• IT-Karriere:
  • Services:

Das Kanu ist ein Skateboard

Die Gründer wollen mit dem Geld kein klassisches Elektroauto bauen. Ihre Idee nennt man in der Branche Skateboard-Design. Dabei stecken Akku, Elektromotoren, Batteriemanagement sowie Steuerungselektronik in einem flachen Gehäuse mit vier Rädern. Auf dieses Skateboard setzt Canoo vier unterschiedliche Aufbauten. Es kann ein Fahrzeug für Pendler sein oder eine fahrbare Lounge (Lifestyle). Logistiker verwenden es als Lieferfahrzeug und Mitfahranbieter als Kleinbus (Ride Hailing). Sensoren für (teil-)autonomes Fahren werden in den Aufbauten platziert, die Datenverarbeitung findet im Skateboard statt. Die geplante Reichweite liegt bei 480 km (300 Meilen).

Stellenmarkt
  1. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Minebea Intec, Aachen

Mit der Idee für das Skateboard-Design ist Canoo früh dran, jedoch nicht der Erste. Das australische Unternehmen AEV Robotics präsentierte bereits Anfang 2019 auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas sein Konzept. Das Unternehmen aus Melbourne nennt seine Aufbauten Pods, die auf einem Skateboard mit vier lenkbaren Rädern ruhen. AEV Robotics will seine Fahrzeuge nur an Flottenbetreiber verkaufen. Auch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt beschäftigen sich Forscher damit.

Canoo setzt vollständig auf ein Mietmodell mit Abrechnung der Nutzungszeit. Mit den Gebühren werden neben dem Fahrzeug auch Versicherungsbeiträge und weitere Services abgedeckt. Für die Abrechnung setzt Canoo auf Blockchain-Technologie. Ob bei dem Mietmodell Endkunden oder Flottenbetreiber im Fokus stehen, verrät das Unternehmen noch nicht. Für neue Erlösmodelle durch digitale Services ist James Cox verantwortlich. Er kommt im April 2019 zum Unternehmen. Zuvor war er bei Uber für die Weiterentwicklung der App verantwortlich.

Ab 2021 sollen die ersten Canoos vom Band rollen. Wobei das US-Unternehmen keine eigene Fabrik baut. Sie werden Dienstleister in den USA und China beauftragen. Für diesen Bereich hat Canoo Clemens Schmitz-Justen an Bord geholt, der die Herstellung im BMW-Werk bei Spartanburg in South Carolina geleitet hat.

Vier unterschiedliche Fahrzeuge auf einer kompakten Plattform auf den Markt zu bringen, dürfte enorme Kostenvorteile bei Entwicklung, Herstellung und Vertrieb beinhalten. Das hätte auch Vorteile, wenn der Nutzer im laufenden Betrieb die Aufbauten austauschen könnte.

Ausreichend Know-how aus der klassischen Autoindustrie ist bei Canoo vorhanden. Jetzt müssen die erfahrenen Manager, die es bislang gewohnt waren, Aufgaben zu delegieren, kräftig mit anpacken. Ansonsten schaukelt das Kanu nicht nur, sondern kentert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Elektromobilität: Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

phatoni 29. Apr 2019

Technisch sicher eine gute Idee, aber dann auch noch Mietmodell und Blockchain usw. damit...

Dave_Kalama 16. Apr 2019

Ehemalige Angestellte aus der konservativsten Branche haben jetzt 1 Milliarde Schulden...

Oh je 15. Apr 2019

ist aber absolut normal für die Spezies Mensch.

Mixermachine 15. Apr 2019

Für mich hört sich das auch eher nach einem Hippen Marketing Ding an. Ist halt gerade...

norbertgriese 15. Apr 2019

Die Verantwortlichen sollten sich sputen, denn einen Elektrobaukasten haben schon viele...


Folgen Sie uns
       


Knights of the Old Republic (2003) - Golem retro_

Diverse Auszeichnungen zum Spiel des Jahres, hohe Verkaufszahlen und Begeisterung nicht nur unter reinen Star-Wars-Anhängern - wir spielen Kotor im Golem retro_.

Knights of the Old Republic (2003) - Golem retro_ Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /