Abo
  • Services:
Anzeige
Tesla Model S in einer Tiefgarage
Tesla Model S in einer Tiefgarage (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Wie bekommt man ein konkretes Angebot?

Doch wie kommt eine Hausgemeinschaft in der heutigen Zeit an ein konkretes Angebot? Zunächst gilt es dabei, die Leistungsreserve am Hausanschluss zu ermitteln. Das ist leider nicht mit einer einfachen Anfrage beim Stromnetzbetreiber erledigt. Laut Vattenfall kann sich eine Hausgemeinschaft nur "mit einer klaren Versorgungsanfrage" an den Netzbetreiber wenden. Dann könne dieser die Frage beantworten, ob das noch über den Hausanschluss möglich sei oder nachgerüstet werden müsse. Eine allgemeine Anfrage nach der maximalen Leistungsreserve könne nicht beantwortet werden.

Anzeige

Bei der Stromnetz Hamburg GmbH könne der Netzanschlusskunde hingegen die Kapazität seines Netzanschlusses erfragen, teilte das städtische Unternehmen auf Anfrage mit. Zudem könne diese Angabe auch aus dem Anschlussnehmervertrag entnommen werden. Die tatsächliche Auslastung des Anschlusses und die sich daraus ergebende Reserve müsse hingegen per Messung ermittelt werden. Die Stadtwerke München beraten und unterstützen sowohl gewerbliche als auch private Kunden beim Aufbau einer privaten Ladeinfrastruktur. Per E-Mail (e-mobil@swm.de) könnten Fragen zum Hausanschluss, zur Hardware und zu Installateuren gestellt werden, hieß es auf Anfrage.

Kosten für Grundinstallation ermitteln

Bei der im konkreten Fall ermittelten Reserve von 125 Ampere können theoretisch rund 50 Pkw gleichzeitig einphasig mit 1,8 Kilowatt geladen werden. Da am Anfang zunächst wenige Elektroautos vorhanden sein dürften, könnten diese, falls möglich, mit deutlich höherer Leistung geladen werden. Das entspräche beispielsweise vier Teslas mit knapp 22 kW.

Elektroinstallateure, die Erfahrung mit dem Thema haben, gibt es bislang wenige. Mennekes bietet etwas versteckt über eine eigene Website geschulte Installateure und "Qualitätspartner" an (zunächst muss eine eigene Anwendung konfiguriert werden). Vattenfall kooperiert in Berlin für den Aufbau von Ladestationen mit der Omexom Service GmbH. Für eine Gebühr von 90 Euro besichtigte ein Techniker die Tiefgarage. Für die Grundinstallation einer Garage mit 48 Stellplätzen ergab sich im konkreten Fall eine Summe von rund 15.000 Euro. Dies umfasst unter anderem zwei Verteilerschränke mit Zähler und Lasttrennern sowie die Verlegung von Leitungen mit 35 und 70 Quadratmillimetern Querschnitt. Zudem ist die Ausstattung der Unterverteilungen mit Leistungsschaltern und Fehlerstromschutzschaltern (FI) für alle Stellplätze enthalten. Was aus verschiedenen Gründen aber nicht zu empfehlen ist, wie weiter unten erläutert wird. Es sollte daher möglich sein, die Grundinstallation günstiger anzubieten.

Smarte Ladestation kostet fast 2.000 Euro

Für jeden Stellplatz kommt dann noch der individuelle Anschluss einer Ladebox hinzu. Dies kostet bei der vom niederländischen Hersteller EV-Box produzierten Vattenfall Ladebox Smart knapp 2.000 Euro, je nach Entfernung des Parkplatzes von der Unterverteilung. Die Ladebox ist mit dem Vattenfall Backend über Funk verbunden. Über einen eingebauten RFID-Kartenleser wird die Berechtigung zum Stromladen im Backend abgefragt. Der Eigentümer der Ladeinfrastruktur erhält eine RFID-Karte mitgeliefert, die den Zugang zu dieser Ladebox erlaubt. Ob in der Tiefgarage überhaupt Mobilfunkempfang für die Verbindung zum Backend gegeben ist, steht auf einem anderen Blatt. Falls nicht, müsste das Funkmodem ausgebaut und zu einem Platz mit besserem Empfang verlegt werden. Ein Anschluss ans Internet per Festnetz wäre ebenfalls machbar. Über solche vernetzten Wallboxen ist es auch möglich, jedem Nutzer einen eigenen Stromlieferanten zuzuordnen.

