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We Share blockiert Ladesäulen

Verschärft hat sich diese Problematik, seit der Volkswagen-Konzern Ende Juni 2019 seinen elektrischen Car-Sharing-Dienst We Share startete. Die 1.500 E-Golfs des Anbieters sind auf öffentliche Lademöglichkeiten angewiesen, auch wenn nachts die Ladesäulen von Lidl und Kaufland genutzt werden sollen. Wie kaum anders zu erwarten, gab es jedoch schon bald Beschwerden darüber, dass die Volkswagen-Flotte die Ladepunkte blockiere, ohne tatsächlich aufzuladen.

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Es bedeutet schließlich einen enormen logistischen Aufwand, Fahrzeuge mit leeren Batterien an eine Säule zu fahren, dort tagsüber die erlaubten vier Stunden laden zu lassen und dann wieder umzuparken. Dabei forderte VW im Frühjahr dieses Jahres selbst ein härteres Vorgehen gegen zugeparkte Elektroladesäulen. Denn bei der Vorbereitung des Angebots hatten VW-Mitarbeiter ebenso wie die Konkurrenz von Share Now festgestellt, dass die Fehlbelegung der Ladesäulen ein Problem ist. Doch nun wurde We Share offenbar vom Opfer zum Täter.

Günstiger Strafzettel

Für Allego ist das eine schwierige Situation: Einerseits dürfte We Share derzeit der beste Kunde sein und die Auslastung der Säulen deutlich nach oben treiben. Andererseits ist es ärgerlich, wenn die Säulen tagelang zugeparkt sind. Letzteres ließ sich vor kurzem ebenfalls an der Ladesäule in Redaktionsnähe beobachten. Dort parkte mehrere Tage lang ein E-Golf von We Share, bei dem nicht einmal das Ladekabel angeschlossen war. Erst nachdem ein verärgerter Car-Sharing-Nutzer bei We Share angerufen hatte, wurde das Auto umgeparkt.

Da half es wenig, dass der E-Golf schon seit mehr als einem Tag einen Strafzettel hatte. Denn die Ordnungsämter der Berliner Bezirke kontrollieren zwar die Ladeparkplätze. Doch es werden keine Autos abgeschleppt, die an den Säulen nicht laden. Ein solches Fahrzeug ist für alle Beteiligten besonders ärgerlich, denn dadurch wird die Säule nicht als belegt erkannt und auf den Ladesäulenkarten als frei angezeigt. Wer als Elektroautofahrer dann die Lademöglichkeit aufsucht, nimmt unter Umständen unnötige Wege in Kauf.

Freiminuten als Anreiz zum Laden

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We Share wollte auf Anfrage von Golem.de nicht mitteilen, wie viele Strafzettel schon an die Flottenautos verteilt worden seien. Derzeit gibt es für Nutzer aber nicht einmal einen Anreiz, das Ladekabel anzuschließen, wenn sie sich vor eine Ladesäule stellen. Das soll sich ändern: "Zukünftig wollen wir unseren Kunden einen Anreiz in Form von Freiminuten bieten, Fahrzeuge mit einem niedrigen Batteriestand selbstständig zu laden und Fahrzeuge, die an Ladesäulen stehen, zu mieten und somit von der Ladestation zu entfernen. Diese Funktionalität wird gerade entwickelt", sagt Sprecher Florian Fahr. Zudem sei in den vergangenen Wochen schon ein deutlicher Rückgang der Beschwerden registriert worden.

Hilfreich wäre es in vielen Fällen für Nutzer und Ordnungsämter, wenn Parkplatzsensoren die Ladesäulen überwachten. Ein entsprechendes Pilotprojekt mit Radarsensoren von Siemens scheiterte jedoch vor einigen Jahren. Für Allego wäre ein solches System derzeit aber uninteressant: "Was löst das aus, wenn ein Falschparker gemeldet wird? Der wird ja in den meisten Fällen nicht abgeschleppt", sagt Schulte. Selbst wenn der Falschparker einen Strafzettel von 10 Euro erhalte, wie im Falle des We-Share-Autos, ist das im Grunde immer noch günstiger als ein Parkticket zu kaufen.

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 Keine schnelle Rendite zu erwartenSelbst die Polizei versteht die Schilder nicht 
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Der Spatz 20. Okt 2019

Es ist eher eine Frechheit das die Leute der Meinung sind, das städtischer Grundbesitz...

jo-1 17. Okt 2019

da hab ich lieber meine ANC Kopfhörer auf und lehne mich entspannt auf dem Einzelsitz in...

DeepSpaceJourney 16. Okt 2019

Machst du das? Ist ja interessant...

schueppi 16. Okt 2019

Vermutlich hätten wir viele Leute das selbe absondern hören wenn es vor zig Jahren schon...

tco 15. Okt 2019

Ich würde es einfach mal probieren, wenn ich daran interessiert wäre!? Wie gesagt: Ob das...


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