Elektromobilität:Warum sich Audi in der Formel E engagiert
Von der Stecke auf die Straße auf die Strecke: Autohersteller wie Audi , BMW , Jaguar und Renault drängen in die Formel E und hoffen, auch bei ihren Serienautos davon zu profitieren. In zweifacher Hinsicht.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / VonWerner Pluta
Elektrorennwagen (2017 in Berlin): Die Formel E emotionalisiert Elektromobilität.Bild:
Werner Pluta/Golem.de
Aus dem Sport in die Serie: Scheibenbremsen oder Turbolader, Beschichtung für Zylinderlaufflächen oder Motorelektronik – viele Techniken, die heute in Serienfahrzeugen gang und gäbe sind, stammen aus dem Rennsport. Seit einiger Zeit hat sich dieser Technologietransfer abgeschwächt. Zu sehr hatte sich vor allem die Formel 1, die als Königsklasse des Motorsports gilt, von der Serie entfernt.
Bild 1/27: Willkommen zurück: Der Berliner E-Prix fand 2017... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 2/27: ... wieder auf dem Tempelhofer Flughafen statt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 3/27: Dieses Jahr wurden gleich zwei Rennen in Berlin ausgetragen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 4/27: Bei Sonne und sommerlichen Temperaturen mussten die Fahrzeuge ordentlich gekühlt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 5/27: Für alle Fälle: Ersatznasen in der Box von Mahindra (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 6/27: In der Formel E treten diverse Hersteller an, etwa Faraday Future...(Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 7/27: ... oder Jaguar. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 8/27: BMW kooperiert mit dem US-Team Amlin Andretti, erwägt aber einen Eintsieg als Werksteam. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 9/27: In Berlin machte BMW schon ordentlich Werbung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 10/27: Zum Beispiel mit dem Tunnel, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 11/27: .. der den Fahrern kurz Schatten spendete. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 12/27: ... der den Fahrern kurz Schatten spendete. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 13/27: Auch dabei: Die Roboracer, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 14/27: ... autonom fahrende Rennwagen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 15/27: Allerdings durfte nur der auf einem LMP-3 basierende Prototyp... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 16/27: ... für einige Runden auf die Strecke, (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 17/27: Im Samstagsrennen sicherte sich Lucas di Grassi den ersten Startplatz und führte das Rennen an. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 18/27: Gerangel in den ersten Kurven: Sam Bird im Virgin (l) gegen Daniel Abt im bunten Abt Audi. ( (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 19/27: Gerangel in den ersten Kurven: Sam Bird im Virgin (l) gegen Daniel Abt im bunten Abt Audi. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 20/27: Gerangel in den ersten Kurven: Sam Bird im Virgin (l) gegen Daniel Abt im bunten Abt Audi. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 21/27: Di Grassi führte vor den beiden Mahindra von Felix Rosenquist und Nick Heidfeld. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 22/27: Der in der Meisterschaft führende Sébastien Buemi (oben) war am Samstag chancenlos und wurde später sogar disqualifiziert. Er gewann das Rennen am Sonntag. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 23/27: Im Rennen machten den Fahrern die Temperaturen zu schaffen: Die Akkus überhitzten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 24/27: Das galt auch für di Grassi, der sich nicht gegen Rosenquist verteidigen konnte. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 25/27: Der Schwede siegte vor di Grassi und Teamkollege Heidfeld. Mit auf dem Podium: der Regierende Bürgermeister Michael Müller. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 26/27: Er überreichte den Pokal an Rosenquist, der erstmals ein Formel-E-Rennen gewann. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 27/27: Champagner-Dusche für Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Doch seit ein paar Jahren geht es wieder um den zentralen Bestandteil des Sports: den Antrieb. In diversen Serien wird nicht mehr mit konventionellen Verbrennungsmotoren gefahren: Die Formel 1 nutzt seit 2014 Hybridmotoren . Auch eine Klasse der Le-Mans-Prototypen fährt mit Hybridmotor (LMP-H1) – zuvor hatte Audi in dieser Serie bereits die Renntauglichkeit von Dieselmotoren unter Beweis gestellt.
Die Rennserie für die Fans der alternativen Antriebe hingegen ist die Formel E(öffnet im neuen Fenster) , in der elektrisch angetriebene Rennwagen gegeneinander antreten. Anfangs wurde sie von vielen belächelt. Doch inzwischen ist die dritte Saison zur Hälfte vorbei und die Tribünen sind immer noch gut gefüllt. "Das Interesse ist sehr groß. Deswegen glaube ich, dass die Serie viel Potenzial hat" , sagt Tristan Summerscale, seit Anfang des Jahres Projektleiter für die Formel E bei Audi Sport, im Gespräch mit Golem.de.
Aber auch die traditionellen Autohersteller wollen Rennen mit Elektroboliden fahren. Der indische Automobilhersteller Mahindra und Renault sind von Beginn an dabei, die Franzosen sogar sehr erfolgreich: Sie gewannen in den beiden ersten Saisons jeweils den Markentitel, in der zweiten mit Sébastien Buemi auch den Fahrertitel, und Renault wird den Doppelgewinn wohl auch in der laufenden Saison wiederholen. Der französische Hersteller PSA (Citroën und Peugeot) ist mit seiner Marke DS seit Saison zwei am Virgin-Team beteiligt. Jaguar ist zur aktuellen Saison mit einem eigenen Team in die Formel E eingestiegen.
Bild 1/17: Der E-Prix 2016 fand im Zentrum von Berlin statt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 2/17: Dort, wo sich sonst der Verkehr wälzt, rasten die Elektroboliden mit über 200 km/h. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 3/17: Logenplätze hatten die Anwohner. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 4/17: Um den Überblick über das Geschehen zu behalten, gab es Videoscreens. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 5/17: Die Zuschauer kamen nahe an die Strecke und konnten sogar einen Blick in die Boxen werfen ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 6/17: ... und den Mechanikern bei der Arbeit zuschauen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 7/17: Die Arbeit an den Elektrorennern erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 8/17: Eine Besonderheit ist, dass die Fahrer - hier Nicolas Prost - zur Mitte des Rennens das Auto wechseln. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 9/17: 16 Uhr: Gleich geht es los. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 10/17: Das Rennen war spannend, es gab viele Überholmanöver. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 11/17: Auf den Geraden fahren die Autos bis zu 240 km/h schnell. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 12/17: In den Städten zu fahren, ist ein Erfolgsrezept der Formel E. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 13/17: Am Ende triumphierte der Schweizer Sébastien Buemi im Renault E-Dams. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 14/17: Lucas di Grassi im Abt behält zwar die Führung in der Meisterschaft, wurde in Berlin aber nur Dritter ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 15/17: ... hinter seinem Teamkollegen Daniel Abt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 16/17: Die Meisterschaft wird Anfang Juli in London entschieden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 17/17: Auf dem Podium: Daniel Abt, Sébastien Buemi und Lucas di Grassi (von links). Den Pokal überreicht Innensenator Frank Henkel. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
BMW stellt seit Anfang der Serie das Safety- und das Medical-Car. Seit der aktuellen Saison kooperiert das Unternehmen mit dem US-Team Amlin Andretti, wird aber möglicherweise ein Werksteam gründen . Die Entscheidung "wird im Laufe dieses Jahres fallen" , sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt Golem.de. Mercedes habe derzeit keine konkreten Pläne für einen Einstieg in die Formel E, sagte ein Sprecher auf Anfrage von Golem.de. Der Konzern hat aber eine Option für einen Formel-E-Einstieg in der Saison 2018/19.
Was aber wollen die Hersteller von Verbrennungsmotoren in einer Elektroserie?
Von der Strecke auf die Straße auf die Strecke
Normalerweise gibt es für einen Autohersteller zwei Hauptgründe, im Motorsport anzutreten, einer davon ist Techniktransfer. "Es ist bei allen Motorsport-Engagements schon immer ein Ziel von BMW gewesen, auf der Rennstrecke zukunftsweisende Technologien unter Wettbewerbsbedingungen zu testen, die später auch in der Serienproduktion verwendet werden können" , sagt Marquardt.
Zwar betonte sein Vorgänger Mario Theissen(öffnet im neuen Fenster) , es seien "Synergieeffekte zwischen Formel 1 und Serienentwicklung" gewesen, die für die Bayern "die Grundvoraussetzung für den Wiedereinstieg in die Formel 1" waren – BMW baute von 2000 bis 2005 Motoren für das Williams-Team und trat von 2006 bis 2009 als BMW Sauber mit einem eigenen Team an. Doch war der Technologietransfer begrenzt. Immerhin wurden Motorelektronik oder Gusstechniken für Motorblöcke übernommen.
Die Scheibenbremse stammt aus dem Motorsport
Das ist im Elektromotorsport anders: Jaguar sei "im Motorsport unter dem Motto 'Race to innovate', das heißt wir sind im Motorsport um weiter zu forschen und zu entwickeln" , sagt Jaguar-Sprecherin Andrea Leitner-Garnell Golem.de. "Das war früher auch schon so." Die Briten entwickelten in den 1960ern für ihre Rennwagen die Scheibenbremse, mit der heute jedes Auto bremst.
"Viele Ingenieure der Serienentwicklung sind in dem Rennteam integriert, um die Erkenntnisse in der Serie umsetzen zu können" , erzählt sie. Besonders wichtig für die Entwicklung der Serienfahrzeuge seien "die Erkenntnisse des Wärmemanagements und der Leistungsentfaltung der Batterie."
Der erste Elektro-Jaguar kommt 2018
Vorteil der Elektromobilität: "Der Wissenstransfer ist in der Formel E sehr schnell, weil die Technik sehr viel serienrelevanter ist als zum Beispiel die Formel-1-Technik" , sagt Leitner-Garnell. Wie schnell der Wissenstransfer geht, zeigt der Jaguar I-Pace(öffnet im neuen Fenster) : Jaguar hat sein erstes Elektroauto Ende vergangenen Jahres vorgestellt . Im kommenden Jahr soll es in Serie gehen.
Auch BMW hofft auf wechselseitigen Technologietransfer: Schon jetzt, durch die Partnerschaft mit Andretti, finde "ein intensiver Austausch zwischen Rennsport und Serienentwicklung von BMW i statt" , sagt Marquardt. "Für uns geht es darum, dass sowohl der Rennsport als auch die Serienentwicklung, in dem Falle BMW i, profitieren." .
Elektrobolide profitiert von Hybridprototyp
Bei Audi sei es noch zu früh, um zu sagen, welchen Austausch es mit der Serie geben werde, sagt Summerscale. Erst einmal profitiere das Formel-E-Projekt vom aufgegebenen LMP1-H-Fahrzeug. Sie könnten viel Know-How des Hybrid-Prototypen in die Formel E mitnehmen. Ein Beispiel sei der Gleichspannungswandler oder DC-DC Converter, der gerade für Saison fünf entwickel wird. "Da haben wir viele Erfahrungen bei LMP gesammelt."
Ansonsten können die Serienentwickler auch bei Audi in erster Linie Erfahrungen beim Antriebsstrang der Rennwagen nutzen. "Auf der Seite der Effizienz können wir etwas von der Formel E lernen, Wirkungsgradverbesserung im Antriebsstrang, solche Sachen" , sagt Summerscale.
Der Akku ist ein Einheitsteil
Leistungsentfaltung, Stromwandlung, Akkukühlung – bei all dem mag der Technologietransfer relevant sein. Das Wichtigste für die Elektroautos aus der Serie aber ist die Reichweite, also der Akku. Doch ausgerechnet den dürfen die Teams nicht selbst entwickeln.
Bild 1/53: Schnell und leise: Elektrorenner in Berlin (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 2/53: Am 23. Mai 2015 fand der achte Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft statt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 3/53: Am 23. Mai 2015 der achte Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft statt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 4/53: Am 23. Mai 2015 findet der achte Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft statt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 5/53: Am 23. Mai 2015 fand der achte Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft statt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 6/53: ... auf dem Gelände des alten Tempelhofer Flughafens. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 7/53: ... auf dem Geläden des alten Tempelhofer Flughafens. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 8/53: Dort war zuvor ein knapp 2,5 km langer Kurs abgesteckt worden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 9/53: Anstehen für den Pit Walk: Zuschauer konnten... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 10/53: Anstehen für den Pit Walk: Zuschauer konnten ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 11/53: ...einen Besuch in der Boxengasse buchen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 12/53: ... einen Besuch in der Boxengasse buchen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 13/53: Im Fahrerlager. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 14/53: Im Fahrerlager (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 15/53: Die Renner im Parc fermé nach der Qualifikation. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 16/53: Die Renner im Parc fermé nach der Qualifikation. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 17/53: Die Renner im Parc fermé nach der Qualifikation (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 18/53: Fürs Rennen werden sie zurück in die Box geschoben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 19/53: Das Safety ist ein BMW i8, ein Hybridsportwagen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 20/53: Der Streckenarzt ist mit BMW i3 unterwegs, einem Elektroauto. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 21/53: Der Streckenarzt ist mit einem BMW i3 unterwegs, einem Elektroauto. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 22/53: Rekordverdächtig: Ein Korso von 577 Elektrofahrzeugen fuhr rund um den Kurs. Das soll einen Eintrag ins Guinness-Buch bringen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 23/53: Schlangestehen für Autogramme. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 24/53: Schlangestehen für Autogramme (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 25/53: Die Fahrer saßen in den ehemaligen Schaltern der Fluggesellschaften. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 26/53: Darunter waren der ehemalige Formel-1-Fahrer Lucas di Grassi ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 27/53: Darunter waren der ehemalige Formel-1-Fahrer Lucas die Grassi ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 28/53: ... und Nicolas Prost, Sohn des bekannten Rennfahrers Alain Prost. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 29/53: Formula EJ, der DJ der Formel E. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 30/53: Formula EJ, der DJ der Formel E (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 31/53: Einer der Fan Boosts ging an Nelson Piquet junior. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 32/53: Einer der Fan-Boosts ging an Nelson Piquet junior. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 33/53: Lucas di Grassi im Gespräch mit Alejandro Agag, dem Gründer der Formel E. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 34/53: Lucas di Grassi im Gespräch mit Alejandro Agag, dem Gründer der Formel E (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 35/53: Hans-Jürgen Abt, Chef des Teams Abt Motorsport (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 36/53: Jarno Trulli qualifizierte sich auf Startplatz 1. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 37/53: Loic Duval im Gespräch mit seinem Renningenieur. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 38/53: Loic Duval im Gespräch mit seinem Renningenieur (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 39/53: Jetzt geht es gleich los. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 40/53: Nick Heidfeld setzt den Helm auf. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 41/53: Der entscheidende Moment des Rennens: Kurz nach dem Start überholt di Grassi (Mitte) Trull (links) und setzt sich an die Spitze. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 42/53: Der entscheidende Moment des Rennens: Kurz nach dem Start überholt di Grassi(Mitte) Trull (links) und setzt sich an die Spitze. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 43/53: Der entscheidende Moment des Rennens: Kurz nach dem Start überholt di Grassi (Mitte) Trull (links) und setzt sich an die Spitze. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 44/53: Der entscheidende Moment des Rennens: Kurz nach dem Start überholt di Grassi (Mitte) Trulli (links) und setzt sich an die Spitze. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 45/53: Während di Grassi davon zog, wurde im Feld um die Positionen gekämpft. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 46/53: Während di Grassi davonzog, wurde im Feld um die Positionen gekämpft. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 47/53: Scott Speed im Andretti. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 48/53: Scott Speed im Andretti (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 49/53: Zweikampf: Karun Chandok im Mahindra vor Charles Pic im Next EV. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 50/53: Zweikampf: Karun Chandok im Mahindra vor Charles Pic im Next EV (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 51/53: Stephane Sarrazin, Team-Kollege von Heidfeld bei Venturi. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 52/53: Stephane Sarrazin, Team-Kollege von Heidfeld bei Venturi (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 53/53: Di Grassi kam vor Jerome d'Ambrosio und Sébastien Buemi ins Ziel. Er wurde jedoch später disqualifiziert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Aktuell liefert Williams Advanced Engineering den Akku, der eine Speicherkapazität von 28 Kilowattstunden hat. Das reicht nicht für eine Renndistanz, weshalb die Fahrer – eine Kuriosität der Serie – zur Rennmitte das Fahrzeug wechseln. Das soll sich in der übernächsten Saison ändern: Dann wird McLaren Applied Technologies einen Akku mit 54 Kilowattstunden zur Verfügung stellen, der genug Strom für ein ganzes Rennen speichert.
Die FIA will die Kosten niedrig halten
Die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) besteht auf einem Einheitsteil – aus Kostengründen. Der Weltauto- und Motorsportverband befürchtet, dass die Kosten stark steigen könnten, wenn die Hersteller den Energiespeicher selbst entwickeln. Dadurch jedoch könnte die Formel E für kleinere Teams unattraktiv werden.
Daran wird sich auch in den kommenden Jahren wenig ändern: Das technische Reglement für die nächsten vier Rennsaisons, also bis einschließlich 2020/21, ist beschlossen. Aber für die achte Saison 2021/22 verhandeln die Teams noch mit der FIA über Änderungen. Thema dürfte auch eine Freigabe der Akku-Entwicklung sein, auch wenn die FIA sich dagegen noch sträubt.
Es gibt aber nicht nur technische Gründe für die Hersteller, in der Formel E anzutreten.
Es geht auch ums Image
Es geht um den Spaß am Rennsport und natürlich um Prestige. Erfolg im Motorsport bedeutet einen Imagegewinn für den Hersteller. "Sportwagen sind die Seele von Jaguar" , sagt Leitner-Garnell, und der Hersteller blicke auf eine lange Rennsporttradition zurück. "Mit der Rückkehr in den Motorsport und in die innovative Formel möchten wir unsere Historie in die Zukunft führen."
Bild 1/37: Motorsport wird elektrisch: der Rennwagen Spark-Renault SRT_01E bei der Testfahrt... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 2/37: Motorsport wird elektrisch: der Rennwagen Spark-Renault SRT_01E bei der Testfahrt ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 3/37: ... der neuen Rennsportserie Formel E in Donington Park in England (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 4/37: Das Interesse war groß: Über 5.000 Zuschauer kamen laut Veranstalter zu der Rennstrecke. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 5/37: Dort wurde einiges geboten: Die Teams waren angereist, um möglichst viel Erfahrung zu sammeln. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 6/37: Auch wenn die Autos viel leiser sind als solche mit Verbrennungsmotoren: (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 7/37: Es bleibt Racing. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 8/37: Das sehen offensichtlich auch die Fans so. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 9/37: Die Fahrer bewegten ihre Autos am Limit. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 10/37: Wie etwa Nick Heidfeld, der für Venturi fährt, am Eingang der Haarnadelkurve Goddards (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 11/37: Wie etwa Nick Heidfeld, der für Venturi fährt, am Eingang der Haarnadelkurve Goddards. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 12/37: Über das Limit hinaus: Franck Montagny im Andretti Racing nahm die Auslaufzone von Goddards zu Hilfe. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 13/37: Nelson Piquet junior konnte am Ausgang der Kurve sein Auto gerade noch abfangen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 14/37: Dieser Bolide des US-Teams Dragon Racing blieb auf der Geraden Starkey's Bridge liegen... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 15/37: Dieser Bolide des US-Teams Dragon Racing blieb auf der Geraden Starkey's Bridge liegen ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 16/37: ... und musste in die Box zurückgeschleppt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 17/37: Während der Bergung war die Strecke gesperrt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 18/37: ... die anderen Autos mussten in die Box. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 19/37: Kurze Verschnaufpause für die Fahrer: Nelson Piquet junior, der für China Racing startet, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 20/37: ... oder Lucas di Grassi aus dem deutschen Team Abt Audi Sport. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 21/37: Überhaupt wimmelt es in der Formel E von großen Namen: Vierfach-Weltmeister Alain Prost, genannt der Professor, etwa hat ein eigenes Team gegründet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 22/37: Das hat auch Formel-1-Veteran Jarno Trulli, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 23/37: .. der aber - anders als Prost - auch selbst fährt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 24/37: Noch ein bekannter Name: Virgin tritt ebenfalls in der Serie an. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 25/37: Nick Heidfeld dürfte den bekanntesten Arbeitsgeber haben: Mitinhaber des Venturi-Teams ist Leonard DiCaprio. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 26/37: Nick Heidfeld dürfte den bekanntesten Arbeitgeber haben: Mitinhaber des Venturi-Teams ist Leonard DiCaprio. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 27/37: Indien ist mit dem Team Mahindra Racing vertreten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 28/37: Blick in die Venturi-Box, wo an Heidfelds Autos gearbeitet wird (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 29/37: Blick in die Venturi-Box, wo an Heidfelds Autos gearbeitet wird. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 30/37: Jeder Fahrer hat zwei Autos: Etwa zur Rennhälfte, wenn der Akku des einen leer ist, steigt er in das andere um. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 31/37: Betrieb in der Boxengase: Die Besucher durften einen Blick in die Garagen werfen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 32/37: Betrieb in der Boxengasse: Die Besucher durften einen Blick in die Garagen werfen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 33/37: Für den Nachwuchs ist auch schon gesorgt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 34/37: Als Safety Car wird der BMW-Hybridsportwagen i8 eingesetzt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 35/37: Das Medical Car ist das Elektroauto i3, ebenfalls von BMW. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 36/37: Die Fahrzeuge werden mit dem drahtlosen Ladesystem von Qualcomm geladen, damit sie jederzeit einsatzbereit sind. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 37/37: Der Test in Donington war der letzte vor dem Saisonstart der Formel E am 13. September 2014 in Peking. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Vorteil der elektrischen Serie, die nicht auf Rennstrecken, sondern mitten in den Metropolen fährt, ist, dass die Hersteller ein anderes Publikum ansprechen – eines, das "wir mit anderen Motorsport-Engagements nicht erreichen können" , sagt Marquardt. Die Formel E "emotionalisiert das Thema Elektromobilität."
Die Fans haben Einfluss
Hinzu kommt die Integration der sozialen Medien. So können die Fans per Abstimmung über das Internet pro Rennen drei Fahrer auswählen, die den Fan Boost bekommen. Das ist Extraenergie, die die Fahrer während des Rennens einsetzen können, etwa um eine Konkurrenten zu überholen, um einen Überholversuch abzuwehren oder um die schnellste Runde zu fahren, für die es in der Formel E einen Punkt gibt.
Dabei zu sein, bedeutet für die Hersteller, sich neu zu positionieren: "Die Formel E ist eine der neuesten Serien. Sie trifft genau die neuen Wege, die wir auch in der Serie mit Elektrofahrzeugen gehen " , sagt Summerscale. "Das passt sehr gut zur Audi-Strategie mit Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Urbanisierung, die wir umsetzen wollen."
Wir haben den Text um ein Galerie vom Renntag am 10. Juni 2017 auf dem Temepelhofer Flughafen in Berlin ergänzt. Sie ist am Anfang des Textes zu sehen.