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Zertifikat für den Akku

Für deren besseren Verkauf arbeitet Wolfgang Berger in einem Vorort von Wien an einem Batterie-Zertifikat. Er hat vor zwei Jahren mit seinem Kollegen Nikolaus Mayerhofer das Startup Aviloo gegründet. "Ich war bereits Elektroauto-Fahrer und wollte für meine Frau einen BMW i3 kaufen. Es gab aber keine Möglichkeit, den Zustand der Batterie überprüfen zu lassen", sagt Berger im Gespräch mit Golem. Mit Geld der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft entwickelten die beiden Gründer ein Analysetool für Lithium-Ionen-Zellen in Elektroautos.

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Dazu wird ein mobiles Lesegerät über den OBD-Stecker im Fahrzeug angeschlossen. Pro Fahrtstunde überträgt die Einheit rund 100.000 Datenpunkte, die auf einem Server ausgewertet werden. Inzwischen liegen ausreichend Erfahrungswerte für die gängigen Modelle von BMW, Hyundai, Nissan, Kia, Renault und Volkswagen vor.

So steht am Ende ein Batterie-Zertifikat, das Auskunft über die Kapazität des Akkus gibt. Außerdem werden die Bereiche angegeben, in denen sich Zelltemperatur und Zellspannung bewegen. Damit kann ein E-Autobesitzer guten Gewissens in die Verkaufsverhandlung über sein Fahrzeugs einsteigen.

Von der sprichwörtlichen Startup-Garage ist das Unternehmen in ein ehemaliges Autohaus in Wiener Neudorf umgezogen. Zehn Mitarbeiter beschäftigt Aviloo und auch Bergers Bruder ist inzwischen eingestiegen. "Doch wir bewegen uns noch im Prototypen-Modus", sagt Berger. Ein Akkutest wird für rund 150 Euro angeboten, doch noch muss dazu das E-Auto von 100 Prozent Ladezustand auf nahezu 0 Prozent gefahren werden.

  • Akku-Zertifikat von Aviloo (Bild: Aviloo)
Akku-Zertifikat von Aviloo (Bild: Aviloo)

Das Ziel ist, bereits nach zwanzig Minuten Fahrzeit ausreichend Daten für ein aussagekräftiges Zertifikat zu sammeln. Im Sommer 2020 will Berger so weit sein und das Zertifikat großflächig anbieten. Dazu setzen die Österreicher auf Partner. Aviloo ist in Gesprächen mit dem ADAC wie auch mit dem österreichischen Pendant ÖAMTC.

Als herstellerunabhängige Anbieter sind die Automobilclubs prädestiniert für das Angebot eines Batterie-Zertifikats. Bislang gibt es vom ADAC lediglich Tipps zum Kauf von E-Autos sowie einen Muster-Kaufvertrag.

Bei der äußeren Inspektion eines Gebrauchtwagens unterscheiden sich E-Autos im Verkauf nicht. Nach Kratzern, Dellen und Beulen solle man schauen, rät Kfz-Profi Kröger. Auch ein Blick auf die Bremsen lohne sich. Dabei seien in der Regel die Bremsbeläge kaum verschlissen. Dafür könne sich Rost auf der Bremsscheibe gebildet haben. Die Rekuperation schont Bremsen, doch im Ernstfall verlängert der Rost den Bremsweg. Darum sollten E-Auto-Fahrer immer mal wieder aufs Bremspedal treten.

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Fernando-05 16. Feb 2020

Ich denke dass es bald eine Revolution in der Akku Technik geben wird. Die Preise fallen...

VigarLunaris 16. Feb 2020

Bei den E-Autos ist halt vieles noch nicht so richtig im "Lot", der Gebrauchtwagenhandel...

drvsouth 12. Feb 2020

Ich wundere mich immer, wie oft ich noch einen Golf4 sehe, auf dem ich vor 21 Jahren...

ulink 06. Feb 2020

Ich habe mir das Video des Interviews von Horst Lüning mit dem Herrn Gemmingen (der 1...

norbertgriese 06. Feb 2020

Rechne mit 8000 Euro in einer Fachwerkstatt. Keiner, der hinterher Garantie geben will (6...


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