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Elektromobilität: Weltweit größte Elektrofähre geht nahe Oslo in Betrieb

Die Bastø Electric verbindet die Städte Moss und Horten in Norwegen, weitere batteriebetriebene Schiffe auf der Route sollen folgen.

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Die Bastø VI fährt bislang mit Dieseltreibstoff, doch schon im September soll auch diese Fähre auf einen Elektroantrieb umgestellt werden.
Die Bastø VI fährt bislang mit Dieseltreibstoff, doch schon im September soll auch diese Fähre auf einen Elektroantrieb umgestellt werden. (Bild: Ulf Larsen/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Nahe der norwegischen Hauptstadt Oslo wurde die bislang weltgrößte mit Batterie betriebene Fähre in Betrieb genommen. Die Fähre mit dem Namen Bastø Electric verbindet die beiden Städte Moss und Horten. Es handelt sich bei der etwa zehn Kilometer langen Strecke um eine der wichtigsten Fährrouten in Norwegen.

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Die Fähre wurde von der türkischen Werft Sefine Shipyard gebaut und nahm am Montag, dem 1. März 2021, ihren regulären Betrieb auf. Laut einem Bericht des Magazins Teknisk Ukeblad wird die Fähre bislang nur in Horten elektrisch geladen und fährt daher vorläufig nur teilweise elektrisch. Der Ladeanschluss in Moss ist jedoch in Bau und soll im Sommer in Betrieb gehen, anschließend wird die gesamte Strecke in beide Richtungen elektrisch zurückgelegt.

Die Batterien an Bord der Bastø Electric haben eine Kapazität von 4,3 Megawattstunden. Die Ladevorrichtung liefert bis zu 9 Megawatt an Strom.

2014 noch heftige Kritik an Dieselfähren

Zwei weitere Fähren auf derselben Route, die bislang mit Dieseltreibstoff betrieben werden, sollen ebenfalls auf elektrische Antriebe umgestellt werden. Die Fähre Bastø IV wird zurzeit umgebaut und soll im Sommer in Betrieb gehen, anschließend wird die Fähre Bastø VI ebenfalls umgebaut.

Laut Teknisk Ukeblad gab es 2014 viel Kritik an den Ausschreibungskriterien für die Fährlinie, die weiterhin einen Betrieb mit Dieselfähren erlaubten. Die norwegische Verkehrsverwaltung hatte damals lediglich Grenzwerte für Stickoxide festgelegt, es gab jedoch keine Vorgaben für die Antriebstechnologie oder die Treibhausgasemissionen. Mit der jetzt stattfindenden Umstellung auf Elektrofähren dürften die Kritiker von damals besänftigt werden.

Batteriefähren eignen sich für kurze Routen

Bereits 2015 wurde in Norwegen die damals größte Elektrofähre Ampere auf dem Sognefjord in Betrieb genommen. Seither folgten einige weitere Routen. Durch die vielen Fjorde spielen vergleichsweise kurze Fährverbindungen in Norwegen eine wichtige Rolle, sie eignen sich gut für batteriebetriebene Fähren, die nur für begrenzte Reichweiten infrage kommen.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Für längere Routen sind andere Technologien nötig. Die Fährgesellschaft DFDS plant den Bau einer wasserstoffbetriebenen Fähre mit Brennstoffzelle für die Verbindung von Oslo zur dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Eine bislang noch exotische Technologie soll im Forschungszentrum im norwegischen Stord entstehen. Dort ist der Bau einer ammoniakbetriebenen Brennstoffzelle für Schiffe geplant - vorläufig allerdings nicht für Passagierschiffe, sondern für ein Versorgungsschiff für die Öl- und Gasindustrie.

Norwegen gehört bei der Elektromobilität auch im Autoverkehr zu den Vorreitern, kein anderes Land hat anteilig mehr elektrische Fahrzeuge. Die Stromerzeugung in Norwegen findet fast ausschließlich mit Wasserkraft statt, dazu kommt eine geringe Menge aus Windenergie. Das letzte große fossile Kraftwerk in Norwegen war das Gaskraftwerk Mongstad. Es sollte einst ein Vorbildprojekt für die Kohlendioxid-Abscheidungstechnologie werden, doch diese Pläne wurden nie umgesetzt. Inzwischen ist es stillgelegt.

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Die Moss-Horten fährt im 20-Minuten-Takt von früh morgens bis in die Nacht, auch am...

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