Teurer kann der Anschluss jedoch bei sogenannten Doppelparkern werden. Zwischen den Parkern und der Wand ist oft wenig Platz, so dass es für Ladestation und Kabel sehr eng werden kann. Hersteller von Multiparkern bieten zwar entsprechende Systeme an. Die Verlegung der Kabel und Anschlüsse ist aufgrund der beengten Verhältnisse aber deutlich schwieriger als bei einem normalen Stellplatz.

 Schieflast kann zum Problem werdenWie geht die Hausgemeinschaft am besten vor? 

eye home zur Startseite
SkyFox 24. Mai 2017

Eigene Ladestationen sind nicht sinnvoll. Ein genormter Akku muss her (Größe, Anschlu...

Phonehoppy 12. Mai 2017

Wieso sollten ZOE-Fahrer denn eher beim Arbeitgeber laden, als Tesla-Fahrer? Besonders...

Phonehoppy 12. Mai 2017

Es gibt bereits Speichersysteme, z.B. die Tesla "PowerWall", die viel höhere Leistungen...

Berner Rösti 11. Mai 2017

Das kannst du noch so oft schreiben, das verstehen die Akku-Auto-Fanatiker nicht. Da...

Muaddib 27. Apr 2017

Da gibt's keinen Unterschied zu Deutschland oder USA. Da heisst das nur anders. Nämlich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
  3. Faurecia Emissions Control Technologies, Germany GmbH, Augsburg
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 429,90€ zzgl. Versand

Folgen Sie uns
       


  1. MWC Shanghai

    LTE-Technologie erreicht Latenz von unter zwei Millisekunden

  2. Landkreis Plön

    Tele Columbus bringt Gigabit-Zugänge in 15.000 Haushalte

  3. Innovation Days

    Ericsson liefert Basisstation an 5G Lab Germany

  4. Für Lokalsender

    Kabelnetzbetreiber wollen 250 Millionen Euro Rundfunkgebühr

  5. Linux-Kernel-Security

    Torvalds bezeichnet Grsecurity als "Müll"

  6. Zolo Liberty Plus

    Drahtlose Ohrstöpsel auf Kickstarter für nur 100 US-Dollar

  7. Eckpunkte

    Bundesnetzagentur sieht 5G bei 2 GHz und 3.400 bis 3.700 MHz

  8. Internet sofort

    Das Warten auf den Festnetzanschluss kann teuer werden

  9. Ransomware

    Petya-Kampagne nutzt Lücke in Buchhaltungssoftware

  10. 10 GBit/s

    Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Neues iPad Pro im Test: Von der Hardware her ein Laptop
Neues iPad Pro im Test
Von der Hardware her ein Laptop
  1. iFixit iPad Pro 10,5 Zoll intern ein geschrumpftes 12,9 Zoll Modell
  2. Office kostenpflichtig Das iPad Pro 10,5 Zoll ist Microsoft zu groß
  3. Hintergrundbeleuchtung Logitech bringt Hülle mit abnehmbarer Tastatur für iPad Pro

Anki Cozmo ausprobiert: Niedlicher Programmieren lernen und spielen
Anki Cozmo ausprobiert
Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Google Wifi im Test: Google mischt mit im Mesh
Google Wifi im Test
Google mischt mit im Mesh
  1. Prozessor Intels Skylake-X kommt zu früh
  2. Skylake-SP Intels Xeon nutzen ein Mesh statt Ringbusse
  3. Headset G433 im Hands on Logitech hat ein Headset genäht

  1. Re: Was jetzt?

    HerrMannelig | 00:33

  2. Re: Ist nicht wahr - warten auf das Auto kann...

    DerDy | 00:22

  3. Re: "der gesamte Auftrag sei leider fehlerhaft im...

    fabische | 00:18

  4. Re: gewolltes "zusatzgeschäft"

    DerDy | 00:08

  5. Re: Dafür mag ich ihn ...

    SelfEsteem | 00:07


  1. 18:23

  2. 17:10

  3. 16:17

  4. 14:54

  5. 14:39

  6. 14:13

  7. 13:22

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel