. Der Elektroautobauer Hyundai fügte beim neuen Sonata Hybrid ein Solardach ein, das den Akku des Fahrzeuges auflädt, wenn die Sonne scheint. Es handelt sich aber nur um einen kleinen Plugin-Hybridakku (9,8 kWh), der laut Hersteller bei optimalen Voraussetzungen durch die Solarmodule pro Tag zu etwa 60 Prozent aufgeladen werden kann.

Toyota bietet bei einigen Prius-Versionen ein Solardach an, dieses treibt aber ausschließlich die Lüfter der Klimatisierung an und lädt nicht den Antriebsakku. Beim Elektroauto Sion sollen Solarzellen fast überall auf den Flächen der Karosserie angebracht werden. Sie liefern laut Hersteller an einem sehr sonnigen Sommertag Strom für eine Reichweite von etwa 34 km. Allerdings ist dieses Auto noch immer nicht auf dem Markt.


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