Plugin-Hybride können Fahrer anfixen

Allerdings ist es nicht so, dass Plugin-Hybride generell eine Alibi-Funktion erfüllen. Vor allem Nutzer, die beispielsweise zu Hause in der Garage oder am Arbeitsplatz über eine Lademöglichkeit verfügen und täglich eher kurze Fahrten unternehmen, können auf den Verbrennermotor fast ganz verzichten.

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So schilderte der Nutzer Pixelbart vor kurzem auf Twitter, wie sich das Fahrverhalten seines Vaters durch den Hybrid völlig verändert habe. In seinem "Thread für diejenigen, die noch an Elektroautos zweifeln", schrieb er: "Schon lange hat ihm kein Auto mehr so viel Spaß gemacht. Aber der Spaß wird nicht mehr über Geschwindigkeit definiert. Sondern über das Sparen. ... Stolz erzählte er mir letztens, dass er jetzt 11.000 km gefahren sei und erst zweimal Benzin getankt hat. Und fast vom Stuhl gefallen wäre ich, als er sagte, dass er mittlerweile für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ist."

Ebenso wie Pixelbarts Vater sind Plugin-Hybride in der Tat für Autofahrer attraktiv, die einerseits befürchten, mit ihrem Diesel bald nicht mehr in die nahegelegene Stadt zu kommen, andererseits den vollelektrischen Antrieben noch nicht richtig trauen. Daher schreibt die Bundesregierung unter Berufung auf das Projekt Premium, das die Nutzung von Plugin-Hybriden in der Praxis untersucht hat: "Die Gutachter sprechen sich dafür aus, Plugin-Hybride weiterhin im Anwendungsbereich zu behalten, da diese Fahrzeuge aufgrund der größeren Gesamtreichweite zu einer erhöhten Akzeptanz der Bevölkerung für Elektromobilität führen sollen und eine notwendige 'Brücke' zur rein elektrischen Mobilität darstellen."

Bessere Lademöglichkeiten gefordert

Um zu erreichen, dass die Hybride möglichst viel elektrisch gefahren werden, sollten "die Nutzer einen Vorteil durch das elektrische Fahren haben", schreibt die Bundesregierung weiter. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn elektrisch fahren können die Autos nur dann, wenn die Besitzer auch die Möglichkeit haben, sie zu Hause oder am Arbeitsplatz aufzuladen.

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Daher forderte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Ende Juli von der Regierung zum wiederholten Mal: Um Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, müssten "endlich die rechtlichen Hürden abgebaut werden, um die Installation von Ladesäulen am Arbeitsplatz, in Gewerbegebieten und in Mehrfamilienhäusern überhaupt zu ermöglichen". Das Bundesjustizministerium müsse seinen Ankündigungen endlich Taten folgen lassen und das Miet- und Wohnungseigentumsrechts dahingehend anpassen. Zwei Bundesländer sind mit einem Gesetzentwurf inzwischen vorgeprescht.

Wie der Misserfolg der Kaufprämie zeigt, reicht ein staatlicher Finanzzuschuss längst nicht aus, um der Elektromobilität zum Erfolg zu verhelfen. Bei Plugin-Hybriden scheint ein Zuschuss zudem nicht erforderlich, um die Preisunterschiede zu reinen Verbrennern auszugleichen. Ein Verzicht auf die Förderung würde sich daher möglicherweise kaum auf den Absatz der Plugin-Hybride auswirken, aber die reinen Stromer durch höhere Zuschüsse durchaus attraktiver machen.

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smarty79 26. Aug 2019

Peugeot Rifter & Co sind als Familienwagen mit vier Kindern aber auch grenzwertig...

Its_Me 25. Aug 2019

Warum? Nehmen wir mal den KIA Niro, da es den in beiden Versionen gibt. Gewicht Niro...

DeepSpaceJourney 23. Aug 2019

Ich habe alles studiert. Und zwar summa cum laude.

E-Mover 22. Aug 2019

Ohne Worte!

E-Mover 22. Aug 2019

Warum man sich einen Daihatsu Cuore kauft? Woher um Himmels Willen soll ich das wissen?



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